Keratitis-Ichthyosis-Taubheitssyndrom
Krankheit
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Das Keratitis-Ichthyosis-Taubheitssyndrom mit den Hauptkriterien von verhornenden Hautrötungen (Erythrokeratodermie), Innenohrschwerhörigkeit und einer vernarbenden Hornhautentzündung (vaskularisierende Keratitis), ist eine seltene genetisch bedingte Krankheit, die zur Ichthyosis hystrix gezählt werden kann.[3]
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| Q80.8[1] | Sonstige Ichthyosis congenita |
| H90.5[2] | Hörverlust durch Schallempfindungsstörung, nicht näher bezeichnet |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| LD27.2 | Syndromatische Ichthyose |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Synonyme sind: Ichthyosis hystrix Rheydt; Erythrokeratodermia progressiva Burns; Ichthyosis hystrix gravior, Typ Rheydt; Keratitis-Ichthyosis-Taubheit-Syndrom; Keratitis-Ichthyose-Taubheit/Hystrix-ähnliche Ichthyose-Gehörlosigkeit; KID/HID-Syndrom; Senter-Syndrom; englisch keratitis-ichthyosis-deafness syndrome; KID-Syndrom KID
Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahre 1915 durch den US-amerikanischen Hautarzt Frederick S. Burns.[4]
Ursache und Vererbungsmodus
Symptome
An Hornhautveränderungen treten Hornhauttrübung verbunden mit Lichtscheue und Visusverminderung auf. Mögliche Veränderungen an der Haut sind Verhornungsstörungen, Nesselsucht, Hautrötung, Ausschlag, dünne oder fehlende Augenbrauen und Wimpern, schütteres feines Haar bis hin zur Glatzenbildung, verdickte oder hypoplastische Finger- und Zehennägel, vermindertes Schwitzen. Darüber hinaus können Anomalien der Zungenschleimhaut, des Zahnfleischs und der Mundschleimhaut auftreten.
Die Veränderungen am Zentralnervensystem können in einer Agenesie oder Hypoplasie des Kleinhirns mit fehlenden oder verminderten Reflexen und Halbseitenlähmung sowie Innenohrschwerhörigkeit bestehen.
Weitere mögliche Veränderungen sind Hodenektopie oder Kryptorchismus, Megacolon (Morbus Hirschsprung) und Minderwuchs.
Differentialdiagnose
Abzugrenzen sind:[3]
- Erkrankungen aus der Gruppe der Erythrokeratodermien
- das Clouston-Syndrom
- die Keratosis follicularis spinulosa decalvans
- die Palmoplantarkeratose - kongenitale Alopezie