Kalambaka

Kleinstadt in Griechenland From Wikipedia, the free encyclopedia

Kalambaka (griechisch Καλαμπάκα (f. sg.); alternative Transkription Kalampaka auch Kalabaka) ist eine Stadt in der griechischen Region Thessalien. Sie ist Verwaltungssitz der Gemeinde Meteora, die mit rund 1.650 km² seit 2011 die an Fläche zweitgrößte griechische Gemeinde ist.

Schnelle Fakten Stadtbezirk Kalambaka Δημοτική Κοινότητα Καλαμπάκας (Καλαμπάκα), Basisdaten ...
Stadtbezirk Kalambaka
Δημοτική Κοινότητα Καλαμπάκας (Καλαμπάκα)
Kalambaka (Griechenland)
Kalambaka (Griechenland)
Basisdaten
StaatGriechenland Griechenland
RegionThessalien
RegionalbezirkTrikala
GemeindeMeteora
GemeindebezirkKalambaka
Geographische Koordinaten39° 42′ N, 21° 38′ O
Höhe ü. d. M.242 m
(Durchschnitt)
Fläche48.315
Einwohner8619 (2011[1])
LAU-Code-Nr.26020101
Ortsgliederung3
Website:www.kalabakacity.gr
Blick auf Kalambaka von den Meteora-Felsen
Blick auf Kalambaka von den Meteora-Felsen
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Bahnhof Kalambaka, im Hintergrund einer der Meteora-Felsen

Geographie

Die Stadt Kalambaka liegt am Fuß der Meteora-Klöster im nordwestlichsten Teil der Ebene von Thessalien, die durch den Pinios und seine Nebenflüsse gebildet wird. Der Stadtbezirk erstreckt sich über etwa 48 km² von den nordöstlich der Stadt gelegenen Meteora-Klöstern auf die gegenüberliegende Flussseite des Pinios bis zu den nordöstlichen Höhenzügen des Koziakas, der die thessalische Ebene nach Westen hin begrenzt und den östlichen Beginn des Pindos-Gebirges darstellt.

Zum Stadtbezirk Kalambaka zählen die beiden südlich auf der anderen Seite des Pinios gelegenen Dörfer Agia Paraskevi und Vitoumas. Die Stadt Kalambaka selbst hat 8330 Einwohner.[1]

Geschichte

Ungefähr an der Stelle des modernen Kalambaka dürfte sich die antike Stadt Aiginion befunden haben, die lange zum thessalischen Distrikt Hestiaiotis gehörte und 191 v. Chr. an das Königreich Makedonien überging. 167 v. Chr. wurde die Stadt von den Römern zerstört; ihre weitere Geschichte ist unklar. In Ermangelung eindeutiger archäologischer Reste ist die genaue Verortung Aiginions noch unklar. Auf eine gewisse antike Vorgängerbebauung am Ort des heutigen Kalambaka deuten die Ruinen einer frühchristlichen Kirche bei der heutigen Pfarrkirche Kimisis Theotokou hin. Im Mittelalter ist Kalambaka auch als Siedlung nachgewiesen, nun unter dem Namen Stagoi und erstmalig in einer Bischofsliste aus der Regierungszeit des byzantinischen Kaisers Leon VI. (886–912). Es entstand auch eine Festung an dem Ort, der Kaiser Basileios II. im Jahr 1018 einen Besuch abstattete und die heute vollständig überbaut ist. Ab dem 14. Jahrhundert entstanden die Meteora-Klöster, die Stagoi/Kalambaka zu einem bekannten Zentrum des Mönchtums machten.[2]

Verkehr

Straße

Durch die südwestlichen Stadtviertel verläuft die Nationalstraße 6 die hier abschnittsweise identisch mit der Europastraße 92 ist und Igoumenitsa am Ionischen Meer im Westen mit Volos am Pagasitischen Golf im Osten verbindet.

Schiene

Der Bahnhof von Kalambaka ist ein Kopfbahnhof und Endpunkt der Bahnstrecke Paleofarsalos–Kalambaka, die 1882 als meterspurige Schmalspurbahn in Betrieb ging, Ende der 1990er Jahre aber auf Normalspur umgespurt wurde und so ab Januar 2001 erneut in Betrieb ging. Hier verkehren täglich ein Intercity-Paar von und nach Athen sowie Regionalzüge nach Paleofarsalos an der Bahnstrecke Piräus–Platy.

Städtepartnerschaften

Zwischen Kalambaka und Schwabach in Bayern besteht seit 2002 eine Städtepartnerschaft.[3]

Commons: Kalambaka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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