Kabinett Chautemps III

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Das dritte Kabinett Chautemps war eine Regierung der Dritten Französischen Republik. Es wurde am 23. Juni 1937 von Premierminister (Président du Conseil) Camille Chautemps gebildet und löste das Kabinett Blum I ab. Es blieb bis zum 14. Januar 1938 im Amt und wurde vom Kabinett Chautemps IV abgelöst.

Kabinett Chautemps 1937 (von links: Brunet, Ricart, Zay, Faure, Blum)

Dem Kabinett gehörten Vertreter der Front populaire an: Parti républicain, radical et radical-socialiste (PRRRS), Section française de l’Internationale ouvrière (SFIO), Union socialiste républicaine (USR) und Ligue de la jeune République (JR).

Kabinett

Diese Minister bildeten das Kabinett:

Unterstaatssekretäre

Dem Kabinett gehörten folgende Sous-secrétaires d’État an:

  • Premierminister: William Bertrand[8] (PRRRS)
  • Innenministerium: Raoul Aubaud[9] (PRRRS)
  • Außenministerium: François de Tessan[10] (PRRRS)
  • Finanzministerium: René Brunet[11] (SFIO)
  • Landwirtschaftsministerium: André Liautey[12] (PRRRS)
  • Kriegsmarine: François Blancho[13] (SFIO)
  • Bildungsministerium; zuständig für technische Ausbildung: Alfred Jules-Julien[14] (PRRRS)
  • Handelsmarine: Henri Tasso[15] (SFIO)
  • Ministerium für öffentliche Arbeiten: Paul Ramadier (USR)
  • Ministerium für öffentliche Gesundheit; zuständig für die Organisation von Freizeit und Sport und körperliche Erziehung: Léo Lagrange (SFIO)
  • Ministerium für Luftfahrt: Henry Andraud[16] (USR)
  • Handelsministerium: Max Hymans[17] (USR)
  • Kolonialministerium: Gaston Monnerville (PRRRS)
  • Arbeitsministerium: Philippe Serre (JR)

Historische Einordnung

Finanzminister Bonnet wertete den Franc weiter ab.[18][19] Im August 1937 wurden die Eisenbahnen verstaatlicht und in der Folge die SNCF gegründet.[18] Nach einem versuchten Staatsstreich am 15. und 16. November 1937 wurde die rechte Terrororganisation Cagoule verboten.[20] Die Regierung Chautemps trat zurück, nachdem sie sich mit den unterstützenden Kommunisten überworfen hatte und darauf die sozialistischen Minister demissionierten.[21]

Einzelnachweise

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