Karl Krietsch

deutscher Ornithologe und Oologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Krietsch, auch Carl Krietsch (* 26. Oktober 1877 in Aken (Elbe); † 14. Juni 1951 in Dessau), war ein deutscher Ornithologe und Oologe.

Leben und Wirken

Karl Krietsch wurde am 26. Oktober 1877 in der Kleinstadt Aken (Elbe) geboren. Am 6. März 1925 war er gemeinsam mit Otto Weichelt (1901–1954) und weiteren Personen Mitbegründer des Vereins für Vogelkunde, -schutz und -liebhaberei, aus dem später der Ornithologische Verein Dessau hervorging.[1] Bereits im ersten Jahr trat Krietsch vom Amt des 1. Vorsitzenden zurück und übergab es bei der ersten Jahreshauptversammlung an den bis dahin 2. Vorsitzenden, Otto Weichelt, der an diesem Tag 25 Jahre alt wurde.[1] Krietsch baute im Laufe mehrerer Jahrzehnte eine ansehnliche Oothek auf, die laut Zeitungsartikeln aus den frühen 1940er Jahren über 28.000 einzelne Exemplare umfasste. Seine Sammlung dokumentierte die Vielfalt der untersuchten Arten umfassend und diente sowohl der wissenschaftlichen Forschung als auch der Ausbildung und öffentlichen Präsentation. Mit der systematischen Erfassung, Katalogisierung und Aufbewahrung der Exemplare leistete Krietsch einen bedeutenden Beitrag in der Oologie und war in seinem Fachbereich ein im ganzen Reich angesehener Experte.[2][3] Des Weiteren machte er sich um ein „tönendes Vogelbuch“ verdient, indem er Vogelstimmen auf Schallplatte aufnahm, die anschließend wiederholt im Rundfunk ausgestrahlt wurde.[3] Am 14. Juni 1951 starb Krietsch, der bis zuletzt in Dessau lebte,[4] im Alter von 73 Jahren.

Einzelnachweise

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