KOMM MIT

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Komm mit gemeinnützige Gesellschaft für internationale Jugend-, Sport- und Kulturbegegnungen mbH (Eigenschreibweise: KOMM MIT) ist ein Sportveranstalter. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist die interkulturelle Jugendbegegnung und die Förderung der Völkerverständigung. Weitere Ziele sind die Förderung des ehrenamtlichen Engagements, die gesundheitliche Aufklärung, soziale Gerechtigkeit sowie die Geschlechtergleichheit.

Schnelle Fakten
KOMM MIT
Rechtsform gGmbH
Gründung 1983
Sitz Bonn
Leitung Markus Egyptien, Florian Heuschmid, Philipp Reinartz[1]
Branche Jugend-, Sport- und Kulturbegegnungen
Website www.komm-mit.com
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An den europaweiten Sportbegegnungsveranstaltungen nehmen jedes Jahr mehr als 25.000 Jungen und Mädchen aus rund 60 verschiedenen Nationen. Des Weiteren veranstaltet Komm mit seit mehr als 25 Jahren eine Bildungsreise für ehrenamtliche Jugendtrainer/Jugendtrainerinnen, Schiedsrichter/Schiedsrichterinnen und Jugendleiter/Jugendleiterinnen, um Wissens zu vertiefen und den Austausch zu fördern.

Geschichte

Die Gesellschaft wurde 1983 von Karlheinz Reinartz in Bonn gegründet. Komm mit hatte zunächst Fußball, Judo, Tennis, Squash und Reiten im Programm. 1984 wurde die erste Turnierveranstaltung angeboten, das „1. internationale Pfingstturnier“ an der Costa Brava in Spanien. Die Fokussierung auf die Völkerverständigung unter Kindern und Jugendlichen sowie auf den Fußball erfolgte Anfang der 90er Jahre. 1993 veranstaltete die Gesellschaft ihr einziges außereuropäisches Turnier im Senegal. Im gleichen Jahr wurde sie Kooperationspartner des DFB für die Jugendförderung. In den nachfolgenden Jahren fand eine Vielzahl von Turnieren und Förderprojekten statt. Darunter im Jahr 2000 die Turnierveranstaltung „Alltogether 2000“ in Leipzig zu Ehren des 100-jährigen Bestehens des Deutschen Fußball-Bunds. Im Jahr 2008 fand erstmals das Alltogether european youth football festival statt. Dieses Festival wurde auch im Jahr 2011 und 2014 veranstaltet.[2] Seit Dezember 2022 ist die Organisation Mitglied der Initiative "Football For The Goals" der Vereinten Nationen.[3]

Förderprojekte

Komm mit möchte das Verständnis von Kindern und Jugendlichen füreinander stärken. Über den Fußballsport sollen Werte wie Respekt, Rücksichtnahme und Akzeptanz gefestigt, Vorurteile abgebaut und ein friedliches Zusammenleben in Europa und der Welt gefördert werden. Die Förderprojekte umfassen auch gesundheitlichen Aufklärung, Vereinsförderung (u. a. Ausrüstung) sowie das ehrenamtliche Engagement.[4]

Von der Basis für die Basis
KOMM MIT-Kreislauf

Herzstück der Arbeit von Komm mit ist die Organisation von internationalen Sportveranstaltungen, um die interkulturelle Begegnung sowie die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Dazu finanziert Komm mit Förderprojekte und bezuschusst die Vereinsarbeit. Komm mit finanziert sich selbst. An den Veranstaltungen haben mehr als 700.000 Kinder und Jugendliche aus mehr als 60 Nationen teilgenommen. Mehr als 100.000 Trikots und 40.000 Bälle wurden den Vereinen überlassen. Mehr als 2.500 ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer wurden geehrt. Teilnehmermannschaften von Veranstaltungen erhelten Reisekostenzuschüsse.[5]

Aktuelle Projekte

Aktion junges Ehrenamt

Seit 2015 ist Komm mit Kooperationspartner der DFB-Anerkennungskultur. Ziele dieser Partnerschaft sind die Anerkennung der ehrenamtlichen Leistung, die Aufmerksamkeit auf das Engagement des Nachwuchses zu richten und die Motivation junger Ehrenamtlicher zu stärken. Alle rund 270 Fußballkreise wählen jährlich junge Menschen, die sich durch herausragende Leistung im Jugendfußball verdient gemacht haben. Die Gewinner im Alter zwischen 18 und 30 Jahre, werden in der Folge vom DFB ausgezeichnet und zu einer Bildungsreise nach Spanien eingeladen. Die erste Auszeichnung dieser Art fand im Oktober 2016 in Santa Susanna (Spanien) statt.[6]

Girl Power

Jährlich schafft Komm mit sportliche Angebote für Mädchenmannschaften in mehreren Ländern Europas.[7]

Die Zukunft im Blick – sei clever und leb gesund

Seit 2012 betreiben die Deutsche Krebshilfe und Komm mit ein Präventionsprojekt im Kinder- und Jugendfußball durch. Unter dem Motto „Die Zukunft im Blick! Sei clever – leb gesund!“ werden Aktionen zu den Themen „ausgewogenen Ernährung“, „vorsichtiger Umgang mit der UV-Strahlung“ und „Nichtrauchen“ umgesetzt.[8]

Auszug von Projekten aus der Vergangenheit

  • 100 stille Helden (Jugendtrainer 2013–2015)
  • Schiedsrichter mit Pfiff (Maßnahme zur Förderung des Schiedsrichterwesens)
  • Bist du stärker als Alkohol (Maßnahme der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)
  • Straßenkinder unserer Einen Welt (dsj-Aktion mit Jürgen Klinsmann)
  • Jugendtrainer der Woche (Auszeichnung für Jugendtrainer, die sich auf Grund herausragender Tätigkeiten verdient gemacht haben)
  • Girls am Ball – Projekt 2011 (verschiedene Fördermaßnahmen zur Stärkung und Förderung des Mädchenfußballs)

Besondere Events

Alltogether - European youth football Festival

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Gesellschaft und zum 15-jährigen Bestehens der EU fand im Juli 2008 erstmals das Alltogether - european youth football festival statt. An dieser Veranstaltung nahmen über 70 U15-Mannschaften aus 48 UEFA-Mitgliedsverbänden teil. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der UEFA.[9]

Daraus ging eine Veranstaltungsreihe hervor. Am Alltogether - european youth football festival 2010 nahmen Jugendmannschaften aus den 54 Nationen der UEFA-Mitgliedsverbände teil. Im Sommer 2010 fand im österreichischen Linz die Auftaktveranstaltung mit den U13 Jungen- und Mädchenmannschaften statt.[10] Vom 7. bis 12. Juli 2014 veranstaltete Komm Mit auf dem Maifeld-Gelände am Olympiastadion Berlin das dritte Alltogether – european youth football festival. Mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche aus 29 Nationen nahmen teil.[11]

U17-KOMM MIT 4-Nationenturnier

Jährlich im September veranstaltet der DFB das U-17-Komm-mit-4-Nationenturnier, bei dem die U-17-Nationalmannschaften von Deutschland, Niederlande, Italien und Israel gegeneinander antreten.Anschlißene veranstaltet Momm mit den „Four-Nations-Friendship-Cup“. Die teilnehmenden Jugendmannschaften vertreten die vier Nationen mit dem Ziel.[12]

Einzelnachweise

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