Keely Hodgkinson

Britische Mittelstreckenläuferin From Wikipedia, the free encyclopedia

Keely Nicole Hodgkinson, MBE (* 3. März 2002 in Wigan) ist eine britische Mittelstreckenläuferin, die sich auf den 800-Meter-Lauf spezialisiert hat. 2024 wurde sie in Paris Olympiasiegerin sowie 2022 und 2024 Europameisterin. Zudem gewann sie 2021 eine olympische Silbermedaille und wurde 2022 und 2023 Vizeweltmeisterin.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Keely Hodgkinson

Keely Hodgkinson (2023)
Keely Hodgkinson (2023) in Istanbul

Voller Name Keely Nicole Hodgkinson
Nation Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
England England
Geburtstag 3. März 2002 (24 Jahre)
Geburtsort Wigan, England
Größe 170 cm
Karriere
Disziplin 800 m
Bestleistung 1:54,61 min
Verein Leigh Harriers
Trainer Margaret Galvin (bis 2019)
Trevor Painter (seit 2019)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Commonwealth Games 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Halleneuropameisterschaften 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
U23-Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
U20-Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
U18-Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Olympische Ringe
 Olympische Spiele
Silber Tokio 2020 800 m
Gold Paris 2024 800 m
Logo der World Athletics
 Weltmeisterschaften
Silber Eugene 2022 800 m
Silber Budapest 2023 800 m
Bronze Tokio 2025 800 m
Logo der Commonwealth Games Federation
 Commonwealth Games
Silber Birmingham 2022 800 m
Logo der EAA
 Europameisterschaften
Gold München 2022 800 m
Gold Rom 2024 800 m
Logo der EAA
 Halleneuropameisterschaften
Gold Toruń 2021 800 m
Gold Istanbul 2023 800 m
Logo der EAA
 U23-Europameisterschaften
Bronze Espoo 2023 400 m
Logo der EAA
 U20-Europameisterschaften
Bronze Borås 2019 800 m
Logo der EAA
 U18-Europameisterschaften
Gold Győr 2018 800 m
letzte Änderung: 18. Oktober 2025
Schließen

Sportliche Laufbahn

2018 sammelte Keely Hodgkinson erste internationale Erfahrungen, als sie bei den U18-Europameisterschaften in Győr in 2:04,84 min die Goldmedaille im 800-Meter-Lauf gewann. Im Jahr darauf gewann sie dann über diese Distanz bei den U20-Europameisterschaften in Borås in 2:03,40 min die Bronzemedaille. Am 1. Februar 2020 lief sie bei einem Hallenmeeting in Wien 2:01,16 min schnell und stellte damit einen neuen U20-Halleneuroparekord auf. Im selben Jahr wurde Hodgkinson britische Meisterin im 800-Meter-Lauf im Freien sowie in der Halle. 2021 steigerte sie sich in Wien auf 1:59,03 min, stellte damit einen neuen U20-Weltrekord auf und löste die Äthiopierin Meskerem Legesse als Rekordhalterin ab. Ihre Bestmarke wurde nur wenige Wochen später von der US-Amerikanerin Athing Mu unterboten. Anfang März siegte sie bei den Halleneuropameisterschaften in Toruń in 2:03,88 min.[1] Im Finale der Olympischen Spiele von Tokio gelang ihr als Zweite mit 1:55,88 min ein neuer Landesrekord.[2] Anfang September wurde sie beim Memorial Van Damme in 1:58,16 min Zweite, siegte dann in 1:57,98 min bei der Weltklasse Zürich und sicherte sich damit die Gesamtwertung der Diamond League.

Im Februar 2022 lief Hodgkinson bei ihrem ersten Rennen des Jahres einen neuen Nationalrekord in 1:57,20 min über 800 Meter in der Halle. Bei den britischen Meisterschaften in der Halle startete sie über 400 Meter und belegte den 2. Platz in neuer persönlicher Bestleistung von 52,42 s. Aufgrund eines verletzten Oberschenkels konnte sie nicht bei den Hallenweltmeisterschaften in Belgrad starten.[3] Im Mai lief sie beim British Grand Prix ihr erstes Freiluftrennen des Jahres und gewann dort über 800 Meter in 1:58,63 min, anschließend beim Prefontaine Classic in 1:57,72 min ebenfalls. Bei den Weltmeisterschaften in Eugene belegte sie mit einer Zeit von 1:56,38 min den zweiten Platz hinter der US-Amerikanerin Athing Mu.[4] Anschließend startete sie für England bei den Commonwealth Games in Birmingham und musste sich etwas überraschend in 1:57,40 min der Kenianerin Mary Moraa geschlagen geben. Im August gelang ihr bei den Europameisterschaften in München mit einer Zeit von 1:59,04 min der erste große internationale Freilufttitel.[5]

Keely Hodgkinson bei den Halleneuropameisterschaften 2023 in Istanbul

Im Januar 2023 stellte Hodgkinson in Manchester mit 1:23,41 min eine neue Weltbestleistung über 600 Meter in der Halle auf und verbesserte dann im Februar den britischen Hallenrekord über 800 Meter auf 1:57,18 min. Im März verteidigte sie dann bei den Halleneuropameisterschaften in Istanbul in 1:58,66 min ihren Titel. Anfang Juni lief sie beim Meeting de Paris die 800 Meter in 1:55,77 min und verbesserte damit ihren eigenen Landesrekord. Anschließend wurde sie bei der Athletissima in 1:58,37 min Zweite und gewann dann bei den U23-Europameisterschaften in Espoo in 51,76 s die Bronzemedaille über 400 Meter hinter ihrer Landsfrau Yemi Mary John und Henriette Jæger aus Norwegen. Im August gewann sie bei den Weltmeisterschaften in Budapest mit 1:56,34 min im Finale die Silbermedaille hinter der Kenianerin Mary Moraa. Anschließend wurde sie beim Prefontaine Classic in 1:55,19 min Zweite und stellte damit einen neuen Landesrekord auf. Im Jahr darauf siegte sie im Mai in 1:55,78 min beim Prefontaine Classic, ehe sie bei den Europameisterschaften in Rom in 1:58,65 min ihren Titel erfolgreich verteidigte. Im Juli siegte sie in 1:57,36 min bei den FBK Games sowie in 1:54,61 min beim London Athletics Meet und stellte damit einen neuen Landesrekord auf.[6] Im August siegte sie bei den Olympischen Spielen in Paris in 1:56,72 min im Finale.[7]

In der Diamond League 2025 gewann Hodgkinson, nach einem wegen Verletzungsproblemen nach hinten verschobenen Saisoneinstieg, das Rennen in Chorzów in 1:54,74 min und anschließend bei der Athletissima in 1:55,69 min und stellte damit einen neuen Stadionrekord auf.[8] Daraufhin gewann sie bei den Weltmeisterschaften in Tokio in 1:54,91 min im Finale die Bronzemedaille hinter der Kenianerin Lilian Odira und ihrer Landsfrau Georgia Hunter Bell.

In den Jahren 2020, 2021 und 2023 wurde Hodgkinson britische Meisterin im 800-Meter-Lauf im Freien sowie 2020 auch in der Halle.

Persönliche Bestzeiten

  • 400 Meter: 51,61 s, 15. Mai 2024 in Savona
    • 400 Meter (Halle): 52,42 s, 27. Februar 2022 in Birmingham
    • 600 Meter (Halle): 1:23,41 min, 28. Januar 2023 in Manchester (Weltbestleistung)
  • 800 Meter: 1:54,61 min, 20. Juli 2024 in London (britischer Rekord)
    • 800 Meter (Halle): 1:56,33 min, 14. Februar 2026 in Birmingham (britischer Rekord)

Auszeichnungen

Im Dezember 2024 wurde Hodgkinson zur britischen Sportlerin des Jahres 2024 gewählt und wenig später auch zum Member des Order of the British Empire (MBE) ernannt.[9]

Commons: Keely Hodgkinson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI