Julius von Kospoth

Hessen-kasselscher Generalleutnant und Gouverneur von Kassel From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinrich Julius von Kospoth, seit 1776 Heinrich Julius Graf von Kopoth (* 8. März 1724 in Schilbach (Tanna) in Thüringen; † 10. Februar 1801 in Kassel) war Hessen-kasselscher Generalleutnant und Gouverneur von Kassel.

Wappen der Grafen von Kospoth

Leben

Julius von Kospoth entstammte der thüringischen Adelsfamilie Kospoth, die 1776 durch König Friedrich II. von Preußen in den erblichen Grafenstand erhoben wurde. Er war ein Sohn des hessischen Kriegskommissars Heinrich Julius von Kospoth (1683–1758) und dessen Ehefrau Sophie Friederike Amalie von Beulwitz (1691–1733). Wie sein Vater entschied er sich für eine Laufbahn in der Hessen-kasselschen Armee. Von 1776 bis 1783 nahm er mit den hessischen Truppen am Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg teil und war zunächst Oberst im Musketierregiment Wutgenau und später als Generalmajor Kommandeur der 1. Hessischen Division, die aus den Regimentern Knyphausen, Ditfurth, Prinz Friedrich, Bose, Borbeck, Bunau, Benning und Knobloch sowie dem Grenadierbataillon Angenelli bestand. Nach der verheerenden Niederlage der hessischen Truppen in der Schlacht von Trenton am 26. Dezember 1776 ordnete Landgraf Friedrich II. eine Untersuchung über die Gründe der Kapitulation der Truppen unter Oberst Johann Rall an und beauftragte General Wilhelm zu Innhausen und Knyphausen mit der Bildung eines Kriegsgerichts, das unter dem Vorsitz Kospoths tagte. Es sprach Johann Rall und Major Dechow die Schuld an der Katastrophe zu.

1779 wurde Kospoth zusammen mit Friedrich Wilhelm von Loßberg zum Generalmajor ernannt.

Am 15. August 1783 kam er mit seinen Truppenteilen nach Hessen zurück und wurde 1789, inzwischen zum Generalleutnant befördert, Kommandeur des 1687 gegründeten Infanterie-Regiments Nr. 4.

Nach seiner Militärzeit wurde er 1896 Statthalter von Kassel.

Familie

Er war verheiratet mit Wilhelmina Dorothea Charlotte von Heydwolff. Aus der Ehe gingen fünf Söhne (alle Offiziere) und die Tochter Henriette (1766–1839, oo Johann Karl Jeremias von Lossberg (1759–1804), Sohn des Generalleutnants Friedrich Wilhelm von Lossberg) hervor.[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

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