Karl Reckmann

deutscher Parteifunktionär (NSDAP) From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Reckmann (* 27. Dezember 1904 in Dorsten; † 22. Dezember 1964 in Herten) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP).

Leben

Karl Reckmann wurde als Sohn des Bankkaufmanns Carl Reckmann (* 1875 in Dorsten) und Auguste Papier geboren und machte nach der Primareife am Gymnasium Petrinum Dorsten eine Lehre bei der Essener Credit-Anstalt in Dorsten, war danach fünf Jahre in der Landwirtschaft seiner Eltern tätig und legte ein Volontariat bei einer Firma in Oberhausen ab. Er wurde Geschäftsführer der Allgemeinen Brennstoff-Handels-Gesellschaft in Duisburg und geriet in die Arbeitslosigkeit.

Zum 1. August 1932 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.246.810).[1] Er wurde Angestellter der Deutschen Arbeitsfront und Kreisobmann dieser Organisation in Bielefeld. Nachdem er das Amt des Kreisgeschäftsführers bzw. Personalamtsleiters in Paderborn-Büren übernommen hatte, war er zunächst von September 1939 bis Ende Januar 1941 für Otto Plagemann vertretungsweise NSDAP-Kreisleiter. Im Landkreis Grafschaft Schaumburg übte er anschließend das Kreisleiteramt bis Ende März 1942 aus und war zugleich bis März 1942 vertretungsweise Kreisleiter im Landkreis Schaumburg-Lippe, als er zur Wehrmacht einberufen wurde. Er nahm an den Kämpfen in Russland und Griechenland teil und war zuletzt als Leutnant Zug- und Kompanieführer und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er am 1. August 1948 entlassen wurde.

Im Entnazifizierungsverfahren wurde er am 19. Mai 1950 vom Hauptamt Münster in die Kategorie IV (minderbelastet) eingestuft.

Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Kaufmann (Vertreter einer Buchbinderei).

Familie

1935 heiratete er in Münster die Dorstener Kaufmannstochter Gertrud Maria Wulf, mit der er dei Söhne Dieter (* 1936), Jürgen (* 1940) und Thomas (* 1942) hatte.

Dorste Lexikon; Reckmann, Karl Digitalisat

Literatur

  • Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 181 (Digitalisat)

Einzelnachweise

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