Julie Collins

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Julie Maree Collins (* 3. Juli 1971 in Hobart) ist eine australische Politikerin (ALP). Seit 2022 ist sie in verschiedenen Ressorts Mitglied der australischen Regierung.

Julie Collins (2025)

Werdegang

Einen Schulabschluss besitzt Collins nicht.[1] Die Schule brach sie mit 15 ab und arbeitete stattdessen im lokalen Supermarkt, um ihre früh verwitwete Mutter finanziell zu unterstützen.[2] Ab 1987 arbeitete sie in verschiedenen Verwaltungspositionen für tasmanische Labour-Abgeordnete und begann, in von diesen geleiteten Ministerin in Tasmanien und in der Bundesregierung zu arbeiten. 1988 trat sie selbst in die Partei ein. 1996 Landesvorsitzende der Young Labor Party und Delegierte bei Landes- und Bundeskonferenzen. Von 2006 bis 2007 war sie Landessekretärin der ALP.

2006 bewarb sich Collins erfolglos um eine Kandidatur für die ALP für das Bundesstaatsparlament von Tasmanien. Bei der von der Labour-Partei gewonnenen Parlamentswahl 2007 zog Collins für den Wahlkreis Franklin in das Australische Parlament ein. Bei ihrer Nominierung für den Wahlkreis hatte sie davon profitiert, dass der bisherige ALP-Kandidat Harry Quick kurz zuvor aus der Partei ausgeschlossen und der Ersatzkandidat in Querelen verwickelt worden war.[3] 2010 verteidigte sie trotz großer Verluste ihrer Partei ihren Parlamentssitz und wurde am 14. September 2010 als Parlamentarische Staatssekretärin für Soziales im zweiten Kabinett Gillard vereidigt. Im Rahmen einer Kabinettsumbildung wurde Collins 2011 zur Ministerin für Soziales, Ministerin für indigene Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung sowie Ministerin für die Gleichstellung der Frau befördert. 2013 übernahm sie zusätzlich das Ministerium für Wohnen und Obdachlosigkeit. Im Juni 2013 unterlag Julia Gillard bei einer parteiinternen Abstimmung Kevin Rudd, der an ihrer statt sodann zum Premierminister gewählt wurde. Im sodann gebildeten Kabinett Rudd II blieb Collins Ministerin und übernahm im Juli das Ressort für Community Services.

Bei der Parlamentswahl 2013 verlor die Labor-Partei allerdings im Vergleich zu 2010 noch weitere Stimmen, wurde aber dennoch knapp stärkste Kraft. Gleichwohl schied die ALP und mit ihr Collins aus der Regierung aus. Ihren Parlamentssitz konnte Collins behalten und fand sich fortan in der Opposition wieder. Ihren Parlamentssitz verteidigte sie 2016, 2019 und 2022. 2022 hatten die bisher regierenden Liberalen große Stimmverluste zu verzeichnen, sodass die ALP wieder den Premierminister stellte. In die nun gebildete Regierung Albanese I wurde Collins als Ministerin für Wohnungsbau, für Obdachlosigkeit und für kleine Unternehmen und Mittelstand berufen. In dieser Funktion initiierte sie unter anderem die staatliche Garantie für Erstkäufer von Wohneigentum in ländlichen Gebieten[4] und den Gesetzentwurf zum „Housing Australia Future Fund“.[5] Bei der Kabinettsumbildung im Juli 2024 wurde sie zur Ministerin für Landwirtschaft, Fischerei und Forste ernannt.[6] Dieses Amt behielt sie auch in der 2025 gebildeten Regierung Albanese II.[7][8] In dieser Funktion setzte sie sich unter anderem für durch Dürren bedrohte Farmer ein[9] und sagte Unterstützung bei der durch den Irankrieg 2026 verursachten Düngemittel- und Treibstoffmangel zu.[10][11]

Privat

Collins ist verheiratet und Mutter dreier Kinder.

Commons: Julie Collins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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