Kamp-Promenade

Einkaufszentrum in der Innenstadt von Osnabrück From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Kamp-Promenade ist ein Freiluft-Einkaufszentrum in der Innenstadt von Osnabrück, das am 16. September 2004 offiziell eröffnet wurde. Eigentümerin ist die Fondsgesellschaft WestInvest der Deka Immobilien. Seit Januar 2026 wird das Einkaufszentrum von der IPH-Gruppe betrieben, die den Betrieb von der Völkel Real Estate übernahm.[1]

Schnelle Fakten
Kamp-Promenade
Kamp-Promenade
Der zentrale Platz der Kamp-Promenade im August 2017
Basisdaten
Standort: Osnabrück-Innenstadt
Eröffnung: September 2004
Gesamtfläche: ca. 20.000 m²
Verkaufsfläche: ca. 15.600 m²
Geschäfte: 27
Eigentümer: Deka WestInvest
Betreiber: IPH Centermanagement GmbH
Website: kamp-promenade.de
Verkehrsanbindung
Haltestellen: Neumarkt, Kamp-Promenade/Adolf-Reichwein-Platz
Omnibus: Metrobuslinien M1, M2, M5 - Stadtbuslinien 15 und 18, Ringlinie 10/20, sowie weitere Regional- und Schnellbuslinien
Parkplätze: 300
Technische Daten
Bauzeit: 2002–2004
Erweiterung: 2013–2014
Architekten: Lindemann und Partner
Erweiterung: Römer und Partner
Lage des Einkaufszentrums
Koordinaten: 52° 16′ 24,5″ N,  2′ 47,7″ O
Kamp-Promenade (Niedersachsen)
Kamp-Promenade (Niedersachsen)
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Beschreibung

Bei der Kamp-Promenade handelt es sich um eine offene Innenstadterweiterung mit fünf Gebäudeteilen arrangiert um einen zentralen Platz mitten in der Osnabrücker Fußgängerzone. Mit der Errichtung des Zentrums entstand im Bereich Große Straße/Kamp/Große Hamkenstraße und Kleine Hamkenstraße ein neues Quartier. Die Promenade umfasst rund 20.000 m² Mietfläche, aufgeteilt in die Verkaufsfläche für ca. 27 Einheiten im Bereich Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen sowie rund 4.200 m² Bürofläche. Außerdem besteht eine öffentliche Tiefgarage Kamp-Garage mit 300 Stellplätzen.[2]

Planung und Bau

Die Fläche, auf der sich heute die Kamp-Promenade befindet, wurde zuvor jahrzehntelang als Parkplatz und Anlieferzone für die Geschäfte des östlich gelegenen Haupteinkaufsbereiches Große Straße genutzt.[3] Aufgrund der zentralen Lage sollte das Grundstück dauerhaft hochwertiger genutzt werden. Ein im Jahr 1980 aufgestellter Bebauungsplan sah den Bau eines Kulturzentrums vor, in dem die Universitätsbibliothek, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule Osnabrück zusammen untergebracht werden sollten.[4] Aus finanziellen Gründen konnte jedoch nur die Universitätsbibliothek auf einer Teilfläche umgesetzt werden. In den 1990er Jahren kamen Ideen zur Errichtung eines Multiplex-Kinos oder eines neuen Busbahnhofes als Ersatz für den Neumarkt auf, die verworfen wurden. Ab 1997 wurde schließlich die Schaffung neuer Einzelhandelsflächen vorangetrieben und 1998 ein Investorenwettbewerb veranstaltet. Im Jahr 2002 wurde sich mit der niederländischen Multi Corporation über die Umsetzung des Projektes geeinigt.[3]

Realisiert wurde die Kamp-Promenade durch die Projektgesellschaft MDC Laternenplatz der Multi Development Germany GmbH (zuvor AM Development Germany GmbH). Das städtebauliche Konzept stammt von der Multi-Tochtergesellschaft T+T Design aus Gouda (Niederlande). Die architektonische Umsetzung erfolgte durch die Architekten Lindemann und Partner aus Braunschweig. Die Ausführungsplanung erbrachten die Architekten Schröder Schulte-Ladbeck. Für die Bauausführung als Generalunternehmer zeigte sich Hochtief verantwortlich.[5]

Das Zentrum wurde im Zeitraum 2002 bis 2004 errichtet. Drei Teilgebäude der Kamp-Promenade wurden freistehend auf der Platzfläche errichtet und eines als Verbindung zur Großen Straße in die bestehende Bebauung integriert. Dadurch entstanden 13.000 m² Verkaufsfläche und 2000 m² Bürofläche sowie eine Tiefgarage mit 245 Stellplätzen.[5]

Da Ende 2009 eine Filiale der damals insolventen Deutschen Woolworth geschlossen wurde, die in einem sanierungsbedürftigen Gebäude nördlich der Kamp-Promenade zwischen Große Hakmenstraße, Kleine Hamkenstraße und Jürgensort ansässig war[6], ergab sich die Möglichkeit zur Erweiterung des Einkaufszentrums. Nach einem Wettbewerb im Jahr 2011, den das Architekturbüro Römer und Partner (Köln) gewann[7], errichtete MBN dort bis 2014 ein vierstöckiges Geschäftshaus, das die Kamp-Promenade ergänzt und seitdem ihren nördlichen Eingang bildet.[8] Außerdem wurde die Tiefgarage auf 300 Stellplätze erweitert.

Das Logo der Kamp-Promenade stellt die fünf Gebäudeteile mit ihren unterschiedlichen Grundrissen und Fassaden-Materialien (unter anderem handgebrannter Klinker, Sandstein, vorpatiniertes Kupfer) in verschiedenen Farben dar.

Auszeichnungen

Die Kamp-Promenade wurde im April 2005 vom International Council of Shopping Centers (ICSC) als „Bestes Europäisches Shopping Center“ ausgezeichnet und erhielt im Dezember 2005 weiterhin den ICSC International Design and Development Award 2005.[9]

Commons: Kamp-Promenade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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