Karl Pirko

österreichischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Karl Pirko war Sohn des Lohgerbers Franz Pirko. Im Jahr 1849 übersiedelte er nach Wien, wurde Rotgerber und war bis 1861 Lederfabrikant in Wien. Ab 1861 war er Gutsbesitzer in Pottenbrunn (heute in der Stadt St. Pölten gelegen). Er baute seinen Betrieb zu einem Musterbetrieb mit Kunstmühle und Dampfbrauerei aus. Ab 1878 übernahm sein Sohn die Leitung des Betriebs.

Von 1872 bis 1878 war er Obmann des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins St. Pölten, von 1879 bis 1893 Mitglied des Ausschusses des Vereins der Verfassungsfreunde in St. Pölten und ab 1883 Mitglied im Deutschen Nationalverein für Stadt und Land St. Pölten.

Er starb am 22. Dezember 1893 im Alter von 71 Jahren laut Sterbebuch an einem Lungenödem.

Er war römisch-katholisch und ab 1851 verheiratet mit Eleonora Eder († 1853), mit der er einen Sohn hatte. Nach ihrem Tod heiratete er 1854 Theresia Hallmayer, verwitwete Wagner († 1882), die mindestens eine Tochter aus ihrer ersten Ehe in die Beziehung mitbrachte. Er war der Vater des Agrarfachmanns und Politikers Franz von Pirko (1853–1919). Seine zweite Gattin war die Schwiegermutter des Anatoms Karl Langer von Edenberg (1819–1887).

Karl Pirko war von 1878 bis zu seinem Tod im Jahr 1893 Mitglied im Niederösterreichischen Landtag (IV., V. und VI. Wahlperiode), zunächst als Abgeordneter der Landgemeinden (St.Pölten) und ab September 1884 als Abgeordneter des Großgrundbesitzes.

Politische Funktionen

Karl Pirko war vom 10. Dezember 1878 bis zum 23. Januar 1891 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (V., VI. und VII. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Landgemeinden 1 (St. Pölten, Herzogenburg, Kirchberg an der Pielach, Melk, Neulengbach, Lilienfeld, Hainfeld, Tulln, Atzenbrugg) zuständig. Er war der Nachfolger des zurückgetretenen Gustav Held.

Klubmitgliedschaften

Karl Pirko war ab 1879 Mitglied im Klub der Liberalen, ab dem 19. November 1881 bei den Vereinigten Linken, ab 1885 beim Deutschösterreichischen Klub und ab dem 6. November 1888 bei den Vereinigten Deutschen Linken.

Literatur

Einzelnachweise

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