Karolinenhain

Ortsteil von Marktleuthen From Wikipedia, the free encyclopedia

Karolinenhain ist ein Gemeindeteil der Stadt Marktleuthen im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Karolinenhain liegt in der Gemarkung Schwarzenhammer.[3]

Schnelle Fakten Stadt Marktleuthen ...
Karolinenhain
Koordinaten: 50° 6′ N, 12° 2′ O
Höhe: 578 m ü. NHN
Einwohner: 7 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 95168
Vorwahl: 09235
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Geographie

Der Weiler besteht aus vier Einzelanwesen, die verstreut auf einem Höhenrücken der Selb-Wunsiedler Hochfläche liegen. Der Bibersbach, ein rechter Zufluss der Eger, umfließt diesen von Süden kommend und bei Holzmühl die Richtung in Nordosten verändernd. Ein Anliegerweg führt nach Holzmühl (0,9 km südwestlich).[4]

Geschichte

Der Wunsiedler Zuckerfabrikant Florentin Theodor Schmidt erwarb 1812 den Ruggenwald zur Bauholz- und Holzkohlegewinnung. 1813 ließ er mitten im Wald ein Landhaus errichten und nannte dieses zu Ehren seiner Verlobten Juliane „Linnenhain“.[5] Es wurde die Keimzelle der nach und nach entstehenden Streusiedlung. Außergewöhnlich für die Gegend war eine Windmühle, die etwa bis Mitte des 20. Jahrhunderts dort stand und mit der vor allem Knochenmehl hergestellt wurde.[6]

Karolinenhain wurde auf dem Gemeindegebiet von Hebanz gegründet (1953 in Schwarzenhammer umbenannt). Am 1. Januar 1978 wurde Karolinenhain im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Marktleuthen eingemeindet.[7]

Baudenkmäler

In Karolinenhain gibt es drei Baudenkmäler:[8]

  • Haus Nr. 2: Bauernhof
  • Haus Nr. 3: Wohnstallhaus mit sogenannter Knochenmühle

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 24231824231813127
Häuser[9] 455453
Quelle [10][11][12][13][14][15][16][17][1]
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Religion

Karolinenhain ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Marktleuthen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Wolfgang (Marktleuthen) gepfarrt.[16]

Literatur

  • Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 317.

Fußnoten

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