Ken Kaska
deutscher Aphoristiker und Hörspielautor
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Ken Kaska (* 18. Oktober 1914 in Itzehoe als Ernst Adolf Fuhlendorf; † 23. Mai 1978 in Bremen) war ein deutscher Aphoristiker und Hörspielautor.
Leben
Ken Kaska ist ein Pseudonym von Ernst Adolf Fuhlendorf. Er absolvierte „10 Jahre Schule ohne wesentliche Prüfung, 12 Jahre Hitlertum: Kommiss, Gefängnis, Todesurteil, begnadigt zu 15 Jahren Zuchthaus, Entlassung aus Buchenwald“.[1]
1947–1953 lebte er in Schwabing, schrieb Gedichte und Chansons und machte Kabarett. 1953 zog er nach Bremen und arbeitete im Rundfunk, vor allem bei Radio Bremen. Er verfasste Features, Essays, Unterhaltungsserien und 26 Hörspiele.[2] Sein Roman Anarchisten blieb unveröffentlicht.
Günter Kunert bedauerte Ken Kaska 1987 als einen „leider gänzlich vergessenen Schriftsteller“ und schrieb ihm das Zitat „Die Vernunft ist die Fortsetzung des Traumes mit anderen Mitteln.“ zu.[3] Gert von Paczensky schrieb 1995 über ihn: „Ken Kaska notierte seine Einfälle und Sprüche auf kleinen Zetteln, nicht selten angefeuert durch Gedankenflüge, als deren Startbahn ausgedehnter Bistro-Aufenthalt gewirkt hatte.“[4]
Buchveröffentlichung
- Wenn man es glaubt ist es noch schöner. Aphorismen, Gedanken und Gedichte von Ken Kaska. Mit Lichtbildern von Jürgen Dewet Schmidt. Coppenrath, Münster 1979; stark erweiterte Neuauflage: H. M. Hauschild, Bremen 1995 (2. Neuauflage 2009).
Hörspiele (Auswahl)
Quelle: ARD-Hörspieldatenbank; Erstsendung: Radio Bremen, sofern nicht anders angegeben
- 1953: Das Buch mit den drei goldenen Schlössern. Regie: Günter Siebert.
- 1954: Uhl un Speegel. Regie: Fritz Börner.
- 1956: Florie Commercial. Regie: Günter Siebert.
- 1957: Affen an Bord. Regie: Günter Siebert.
- 1958: Der Franc steht so schlecht. Regie: Walter Jokisch.
- 1958: Frühjahrsmoden. Regie: Carl Nagel.
- 1958: Der Bettlerstrick. Regie: Günter Siebert.
- 1959: Damals in Trinidad. Regie: Günter Bommert.
- 1959: Englische Komödie. Regie: Günter Siebert.
- 1961: Der Tote aus der Themse. Regie: Armas Sten Fühler.
- 1962: Das Fräulein Marohn. Regie: Armas Sten Fühler.
- 1962: Der Trick mit der Farbe. Regie: Armas Sten Fühler.
- 1963: Who is who. Regie: Günter Siebert.
- 1964: Eine Tante kommt. Regie: Günter Siebert.
- 1965: Feier für zwei Spiegel. Regie: Günter Bommert.
- 1966: Pythagoras weiß alles. Regie: Lothar Schluck; Erstsendung: Südwestfunk.
- 1967: Mit Bier leben. Regie: Günter Bommert.
- 1970: Ich höre die Hunde nicht mehr. Regie: Günter Bommert.
- 1971: Gewinnen eines Einzelgrabes. Regie: Günter Bommert.
- 1972: Die Sonne versinkt hinter wem oder was. Regie: Günter Bommert.
- 1972: Dämmerung mit 6 Richtigen. Regie: Günter Bommert.
- 1974: Deutsches Beafsteak. Regie: Günter Bommert.
- 1974: Schwachhausen. Regie: Günter Bommert.
- 1976: Puppen in der Nacht. Regie: Günter Bommert.
Literatur
- Johann-Günther König: „Noch grau unser Tag“. Ken Kaska (1914–1978) – Hinweise auf Leben und Werk eines konzessionslosen Schriftstellers. In: Die horen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik. 39. Jahrgang, Heft 173, 1994, S. 181–194 (mit Porträt-Fotografie von Inge Loeffler, um 1950).
- Karsten Kruschel: Kaska, Ken. In: Lutz Hagestedt (Hrsg.): Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. Band 26: Karner – Kelter. De Gruyter, Berlin 2016, ISBN 978-3-11-045295-2, Sp. 117.
Weblinks
- Zehn Aphorismen von Ken Kaska
- Kaskas Der Tote aus der Themse. Im Krimi-Podcast mit Bastian Pastewka (ARD-Audiothek)