Kaliumwolframat

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Kaliumwolframat ist eine anorganische chemische Verbindung des Kaliums aus der Gruppe der Wolframate.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Elementarzelle von Kaliumwolframat
_ K+ 0 _ W6+0 _ O2−
Kristallsystem

monoklin

Raumgruppe

C2/m (Nr. 12)Vorlage:Raumgruppe/12

Gitterparameter
  • a = 12,39 Å
  • b = 6,105 Å
  • c = 7,560 Å
  • β = 115,96°[1]
Allgemeines
Name Kaliumwolframat
Andere Namen
  • Kaliumwolframoxid
  • Dikaliumwolframat
Summenformel K2WO4
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 7790-60-5
EG-Nummer 232-215-2
ECHA-InfoCard 100.029.287
PubChem 3084032
Wikidata Q4124794
Eigenschaften
Molare Masse 326,03 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[3]

Dichte

3,12 g·cm−3 (25 °C)[3]

Schmelzpunkt

921 °C[3]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319335
P: 261280305+351+338304+340405501[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Kaliumwolframat kann unter anderem durch Reaktion von Calciumwolframat mit Kaliumfluorid gewonnen werden.[5]

Es entsteht auch beim Schmelzen von Kaliumpyrosulfat mit Wolframsäure.[6]

Eigenschaften

Kaliumwolframat ist ein farb- und geruchloser Feststoff,[2] der löslich in Wasser ist. Es existiert auch ein Dihydrat.[4] Kaliumwolframat besitzt bei Normalbedingungen eine Kristallstruktur mit der Raumgruppe C2/m (Raumgruppen-Nr. 12)Vorlage:Raumgruppe/12.[1] Es existieren jedoch noch zwei weitere Modifikationen bei Normaldruck und eine Hochdruckvariante. Erstere bilden sich bei 375 °C bzw. 455 °C, wobei letztere eine hexagonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe P63/mmc (Raumgruppen-Nr. 194)Vorlage:Raumgruppe/194 besitzt. Die Hochdruckvariante besitzt eine monokline Kristallstruktur.[7]

Verwendung

Kaliumwolframat wird bei der Nutzung von Solarenergie und in der Wasseraufbereitung eingesetzt. Es wird auch als Fällungsmittel für Alkaloide, in der Wolframgewinnung und als analytisches Reagens verwendet. Ferner wird es Brennstoffzellen mit geschmolzenem Karbonat hinzugefügt, um die Korrosion von Edelstahlteilen zu verzögern und das Sintern der Anode zu verhindern.[2]

Verwandte Verbindungen

Mit K0,33WO3,165 und Kaliumdiwolframat K2W2O7 sind mindestens zwei weitere Kaliumwolframate neben K2WO4 bekannt.[8][9]

Einzelnachweise

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