Karpówek

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Karpówek (deutsch Muttersegen) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Wilczęta (Deutschendorf) im Powiat Braniewski (Braunsberg).

Schnelle Fakten Basisdaten, Wirtschaft und Verkehr ...
Karpówek
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Karpówek (Polen)
Karpówek (Polen)
Karpówek
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Braniewo
Gmina: Wilczęta
Geographische Lage: 54° 9′ N, 19° 48′ O
Einwohner:
Postleitzahl: 14-405[1]
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NBR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: SłobityBronkiLipowaKsiężno/DW 509
Eisenbahn: Bahnstrecke Malbork–Braniewo
Bahnstation: Słobity
Nächster int. Flughafen: Danzig
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Geographische Lage

Karpówek liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer nordöstlich von Pasłęk (Preußisch Holland) bzw. 24 Kilometer südlich der heutigen Kreismetropole Braniewo (deutsch Braunsberg).

Geschichte

Das um 1820 gegründete große Vorwwerk Muttersegen war ein Wohnplatz des Gutsdorfs Schlobitten (polnisch Słobity) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland.[2] Auch die Vorwwerke Stöpen (polnisch Stojpy) und Brünneckshof (Bronikowo) gehörten dazu.[3] Muttersegen zählte im Jahre 1910 71 Einwohner.

Am 30. September 1928 wurde das Vorwerk Muttersegen zusammen mit dem Hauptgut Schlobitten und den Gutsbezirken Guhren (polnisch Góry), Nikolaiken (Mikołajki) und Schönfeld (Krasinek) zu der neuen Landgemeinde Schlobitten zusammengeschlossen.[4]

Als 1945 das gesamte südliche Ostpreußen in Folge des Zweiten Weltkrieges an Polen fiel wurde der Ort in Karpówek umbenannt. Heute ist der Ort eine Ortschaft innerhalb der Gmina Wilczęta (Landgemeinde Deutschendorf) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion

Bis 1945 gehörte Muttersegen zum Sprengel Schlobitten der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Herrndorf-Schlobitten im Kirchenkreis Preußisch Holland in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[5] außerdem zur römisch-katholischen Pfarrei Mühlhausen i. Ostpr. (polnisch Młynary) im Dekanat Braunsberg (polnisch Braniewo) im damaligen Bistum Ermland.[6]

Heute ist Karpówek zur evangelischen Kirchengemeinde ein Młynary hin orientiert, katholischerseits zur Pfarrei Słobity.

Verkehr

Karpówek liegt an einer Nebenstraße, die von Słobity über Bronki (Breunken) und Lipowa (Lipprode) bis nach Księżno (Fürstenau) an der Woiwodschaftsstraße 509 führt.

Die nächste Bahnstation ist Słobity-Stacja an der nicht mehr regulär befahrenen Bahnstrecke Malbork–Braniewo. Die frühere Bahnstrecke Schlobitten–Bischdorf existiert nicht mehr.

Einzelnachweise

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