Kaibitz

Gemeindeteil (Dorf) und Gemarkung von Kemnath, einer Stadt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth From Wikipedia, the free encyclopedia

Kaibitz ist ein Gemeindeteil (Dorf) und eine Gemarkung von Kemnath, einer Stadt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth.

Geographie

Kaibitz liegt an der Haidenaab. Die Gemarkung Kaibitz (094232) umfasst 9,021 km² und hat 46 Einwohner.[1]

Geschichte

Wann die Burg zu Kaibitz gegründet wurde, ist nicht bekannt, aber aufgrund von Parallelen zu dem nahen Schloss Wolframshof kann eine Gründung im 11. Jahrhundert angenommen werden.

Kaibitz wird im Leuchtenberger Lehenbuch um 1400 mit mehreren Besitzern (Hainrich Oberndorffer, Herman, Hanns, Albrecht und Ott di Santner, Hans Erlpeckkch) genannt, wobei nicht klar ist, wer im Besitz der Burg war. Es kann sein, dass die Leuchtenberger danach Kaibitz an die Wittelsbacher verkauft haben. 1418 verkaufte Paulus Grünhofer den Hammer an Ulrich Löneiß. Von da an sind die Löneiß sowohl Eigentümer des Hammers wie auch des Landsassengutes. Der Eisenhammer wird 1387 als Mitglied der Oberpfälzer Hammereinigung genannt.[2] 1507 erscheint Kaibitz als pfälzisches Lehen, wobei hier Wilhelm und Georg Löneiß genannt werden. 1518 bis 1550 wird noch Jorg Loneiß zu Keybiz und Schonreut genannt. Aus einem Bericht des Johann German Barbing an den Kurfürst Ferdinand Maria vom 16. Januar 1666 heißt es: "Keubitz. Der dortige Schinhammer gehört Abel Mosens (Mos) nachgelassenen Erben; er ist z. Z. nicht gangbar. Weil aber die Hammerhütte und anderes Gebäu noch ziemlich in Esse, könnte derselbe, wenn das Gut anderwärts verkauft würde, wieder gangbar gemacht werden."[3] 1771 kam der Ort zum Kurfürstentum Bayern.

Mit den Bayerischen Gemeindeedikten Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Kaibitz 1808 ein Steuerdistrikt und bildete ab 1818 eine Landgemeinde mit Selbstverwaltung. 1946 wurde Kaibitz nach Löschwitz eingemeindet. Löschwitz (mit Kaibitz) kam am 1. Januar 1978 zu Kemnath.[4]

Besitzer des Schlosses Kaibitz war ab 1939 der Autor und Drehbuchverfasser Erich Ebermayer, der hier auch begraben ist.[5]

Einzelnachweise

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