Karl Hoffacker
deutscher Architekt, Bildhauer und Kunsterzieher
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Leben
Hoffacker wuchs in Heidelberg auf[1] und studierte an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Ab 1881 arbeitete er an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin, zunächst als Assistent und ab 1883 als Lehrer. 1886 wechselte er als Lehrer für Ornamentzeichnen, ab 1897 als Professor, an die Königliche Kunstschule zu Berlin. Dieses Amt bekleidete er bis 1897.[2] Von 1884 bis 1889 war er außerdem nebenamtlich Direktor der Zeichenschule des Lette-Vereins in Berlin.
1901 nahm Hoffacker zunächst einen Ruf als Direktor der Kunstgewerbeschule Zürich an, entschied sich aber noch im gleichen Jahr, stattdessen als Direktor der Kunstgewerbeschule Karlsruhe und des ihr angegliederten Kunstgewerbemuseums zu arbeiten. Dort wurde er nebenamtlich zum Vorstand des Karlsruher Kunstgewerbevereins gewählt. Von 1895 bis 1905 war er außerdem als Redakteur der Zeitschrift Kunstgewerbeblatt tätig.
Werk


- 1893: Ausstellungsbauten „Deutsches Dorf“ auf der World’s Columbian Exposition in Chicago (nicht erhalten)[3]
- 1896: Ausstellungsbauten „Alt Berlin“ auf der Berliner Gewerbeausstellung (nicht erhalten)[3]
- 1897: Dorfkirche in Kerzendorf (beauftragt durch den Gutsherrn Julius Leopold Schwabach; unter Denkmalschutz)
- 1897–1898: Umbau des Hauses des Vereins Berliner Künstler in Berlin, Bellevuestraße 3 (im Zweiten Weltkrieg zerstört)[3]
- 1902: Ausstellungshalle der Friedrich Krupp AG auf der Rheinisch-Westfälischen Industrie- und Gewerbeausstellung in Düsseldorf (Architektur nicht erhalten, Stahlkonstruktion wiederverwendet)
- Farbverglasungen im Rathaussaal in Heidelberg
Auszeichnungen
- 1896: Königlich Württembergischer Olga-Orden[4]
Literatur
- Hoffacker, Karl. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 17: Heubel–Hubard. E. A. Seemann, Leipzig 1924, S. 245 (biblos.pk.edu.pl).
- Feinster Geschmack. Architekt Karl Hoffacker starb vor jetzt 100 Jahren. In: StadtZeitung, Nr. 24 vom 14. Juni 2019, S. 3.
