Kefenrod

hessische Gemeinde im Wetteraukreis From Wikipedia, the free encyclopedia

Kefenrod ist eine Gemeinde im hessischen Wetteraukreis.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Kefenrod
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kefenrod hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 21′ N,  13′ O
Bundesland:Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 30,67 km²
Einwohner: 2616 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63699
Vorwahlen: 06049, 06054
Kfz-Kennzeichen: FB, BÜD
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 013
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hitzkirchener Str. 19
63699 Kefenrod
Website: www.gemeinde-kefenrod.de
Bürgermeister: Markus Gerlach
Lage der Gemeinde Kefenrod im Wetteraukreis
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Geographie

Kefenrod liegt im Wetteraukreis am Rande des Vogelsberges.

Nachbargemeinden und -kreise

Kefenrod grenzt im Norden an die Stadt Gedern, im Osten an die Gemeinde Birstein (Main-Kinzig-Kreis), im Südosten an die Gemeinde Brachttal (Main-Kinzig-Kreis), im Süden an die Stadt Wächtersbach (Main-Kinzig-Kreis), im Südwesten an die Stadt Büdingen sowie im Westen an die Stadt Ortenberg.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Kefenrod besteht aus den Ortsteilen Bindsachsen, Burgbracht, Helfersdorf, Hitzkirchen und Kefenrod.

Geschichte

Ortsgeschichte

Am 25. März 1379 wird Kefenrod erstmals als Keberode urkundlich erwähnt.[2] Weitere historische Namensformen waren Kemfenrod, von (1380), und Kefenrode (1398).[3] Hügelgräber und Fundstücke belegen jedoch, dass es bereits zwischen 500 und 1300 n. Chr. eine Besiedlung der Gemarkung gegeben hat.

1398 verlieh König Wenzel dem Grafen Johann I. von Isenburg in Büdingen das Gericht Wolferborn zu einem Burglehen. Dieses hatte er mit Friedrich von Lißberg in Ganerbschaft inne. Zu dem Burglehen mit allem Zubehör gehörten die Dörfer Hitzkirchen, Kefenrod, Bindsachsen und Rinderbügen.[4]

Im Jahr 2008 fand die 100-Jahr-Feier des Turnvereins Kefenrod statt.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 31. Dezember 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Kefenrod, Bindsachsen, Burgbracht und Hitzkirchen zur erweiterten Gemeinde Kefenrod.[5] Zum 1. August 1972 kam kraft Landesgesetz die Gemeinde Helfersdorf hinzu.[6][7] Für alle eingegliederten Gemeinden und Kefenrod wurden Ortsbezirke errichtet.[8]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Kefenrod angehört(e):[3][9][10]

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Kefenrod 2787 Einwohner. Darunter waren 56 (2,0 %) Ausländer, von denen 23 aus dem EU-Ausland, 14 aus anderen europäischen Ländern und 14 aus anderen Staaten kamen.[14] (Bis zum Jahr 2020 erhöhte sich die Ausländerquote auf 6,0 %.[15]) Nach dem Lebensalter waren 541 Einwohner unter 18 Jahren, 1117 waren zwischen 18 und 49, 625 zwischen 50 und 64 und 508 Einwohner waren älter.[16] Die Einwohner lebten in 1103 Haushalten. Davon waren 267 Singlehaushalte, 306 Paare ohne Kinder und 402 Paare mit Kindern, sowie 112 Alleinerziehende und 13 Wohngemeinschaften. In 184 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 743 Haushaltungen leben keine Senioren.[16]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Altenstadt: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020 ...
Altenstadt: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
 
495
1840
 
546
1846
 
563
1852
 
513
1858
 
503
1864
 
489
1871
 
523
1875
 
542
1885
 
571
1895
 
594
1905
 
602
1910
 
632
1925
 
656
1939
 
638
1946
 
843
1950
 
835
1956
 
760
1961
 
740
1967
 
743
1970
 
732
1975
 
?
1980
 
?
1985
 
?
1990
 
?
1995
 
?
2000
 
?
2005
 
?
2010
 
2.835
2011
 
2.787
2015
 
2.726
2020
 
2.695
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[3]; Statistische Berichte[15]; Zensus 2011[14]
Nach 1970 einschließlich der im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.
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Historische Religionszugehörigkeit

 1961:648 evangelische (= 87,57 %), 79 katholische (= 10,68 %) Einwohner[3]
 1987:2049 evangelische (= 85,88 %), 229 katholische (= 9,60 %), 108 sonstige (= 4,52 %) Einwohner[17]
 2011:1964 evangelische (= 70,47 %), 270 katholische (= 9,69 %), 553 sonstige (= 19,84 %) Einwohner[17]

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[18] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[19][20][21]

Weitere Informationen Parteien und Wählergemeinschaften, % ...
Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2021
   
Insgesamt 15 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften 2021 2016 2011 2006 2001
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 41,1 6 38,2 6 39,1 6 50,3 12 49,6 11
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 35,9 5 39,8 6 42,5 6 37,8 9 37,3 9
FWG Freie Wählergemeinschaft 23,0 4 22,0 3 18,4 3 10,2 2 13,1 3
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 1,7 0
Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 55,6 52,9 54,7 48,7 54,6
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Bürgermeister

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Kefenrod neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und vier weitere Beigeordnete angehören.[22] Bürgermeister ist seit dem 1. April 2025 der parteiunabhängige Markus Gerlach.[23] Seine Amtsvorgängerin Kirsten Frömel war am 30. September 2024 nach einem Bürgerentscheid über ihre Abwahl aus der ersten Amtszeit vorzeitig ausgeschieden.[24] Der Erste Beigeordnete Manfred Deckenbach leitete danach die Gemeindeverwaltung kommissarisch und die Wahl eines neuen Bürgermeisters musste vorgezogen werden. Markus Gerlach erhielt am 26. Januar 2025 im ersten Wahlgang bei 62,9 Prozent Wahlbeteiligung 57,5 Prozent der Stimmen.[25]

Amtszeiten der Bürgermeister[26][27]
  • 2025–2031 Markus Gerlach[23]
  • 2020–2024 Kirsten Frömel[24]
  • 2014–2019 Rudolf Kessler (CDU)[28]
  • 1990–2013 Bernd Kling (SPD)
  • 1964–1989 Otto Mordier
Weitere Informationen Jahr, Wahlbeteili- gung in % ...
Ergebnisse der Bürgermeister-Direktwahlen[26]
Jahr Wahlbeteili-
gung in %
Kandidaten Partei Stimmen
in %
2025 62,9 Markus Gerlach 57,5
Julia Schreiter 42,5
2024
Abwahl
52,2 Kirsten Frömel 84,8
2019
Stichwahl
62,7 Kirsten Frömel 64,0
Marco Schreiner CDU 36,0
2013 78,7 Rudolf Kessler CDU 55,2
Julia Pilz SPD 44,8
2007 51,2 Bernd Kling SPD 92,7
2001 57,0 Bernd Kling SPD 85,2
Horst Liebner 14,8
1995 75,2 Bernd Kling SPD 80,0
Norbert Faust 20,0
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Ortsbeiräte

Für alle Ortsteile und die Kerngemeinde besteht je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach Maßgabe der §§ 81 und 82 HGO und des Kommunalwahlgesetzes in der jeweils gültigen Fassung.[8] Die Ortsbezirke sind durch die Gebiete der Ortsteile abgegrenzt und bestehen aus fünf bis sieben Mitgliedern. Die Wahl des Ortsbeirats erfolgt im Rahmen der Kommunalwahlen. Der Ortsbeirat wählt eines seiner Mitglieder zum Ortsvorsteher bzw. zur Ortsvorsteherin. Zur Zusammensetzung siehe die jeweiligen Ortsteile.

Ortsbeirat Ortsteil Kefenrod

Der Ortsbeirat besteht aus neuen Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 54,57 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerliste Kefenrod“ an.[29] Der Ortsbeirat wählte Wilhelm Breetz zum Ortsvorsteher.[30]

Wappen und Flagge

Wappen

Blasonierung: Im von einem goldenen Schrägrechts-Wellenbalken geteilten Schild oben in Schwarz zwei gekreuzte silberne Schwerter, unten in Grün zwei gekreuzte silberne Hacken.[31]

Das Wappen wurde der Gemeinde im damaligen Landkreis Büdingen am 10. Mai 1968 vom Hessischen Innenminister genehmigt, gestaltet wurde es von dem Bad Nauheimer Heraldiker Heinz Ritt.

Flagge

Die Flagge wurde gemeinsam mit dem Wappen genehmigt und wird wie folgt beschrieben:

„Auf breiter gelber Mittelbahn – beseitet von schmalen grünen Seitenstreifen – im oberen Teil aufgelegt das Gemeindewappen.“

Religion

Die Ev. Kirche von 1740

In Kefenrod steht die Ev. Kirche in der Hitzkirchener Str. 20. Das Pfarramt befindet sich in Kefenrod/Hitzkirchen, Kirchberg 3.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Regelmäßige Veranstaltungen

Kefenrod veranstaltet alljährliche Veranstaltungen wie den italienischen Abend oder das Backhausfest.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

In Kefenrod hat die Firma HTS TENTIQ GmbH ihren Hauptsitz.

Bildung

In Kefenrod gibt es eine Grundschule, die Herzbergschule. Weiterführende Schulen sind in Büdingen vorhanden.

Verkehr

In Kefenrod kreuzen sich die Landesstraßen L 3010 (Hartmannshain-Kefenrod-Büdingen) und L 3195 (Maintal-Kefenrod-Birstein-Steinau).

Den öffentlichen Nahverkehr stellt die Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO) sicher. Die beiden Buslinien FB-23 und FB-24 verkehren von Gedern über Kefenrod nach Büdingen.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Kefenrod – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

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