Karl Dyroff

deutscher Orientalist und Ägyptologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Dyroff (* 25. Februar 1862 in Aschaffenburg; † 12. November 1938 in München) war ein deutscher Orientalist.

Karl Dyroff

Leben

Karl Dyroff war ein Bruder von Anton Dyroff und Adolf Dyroff.

Nach dem Abitur am Gymnasium in Aschaffenburg studierte er ab 1880 an der Universität München Klassische Philologie. Im selben Jahr wurde er im Corps Suevia München recipiert.[1] Als Inaktiver wechselte er an die Universität Würzburg und die Universität Berlin. Nachdem er 1884 die Hauptprüfung in Altphilologie bestanden hatte, wurde er als Assistent am Neuen Gymnasium in Würzburg und danach am Luitpold-Gymnasium in München angestellt. Als Einjährig-Freiwilliger diente er in einem Aschaffenburger Jägerbataillon.

Nachdem er 1890 die Spezialprüfung bestanden hatte, wurde er zunächst am Alten Gymnasium in Würzburg, später am Luitpold- und Theresien-Gymnasium München als Studienlehrer angestellt. Neben seinem Schuldienst studierte er Orientalische Sprachen. Mit der Arabischen Sprache als Hauptfach wurde er Pfingsten 1892 an der Philosophischen Fakultät der LMU zum Dr. phil. promoviert.[2] Im Februar 1898 habilitierte er sich für Ägyptologie und semitische Sprachen. Bald außerordentlicher Professor, war er ab Januar 1898 am Antiquarium als Kustos, später als Konservator und Hauptkonservator angestellt.

Mit 52 Jahren meldete er sich im September 1914 als Kriegsfreiwilliger zum mobilen Landsturm. Seit Weihnachten 1914 Hauptmann, kämpfte er bis November 1918 in den Vogesen und an der Maas. Er wurde unter anderem mit dem Eisernen Kreuz I. Kl. ausgezeichnet.

Seit Dezember 1924 im Ruhestand, unverheiratet und von seinen Corpsbrüdern hochverehrt, starb „Philippus Arabus“ nach schwerer Krankheit. Er wurde im Familiengrab in Großkarolinenfeld beigesetzt.[3]

Veröffentlichungen

  • Zur Geschichte der Überlieferung des Zuhairdiwans. Dissertation, Universität München 1892 (Digitalisat).
  • mit Franz Boll, Jafar Ben Muhammad Al-balkh: Sphaera – Neue griechische Texte und Untersuchungen zur Geschichte der Sternbilder. Teubner, Leipzig 1903 (Digitalisat).
  • mit Balthasar Poertner: Aegyptische Grabsteine und Denksteine aus süddeutschen Sammlungen. Bd. 2: München. Straßburg 1904 (Digitalisat).

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI