Justine Keeys

US-amerikanische Jazzsängerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Justine Keeys (genannt „Miss Justine“, * um 1940) war eine US-amerikanische Jazzsängerin, die in der Musikszene Philadelphias aktiv war.

Leben und Wirken

Justine Keeys wuchs in Nord-Philadelphia auf, wo Musiker wie John Coltrane, McCoy Tyner (der später ihr Schwager wurde) und andere ihre Familie besuchten und auch mit ihnen jammten. Sie entschied sich ab den 1970er-Jahren für eine Karriere in ihrer Heimatregion und trat fortan auf regionaler Ebene auf. Ab Anfang der 1980er-Jahre begeisterte Keeys gemeinsam mit dem 1996 verstorbenen Pianisten Gerald Price, der ihr Mentor war, das Publikum in Clubs und privaten Veranstaltungsorten im Großraum Philadelphia.[1]

1976 erschien eine erste Single auf dem lokalen Label Majaro Records („Nature Boy/You Call It Madness“); 1998 legte sie schließlich das selbstproduzierte Album Tasty (Encounter Records) vor, auf dem sie von Musikern wie Gerald Price, Jimmy Gaskins, Gerald Smith und Darryl Hall begleitet wurde. 2004 folgte ihr zweites Album The Many Moods of Miss Justine (Dreambox Media), u. a. mit Bill Lacy, Larry McKenna und Gerald Smith.[2]

Zu hören ist Keeys auch auf dem Album Father John and His Ladies des Pianisten Father John D’Amico (2000). Ihr Song „Hasta Manana“ erschien auf der Kompilation Yo! The Best of Philly Jazz.[3] Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie auch mit Bootsie Barnes, Tony Williams, Eddie Green, Dave Posmontier und Butch Ballard. Um 2020 beendete sie ihre Karriere; zuletzt lebte sie in Fort Washington. 2023 erhielt sie auf dem Montco Jazz Fest von der Organisation Jazz Bridge den Preis für ihr Lebenswerk.[4]

Miss Justine beschreibt ihr Repertoire als „klassischen Jazz“ und nennt Sarah Vaughan und Carmen McRae als ihre frühen Einflüsse. Sie wird aufgrund ihrer Fähigkeit, die Geschichte hinter der Melodie zu interpretieren und zu vermitteln, als „Sängerin der Sängerinnen“ bezeichnet.[1]

Nach Ansicht von Alex Henderson (Allmusic) ist Miss Justine keine abstrakte, hochintellektuelle Sängerin, die Komplexität um der Komplexität willen bevorzugt; ihr Ansatz sei sehr zugänglich und schöpfe aus Einflüssen wie Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Etta Jones (im Gegensatz zu Etta James), Sarah Vaughan und Nancy Wilson.

Einzelnachweise

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