Karl Hoffer

österreichischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Hoffer (* 29. März 1824 (laut Taufeintrag am 30. März 1824) in Wien[1]; † 10. April 1885 ebenda[2]) war Advokat und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.[3]

Leben

Karl Hoffer war Sohn des Juristen Josef Hoffer († 1847). Er ging von 1834 bis 1840 auf das akademische Gymnasium in Wien, besuchte danach Philosophische Jahrgänge und studierte Rechtswissenschaft an der Universität Wien. Im Jahr 1850 promovierte er zum Dr. iur. in Wien. Ab Oktober 1848 war er Mitglied des Sicherheits-Ausschusses und Vizepräsident des Studenten-Komitees in Wien und machte beim Wiener Oktoberaufstand 1848 mit. Im Jahr 1849 wurde er vom Kriegsgericht wegen Verbrechens des Aufruhrs zunächst zu 2 Jahren Kerker verurteilt, die Strafe wurde aber auf 10 Monate reduziert und schon nach 7 Monaten wurde er amnestiert (allerdings erst 1859 rehabilitiert). Er wurde für kurze Zeit Advokaturskonzipient in Köln, dann in Wien. 1862 wurde er Advokat in Wien und ging 1884 in den Ruhestand.

Er starb am 10. April 1885 im Alter von 61 Jahren laut Sterbebuch an einer Lungenentzündung.

Er war römisch-katholisch und ab 1867 verheiratet mit Antonia Stabl († 1871). Nach deren Tod heiratete er im Jahr 1872 Leopoldine Maschek, mit der er vier Kinder hatte, darunter mindestens zwei Söhne.

Karl Hoffer war von 1865 bis 1870 und von 1871 bis 1877 Mitglied im Niederösterreichischen Landtag (I., II. und III. Wahlperiode), als liberaler Abgeordneter der Städte (Wien IX.). Von 1866 bis 1883 war er Gemeinderat von Wien.

Politische Funktionen

Karl Hoffer war vom 4. November 1873 bis zu seinem Tod am 10. April 1885 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (V. und VI. Legislaturperiode) und war dort während der V. Legislaturperiode für die Kurie Niederösterreich, Städte 9 (Wien IX. Bezirk) und während der VI. Legislaturperiode für die Kurie Niederösterreich, Städte 1 (Wien I. Bezirk) zuständig.

Klubmitgliedschaften

Karl Hoffer war ab 1873 Mitglied im Fortschrittsklub (dabei mehrere Male deren Obmann-Stellvertreter bzw. Obmann), ab 1879 im Klub der Vereinigten Fortschrittspartei (dabei vom 3. Mai bis 19. November 1881 deren Obmann-Stellvertreter) und ab dem 19. November 1881 bei den deutschfortschrittlichen Vereinigten Linken.

Literatur

Einzelnachweise

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