Kanice
Gemeinde in Tschechien
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Kanice (deutsch Kanitz) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt elf Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums von Brno und gehört zum Okres Brno-venkov.
| Kanice | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Jihomoravský kraj | |||
| Bezirk: | Brno-venkov | |||
| Fläche: | 823 ha | |||
| Geographische Lage: | 49° 16′ N, 16° 43′ O | |||
| Höhe: | 316 m n.m. | |||
| Einwohner: | 1.098 (1. Jan. 2023)[1] | |||
| Postleitzahl: | 664 01 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | B | |||
| Verkehr | ||||
| Straße: | Bílovice nad Svitavou – Jedovnice | |||
| Struktur | ||||
| Status: | Gemeinde | |||
| Ortsteile: | 1 | |||
| Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Vladimír Kalivoda (Stand: 2010) | |||
| Adresse: | Kanice 76 664 01 Babice nad Svitavou | |||
| Gemeindenummer: | 583197 | |||
| Website: | www.obeckanice.eu | |||
Geographie
Kanice befindet sich im Drahaner Bergland. Das von Wäldern umgebene Dorf liegt am südlichen Rand des Landschaftsschutzgebietes Moravský kras und wird vom Bach Hlávečný potok durchflossen. Nördlich erheben sich die Baba (496 m) und Vysoká (492 m) sowie im Osten die Skalka (478 m).
Nachbarorte sind Habrůvka und Křtiny im Norden, Březina im Nordosten, Nový Dvůr, Lhotky und Obce im Osten, Ochoz u Brna im Südosten, Řícmanice im Südwesten sowie Ptačinek und Babice nad Svitavou im Nordwesten.
Geschichte
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes Kanicz datiert auf das Jahr 1365, als Čeněk Krušina von Lichtenburg seiner Ehefrau Dorothea die Burg Ronov und die zugehörigen Dörfer als Leibgedinge zuwies. Zu dieser Zeit bestand der Ort aus einem Hegerhaus sowie einigen Häusern, in denen Bauern, Köhler und Holzfäller lebten. Zudem bestand eine Kalkbrennerei. Nach Čeněks Tod gelangte das Dorf an Markgraf Jobst von Mähren, der es 1411 an die Herren von Boskowitz verpfändete. Die Boskowitzer schlugen das Dorf der nahegelegenen Herrschaft Nový hrad zu. 1562 überließ Kaiser Ferdinand I. die Herrschaft Nový hrad mit allem Zubehör, darunter auch Kanice, als erbliches Gut an Albrecht von Boskowitz und Černahora. 1645 eroberten schwedische Truppen die Burg Nový hrad und brannten sie nieder. Anschließend wurde Kanice der Herrschaft Pozořice angeschlossen. Seit dem 18. Jahrhundert gehörte Kanice als Katastralgemeinde zu Řícmanice. Beide Orte verwendeten ein gemeinsames Siegel. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Kanice der Herrschaft Pozořice untertänig.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Kanice einen Ortsteil der Gemeinde Řícmanice in der Bezirkshauptmannschaft Brünn. 1854 wurde ein neues Schulgebäude errichtet. 1867 entstand die Gemeinde Kánice. 1869 zählte der Ort 50 Häuser und 354 Einwohner. 1921 wurde Kanice dem Okres Brno-venkov zugeordnet. Zwischen 1948 und 1960 war die Gemeinde Teil des Okres Brno-okolí. Kanice gehört heute der Mikroregion Časnýř an.
In Kanice befindet sich ein Teil des Archivs der Sicherheitsdienste. Es werden hier unter anderem die Unterlagen des kommunistischen Geheimdienstes Státní bezpečnost aufbewahrt.
Gemeindegliederung
Für die Gemeinde Kanice sind keine Ortsteile ausgewiesen.
Partnergemeinde
- Spillern, Österreich, seit 2003
