Karl Kagerer
deutscher Garten- und Landschaftsarchitekt
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Wirken
Kagerer studierte von 1952 bis 1954 am Institut für Gartengestaltung und Landespflege an der damaligen Ingenieursschule für Gartenbau Weihenstephan. 1956 setzte er sein Studium bei Heinrich Wiepking-Jürgensmann an der Technischen Hochschule Hannover fort. Sein Studium schloss er 1960 bei Carl Ludwig Schreiber an der Technischen Hochschule München in Freising-Weihenstephan mit dem Diplomgrad Dipl. hort. (Diplomaticus rerum horticulturarum) ab.
Nach dem Studium eröffnete er 1960[2] sein eigenes Büro in Ismaning. Bekannt geworden ist sein Ende der 1960er Jahre zusammen mit dem Architekten Sep Ruf entworfener Tucherpark in München[3][4], der inzwischen denkmalgeschützt ist. Für seine Gestaltung am Rangierbahnhof München-Nord wurde er 1995 mit dem Deutschen Landschafts-Architektur-Preis ausgezeichnet.[5] Für die Deutsche Bundesbahn war Kagerer als Landschaftsarchitekt in den 1980er Jahren auch planend an der ICE-Neubaustrecke Fulda-Würzburg tätig.[6][7][8] Das Verkehrsmuseum Nürnberg zeigt in seiner Dauerausstellung (Stand August 2025) zwei Geländemodelle von Karl Kagerer für die Gestaltung von Tunnelportalen.
Seit 1961 hatte Karl Kagerer einen Lehrauftrag an der TU-München-Weihenstephan für das Fach „Technik der Landschaftsgestaltung“ inne, das er über 30 Jahre lang lehrte.[5] 1971 wurde er zum Honorarprofessor der TU München berufen.[5] Kagerer war zeitweise Leiter des Landesarbeitskreises Bayern in der Arbeitsgenmeinschaft Friedhof und Denkmal (AFD)[9] und Kuratoriumsmitglied in der Karl-Foerster-Stiftung für angewandte Vegetationskunde.[10]
Ein Teil seines Nachlasses wird im Architekturmuseum der TU München verwahrt.[11]