Karl Brenk
deutscher Schauspieler (1904-1989)
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Karl Brenk (* 9. November 1904 in Hamburg; † 9. April 1989 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler.
Leben
Karl Brenk entstammt einer Hamburger Arbeiterfamilie und debütierte bereits als neunjähriger Chorknabe am Hamburger Opernhaus. Aus finanziellen Gründen blieb ihm seinerzeit jedoch eine künstlerische Ausbildung verwehrt. Stattdessen absolvierte er eine Tischlerlehre. Ab 1925 nahm er in Dresden an der Dalcroze Tanzschule in Hellerau Schauspielunterricht. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Technischer Zeichner bei den Deutschen Werkstätten in Hellerau.
Sein erstes Schauspielengagement erhielt er 1928 am Kurtheater in Bad Flinsberg. 1929 erhielt er ein Engagement am Hamburger Schauspielhaus. Anfang der 1930er Jahre begründete er gemeinsam mit Kollegen das „Kollektiv Hamburger Schauspieler“. 1931 wurde er Mitglied der KPD. Durch das Aufkommen des Nationalsozialismus und nach einem Überfall durch die SA floh er nach Dresden und spielte dort am Komödienhaus.
In den folgenden Jahren hatte er Engagements u. a. in Berlin, Greifswald, Warmbrunn, Kattowitz-Beuthen, Mecklenburgische Landesbühne. Er gründete 1939 in Berlin das Kabarett "Dachluke". 1941 wurde er zur Marine eingezogen und war bis Kriegende als Spielleiter und Schauspieler unterwegs.
1945 war er in Norwegen in britischer Kriegsgefangenschaft interniert. 1946 Rückkehr nach Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg startete er eine neue künstlerische Laufbahn, spielte an diversen Berliner Bühnen, arbeitete für den Rundfunk und für Film und Fernsehen. Besonders hervorhebenswert sind seine Rollen in Kurt Maetzigs Film "Ernst Thälmann - Führer seiner Klasse" und in Frank Beyers Film "Spur der Steine". Für das Kinderprogramm von Radio DDR I erlangte er mit der Verkörperung des Käpt'n Brise im Butzemannhaus besondere Popularität.
Filmografie (Auswahl)
- 1952: Das verurteilte Dorf
- 1954: Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse
- 1954: Stärker als die Nacht
- 1954: Leuchtfeuer
- 1955: Ernst Thälmann – Führer seiner Klasse
- 1955: Das Stacheltier: Die gute alte Zeit
- 1956: Das Stacheltier: Der weiche Artur
- 1957: Schlösser und Katen
- 1958: Das Lied der Matrosen
- 1959: Kapitäne bleiben an Bord
- 1959: Blaulicht: Zweimal gestorben
- 1960: Fernsehpitaval: Der Fall Haarmann (Fernsehreihe)
- 1960: Der schweigende Stern
- 1961: Gewissen in Aufruhr (Fernsehfilm)
- 1962: Freispruch mangels Beweises
- 1962: Die Entdeckung des Julian Böll
- 1963: Christine
- 1965: Wolf unter Wölfen (Fernsehfilm)
- 1966: Spur der Steine
- 1967: Begegnungen (Fernsehfilm)
- 1970: Fiete Stein (Fernsehfilm)
- 1971: Rottenknechte (Fernsehfilm)
- 1971: Verwandte und Bekannte (Fernsehfilm)
- 1972: Polizeiruf 110: Blütenstaub (Fernsehreihe)
- 1972: Gefährliche Reise (Fernsehserie)
- 1973: Polizeiruf 110: In der selben Nacht (Fernsehreihe)
- 1973: Stülpner-Legende (Fernsehserie)
- 1979: Herbstzeit (Fernsehfilm)
- 1980: Am grauen Strand, am grauen Meer (Fernsehfilm)
- 1987: Einzug ins Paradies (Fernsehserie)
Hörspiele
- 1951: Friedrich Karl Kaul: Funkhaus Masurenalle (Hartmann) – Regie: Gottfried Herrmann (Berliner Rundfunk)
- 1951: Hedda Zinner: Spiel ins Leben – Regie: Hans Rodenberg (Theater der Freundschaft)
- 1959: Joachim Goll: Die Dienstreise (Portier) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1960: Hans Pfeiffer: Zwei Ärzte (Gründel) – Regie: Richard Hilgert (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1960: Anna und Friedrich Schlotterbeck: An der Fernverkehrsstraße 106 (Wittke) – Regie: Theodor Popp (Rundfunk der DDR)
- 1960: Hans Pfeiffer: Zwei Ärzte – Regie: Thomas Ruschin (Volksbühne Berlin – Theater im 3. Stock)
- 1961: Friedrich Wolf: Beaumarchais oder Die Geburt des Figaro (Spekulant) – Regie: Rudi Kurz (Volksbühne Berlin)
- 1965: Heinz Knobloch: Pardon für Bütten – Regie: Wolfgang Brunecker (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1969: Eduard Claudius: Vom schweren Anfang – Regie: Horst Liepach (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1969: Hans Siebe: Der Mitternachtslift – Regie: Fritz Göhler (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1972: Hans Draehmpaehl: Aktion Opa Heidemann (Opa Heidemann) – Regie: Detlef Kurzweg (Kinderhörspiel/Rätselsendung – Rundfunk der DDR)
- 1974: Joachim Witte: Alle Jahre wieder (Klüter) – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln – Rundfunk der DDR)
- 1975: Horst-Ulrich Semmler: Bereitschaftsdienst (Willi Schubert) – Regie: Maritta Hübner (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1977: Sabine Fischer: Eine seltsame Kiste (Klüter) – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln – Rundfunk der DDR)
- 1980: Ursula Damm-Wendler: Der Schmalfilm (Otto) – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln – Rundfunk der DDR)
Weblinks
- Karl Brenk bei IMDb
- Karl Brenk bei defa-sternstunden.de
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brenk, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 9. November 1904 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 9. April 1989 |
| STERBEORT | Berlin |