Karl Wichmann

deutscher Bildhauer From Wikipedia, the free encyclopedia

Carl Friedrich Wichmann (* 28. Juni 1775 in Potsdam; † 9. April 1836 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer.

Karl Wichmann 1820 von Johann Heusinger 1820 für den Berlinischen Künstlerverein
Louis Ferdinand von Preußen (1772–1806) gestanden in Schloss Monbijou

Leben

Wichmann, Sohn eines Bildhauers, fertigte im Atelier seines Vaters seine erste Arbeit, einen Kampf des Herakles mit dem Nemeischen Löwen. Sein Vater, dadurch von seinem Talent überzeugt, gab Wichmann zu den Bildhauern Conrad Nicolaus Boy und Christian Unger in die Lehre. Später wurde er Schüler Johann Gottfried Schadows.

In Berlin war er befreundet mit den Bildhauern Christian Daniel Rauch und Philipp Wolf, den Malern Rosentreter und Karl Kretschmar und dem Stempelschneider Johann Ludwig Jachtmann. Von 1806 bis 1828 war er Mitglied der Berliner Akademie der Künste.[1] 1814 gehörte er zu den 32 Gründungsmitgliedern des Berlinischen Künstler-Vereins. Im Jahr 1819 ging er mit Rudolf Schadow nach Italien. Dort traf er seinen jüngeren Bruder Ludwig Wilhelm Wichmann, mit dem er 1821 nach ihrer Rückkehr nach Berlin ein gemeinsames Atelier gründete. Er widmete sich von dieser Zeit an hauptsächlich der Porträtplastik. 1831 reiste er nach St. Petersburg um die von ihm gefertigte Statue der Kaiserin Alexandra von Russland aufzustellen. Dort erhielt er mehrere Aufträge und wurde für seine Verdienste mit dem St. Annenorden 3. Klasse und der Ehrenmitgliedschaft in der Petersburger Akademie der Künste geehrt. Zudem wurde er Mitglied der Berliner Freimaurerloge „Pythagoras zum flammenden Stern“.

Werke

Literatur

Commons: Karl Wichmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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