Katharina Kummer
deutsche Regisseurin und Theaterautorin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Leben und Werk
Nach Abschluss ihres Studiums der Linguistik an der Humboldt-Universität Berlin im Jahr 2007[1] diplomierte Katharina Kummer 2011[2] im Studiengang Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.
Von 2011 bis 2017[3] war sie Ensemblemitglied des Puppentheaters Halle und im Zuge dessen in einer Kooperation mit der Compagnie DACM auf Welttournee.[2] Als Regisseurin und Autorin inszeniert sie an zahlreichen Bühnen. Ihre eigenen Texte sowie Adaptionen wurden etwa in Berlin,[1] Wien, Halle, Salzburg, Augsburg, Koblenz, Chemnitz,[2] Dresden u. a. uraufgeführt.
Stücke (Auswahl)
Themen, die Katharina Kummer behandelt, sind u. a.: Animismus, Magie und Objekt, Alter und Tod, Sucht und Selbstmord, Reproduktion, überindividualistische und gesellschaftlich randständige Gebiete, Mündigkeit, Ritual, Glaubensmechanismen und Transzendenz.
Bühnenessays/Theaterstücke
- Triptychon: Mirjam & Myriam: Sieh dich vor, im Traum eines kleinen Mädchens gefangen zu sein; Wir werden alle unsere Mütter; so much pain! a bodypiece for Liz. Eine Inquisition
- Turm/Schleier. Puppe/Fleisch. Ein vielstimmiges Gemetzel
- Bei uns ist alles un Ordnung! Eine Bewegungspartitur
- strawberry fields Forever oder der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Eine Videothek von Christoph Bochdansky und Katharina Kummer
- What did you do when lady Di died?
Miniaturen
- Talk to me in a language I don’t understand!
- Time to Desert – kollektiver Selbstmord statt Widerstand! Eine Neverlandcollage
Adaptionen
- Rote Sonne oder Dieser Planet geht mir auf die Nerven. Ein Palimpsest von Katharina Kummer über Motive des Films „Rote Sonne“ von Rudolf Thome
- Djamila, Kitschine Bala und der berühmteste Cuckold der Literaturgeschichte. Nach Tschingis Aitmatow
- Der Schaum der Tage. Nach dem gleichnamigen Roman von Boris Vian
Theater und Film
Theaterpraxis / Wanderspektakel: THE MYSTERY CIRCLES
where is the mind? where is it? Mysterienspiele Ringelsdorf/Maria Gugging von Katharina Kummer, Kunstmuseum Maria Gugging, November 2025[4]
BACK TO THE ROOTS: Razooli! Mysterienspiele Ringelsdorf/Ringelsdorf von Katharina Kummer Heimatmuseum Niederabsdorf EUSEUM, Oktober 2025[5]
LASST ALLE HOFFNUNG FAHREN! Mysterienspiele Ringelsdorf / Vienna von Katharina Kummer im Rahmen des Festivals „Through the Dark über Leben in autoritären Zeiten“ am Volkskundemuseum Wien, Juli 2025[6]
Theatermethodische Entwicklung und erste Realisation des Wanderspektakels „Mysterienspiele Ringelsdorf“, Konzept / Regie: Katharina Kummer, Ringelsdorf, Juli 2022
Inszenierungen und Uraufführungen
- UNDER THE BLANKETS A pretended Research-Space*performance-Lab by Katharina Kummer with „RED EDITION - Migrant Sex Workers‘ Group Vienna“, Wiener Festwochen 2025
- OPIUM oder: Ich habe Hunger, ich möchte GOTT essen!, Text/Regie: Katharina Kummer, Uraufführung am Theater der jungen Welt Leipzig 2024
- Bilder deiner großen Liebe, Text: Wolfgang Herrndorf, Regie: Katharina Kummer, Premiere am Figurentheater in Chemnitz 2024
- DAS HEIDI - Eine vielstimmige Vorstellung übers Herausgerissensein, Text/Regie: Katharina Kummer, Uraufführung am Theater o.N. Berlin 2023
- What did you do when lady Di died?, Theateradaption/Text/Regie: Katharina Kummer, Premiere am Werk X-Petersplatz, Wien 2023
- Djamila von Tschingis Aitmatow, Theateradaption/Text/Regie: Katharina Kummer, Premiere am tjg Dresden 2022
- Der Schaum der Tage oder: die Lachsforelle, auf Grundlage des Romans L’Écume des jours von Boris Vian, Theateradaption/Text/Regie: Katharina Kummer, Premiere am Theater Koblenz 2022
- so much pain! a bodypiece for LIZ, Text/Regie: Katharina Kummer, Uraufführung am Theater o.N. Berlin 2021
- Woyzeck - ein Solo für drei Personen, Text: Georg Büchner, Regie: Katharina Kummer, Premiere am Landestheater Neuss, 2021
- strawberry fields FOREVER - eine Videothek von Katharina Kummer und Christoph Bochdansky, Text/Regie: Katharina Kummer in Zusammenarbeit mit Christoph Bochdansky, Uraufführung am Schubert Theater Wien 2021
- Turm/Schleier Puppe/Fleisch, Text/Regie: Katharina Kummer, Soloperformance: Katharina Kummer, Uraufführung am Toihaus Salzburg 2020
- Talk to me in a Language I don‘t Understand, Text/Regie: Katharina Kummer, Miniatur für das AGORA Theater in Belgien 2019
- Welcome to Paradise Lost, Text: Falk Richter, Regie: Katharina Kummer, Uraufführung am Theater Koblenz 2019
- NICHTS. Was im Leben wichtig ist, Text: Janne Teller, Regie: Katharina Kummer, Premiere am Figurentheater in Chemnitz 2019
- IT WAS BEAUTY KILLED THE BEAST and/or: stop fucking for eva!, Text/Regie: Katharina Kummer, Uraufführung an der HMDK Stuttgart 2019
- Die 12 Monate - Ein Märchen, Fassung/Regie: Katharina Kummer, Premiere am Theater o.N. in Berlin 2018
- ERST WAR ES LEER OHNE HERZ, ABER JETZT GEHT’S WIEDER, Text: Lucy Kirkwood, Regie: Katharina Kummer, Premiere am Theater Koblenz 2018
- TIME TO DESERT - kollektiver Selbstmord statt Widerstand! Eine Neverlandcollage. Text/Regie: Katharina Kummer, Uraufführung am DSCHUNGEL Wien 2018
- ROTE SONNE oder: Dieser Planet geht mir auf die Nerven. Ein Palimpsest von Katharina Kummer über Motive des Films „Rote Sonne“ von Rudolf Thome, Text/Regie: Katharina Kummer, Uraufführung am Theater Augsburg 2018
- Bei uns ist alles un Ordnung! - eine Bewegungspartitur, Text/Regie: Katharina Kummer, Uraufführung Puppentheater Halle 2017
- Mirjam & Myriam oder: Sieh dich vor, im Traum eines kleinen Mädchens gefangen zu sein, Text/Regie: Katharina Kummer, Uraufführung DSCHUNGEL Wien 2016, Premiere Theater Koblenz 2017
- Fuck You, Eu ro Pa! Text: Nicoleta Esinencu, Regie: Katharina Kummer, Premiere Maxim Gorki Theater Berlin 2014
- Ach und Weh - eine Liebesmüllabfuhr unter Aufsicht von Elfriede Jelinek Soloperformance: Katharina Kummer, Uraufführung HfS Ernst-Busch Berlin 2009
Produktionen als Spielerin (Auswahl)
- Turm/Schleier Puppe/Fleisch, Soloperformance von Katharina Kummer, Toihaus Salzburg 2020
- Vom Abendland, Regie: Christoph Werner, Puppentheater Halle, 2017
- 1000 und eine Nacht, Regie: Ania Michaelis, Puppentheater Halle, 2016
- The Ventriloquists Convention von Dennis Cooper & Ensemble, Regie: Gisèle Vienne, Koproduktion DACM / Puppentheater Halle, 2015
- Jorinde und Joringel, Regie: Nis Søgaard, Puppentheater Halle, 2014
- Der Besuch der alten Dame von Dürrenmatt, Regie: Christoph Werner, Puppentheater Halle, 2014
- Der seltsamste Fall des Doktor E.T.A. Hoffmann, Regie: Christoph Werner, Puppentheater Halle, 2013
- Die Buddenbrooks von Thomas Mann, Fassung John von Düffel, Regie: Moritz Sostmann, Puppentheater Halle, 2012
- Konzert für eine taube Seele von Christoph Werner, Regie: Christoph Werner, Puppentheater Halle 2012
- Meine Kältekammer von Joel Pommerat, Regie: Christoph Werner, Puppentheater Halle / Compagnie Louis Brouillard, 2011
- King Kong Theorie oder Ich komme als Opfer einfach nicht unauffällig genug rüber, deutschsprachige Erstaufführung nach Virginie Despentes, Regie: Claudia Bauer, neues theater Halle, 2011
- Die hässliche Herzogin Margarete Maultasch von Lion Feuchtwanger, Regie: Ania Michaelis, Puppentheater Halle, 2011
- Ach und Weh - eine Liebesmüllabfuhr unter Aufsicht von Elfriede Jelinek, Soloperformance von Katharina Kummer, HfS Ernst-Busch Berlin 2009
- Reinecke Fuchs, Regie: Christian Weise, Maxim Gorki Theater Berlin, Internationales Figurentheaterfestival Erlangen, 2009
- Michael Kohlhaas von Heinrich v. Kleist, Regie: Tim Tonndorf, Theater Zerbrochene Fenster Berlin, 2008
- Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen, Regie: Christopher Gottwald, Das Theater Erlangen, 2006/2007
- Die Dreigroschenoper von Brecht, Regie: Johanna Schall, Maxim Gorki Theater Berlin, 2003–2006
Filmographie (Auswahl)
- TheE Undetectable Peepshow. Ein Videoessay von Katharina Kummer initiiert von Red Edition - Migrant Sex Worker’s Group Vienna (Text/Regie/Produktion)
- Konzert für eine Taube Seele, Regie: Axel Fuhrmann ZDF, Arte, Dokfabrik 2014
- CrashVertrauenTeer, Regie: Gruppe Videotext, 2010
- Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah, Regie: Nick Hanke, 2009
- Brinkmanns Zorn, Regie: Harald Bergmann, 2005
- Esma und Stefan, Regie: Delf Woischnig, 2004