Karl August Kroth
deutscher Politiker (CSU), MdL Bayern
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Karl August Kroth (* 15. Oktober 1893 in Bendorf; † 11. Januar 1980) war ein deutscher Politiker der CSU.
Leben und Beruf
Am 15. Oktober 1893 wurde Karl August Kroth als Sohn des Druckereibesitzers Anton Kroth in Bendorf bei Koblenz geboren. Durch den Umzug der Eltern verbrachte er die ersten Schuljahre in Krefeld. Ab 1903 besuchte er ein humanistisches Gymnasium in Altona und später in Hamburg. In der Obersekunda verließ er das Gymnasium und studierte Musik am Konservatorium in Hamburg, um sich auf eine musikalische Laufbahn vorzubereiten. 1914 holte er das Abitur als Externer am Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek nach. Durch eine Lungenkranheit wurde er nicht als Soldat im Ersten Weltkrieg eingezogen. Er unternahm zur Erholung Reisen durch Deutschland, die Schweiz und Italien. Am 13. April 1918 musste sich der damalige Student der Philosophie vor dem Münchner Schöffengericht verantworten, da er in der Fastenzeit eine Tanzveranstaltung organisiert hat. Er wurde zu sechs Wochen Haft verurteilt.[1] Kroth studierte Germanistik, Philosophie, Kunstgeschichte und Musik in Frankfurt/M. und München. Im Frühjahr 1921 promovierte er zum Dr. Phil. im Fach Musik. Kroth war ein begeisterter Autofahrer. 1924 fuhr er mit einem Maybach-Motorenbau von München nach Palermo und zurück und berichtete über die 2.500 km lange Fahrt in der Zeitschrift Der Motorfahrer. Kroth war in den 1930er Jahren bis 1945 als Werbeleiter der Firma Fichtel & Sachs und für die Firma Opel tätig. Er lebte von 1937 bis 1953 in Schweinfurt, zeitweilig aber auch in Bendorf und in Stuttgart.
Politik
1945 war er Mitbegründer der CSU. 1946 gehörte Kroth der Verfassunggebenden Landesversammlung an. Im November 1949 rückte er für den ausgeschiedenen Wilhelm Laforet in den Bayerischen Landtag nach, dem er bis zum Ende der Wahlperiode rund ein Jahr später angehörte. Im Landtag vertrat er den Wahlkreis Unterfranken und gehörte dem Ausschuss für sozialpolitische Fragen an.
Veröffentlichungen
- Walzer in A-Dur, Halbreiter, München 1917.
- Die mysthischen und mythischen Wurzeln der ästehtischen Tendenzen Georg Philipp Harsdörfers (1607–1658), Diss., München 1922. Druckfassung (stark gekürzt) 1924.
- Mit dem Kraftwagen nach Sizilien, in: Der Motorradfahrer, Nr. 19, 1924.
- Das Werk Opel, Berlin 1927.
- Mein Auto. Ein Handbuch für Autobesitzer und alle, die es werden wollen, Stuttgart 1930.
- Hartmuth Pfeil, Darmstadt, Werbegrafiker, in: Gebrauchsgrafik, 1938, S. 3–18.
- Festrede, gehalten am 2. Juni 1938 in München bei der Fünfzigjahrfeier des Vereins Deutscher Fahrrad-Industrieller, Potsdam 1938.
Weblinks
- Abgeordnetenprofil von Karl August Kroth auf der Seite des Bayerischen Landtags
- Profil von Karl August Kroth in der Bavariathek (archivierte Fassung vom 9. September 2021)