Julius Lippelt
deutscher Plastiker
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August Martin Julius Lippelt (* 5. Dezember 1829 in Hamburg; † 17. August 1864 in Hamburg) war ein deutscher Plastiker.
Leben

Julius Lippelt trat am 11. Oktober 1843 der Hamburger Turnerschaft von 1816 bei.[1]
Eine erste künstlerische Ausbildung erhielt Lippelt von dem Bildhauer Ernst Gottfried Vivié, sodass er 1847 die Berliner Akademie der Künste besuchen und in das Atelier von Ludwig Wichmann eintreten konnte. Lippelt soll auch in dem Atelier des Bildhauers Friedrich Dankberg tätig gewesen sein, wo u. a. auf Carl Börner und Louis/Ludwig Drake traf.[2] 1859 war er in Italien. 1860 nahm er in Hamburg am Wettbewerb für das Schiller-Denkmal teil. Im November 1861 wurde Lippelt in einer Anzeige des Hamburgischen Correspondenten als Sieger veröffentlicht.[3] Im Frühjahr 1862 wurde ihm die alte Deichtorwache als Atelier eingerichtet.[4] Im Juli 1863 hatte er die Gipsmodelle von zwei der vier Sockelfiguren Das Drama und Die Geschichte fertiggestellt.[5] Er starb 34-jährig an Schwindsucht. Das Schillerdenkmal vollendete sein Bildhauerkollege Carl Börner. Julius Lippelt war Mitglied im Hamburger Künstlerverein von 1832.
Er wurde am 21. August 1864 auf dem St. Katharinen-Friedhof beerdigt.[6] Auf dem Ohlsdorfer Friedhof, im Bereich des Althamburgischen Gedächtnisfriedhofs nahe dem Haupteingang des Friedhofs, wird auf dem Sammelgrabmal Bildhauer unter anderen an Julius Lippelt erinnert.
Werke
- „Sterbenden Adonis von der Venus beklagt“ (Rom)[7]
- Engel mit ausgebreiteten Flügeln auf einem Sockel[8]
- Büste von Ernst Merck[9]
- Schillerdenkmal
- Engel am Schröder'schen Mausoleum[7]
- Modell für ein Reiterstandbild Friedrich Wilhelm III. in Köln[7]
Literatur
- Hans Speckter: Lippelt, Julius. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 18, Duncker & Humblot, Leipzig 1883, S. 734.
- Carl Remé: Julius Lippelt. Nekrolog. In: Hamburger Nachrichten. 7. Oktober 1864, S. [2], (Digitalisat)