Kennedy Approach

Computerspiel aus dem Jahr 1986 From Wikipedia, the free encyclopedia

Kennedy Approach ist ein Fluglotsen-Computerspiel aus dem Jahr 1986 von MicroProse. Der Titel leitet sich vom New Yorker John F. Kennedy International Airport ab.

Schnelle Fakten Entwickler, Publisher ...
Kennedy Approach
Entwickler MicroProse
Publisher MicroProse
Leitende Entwickler Andy Hollis
Veröffentlichung 1986
Plattform Atari 800, Commodore 64, Commodore Amiga
Genre Simulation
Steuerung Tastatur, Joystick
Medium Diskette, Kassette
Sprache Englisch
Schließen

Spielprinzip

Der Spieler übernimmt die Rolle eines Fluglotsen der Flugsicherung und gibt Flugzeugen Anweisungen, damit sie sicher landen und starten können und ihre korrekten Flugkorridore einnehmen. Das Ziel des Spiels ist es, alle Flüge im Bereich des eigenen Flughafens abzuwickeln, ohne dass diese verspätet sind oder den falschen Ort ansteuern oder dort landen. Selbstverständlich müssen auch Beinahekollisionen, Kollisionen und Abstürze vermieden werden. Die Flugzeuge erscheinen auf dem Bildschirm und haben vordefinierte Flugziele oder Landepunkte oder befinden sich auf dem Flughafen zum Start in entsprechende Richtungen. Es ist Aufgabe des Spielers zu entscheiden, welches Flugzeug wohin fliegt und wann eines landet oder startet.

Flugzeuge dürfen nicht zu nah aneinander kommen, also muss der Spieler sicherstellen, dass sie in unterschiedlichen Flughöhen oder mit ausreichender Distanz (drei Gitterpunkte Nord/Süd oder Ost/West) passieren. Wenn ein Flugzeug abzustürzen droht oder sich in falscher Richtung oder auf falscher Flughöhe befindet, wird der Fluglotse darüber informiert. Flugzeuge ändern nie ihren Kurs oder die Höhe ohne Anweisung des Spielers. Ankommende Flugzeuge, die keine Landeerlaubnis erhalten, gehen in eine Warteschleife und warten auf die Freigabe zur Landung.

Zu Beginn müssen lediglich einige Flüge gleichzeitig abgewickelt werden, in höheren Leveln benötigen viele Flüge ein gleichzeitiges Management. Außerdem tauchen Sturmfronten auf, die das Flugzeug nicht passieren kann, und einige Flugzeuge verfügen nur noch über sehr wenig Treibstoff, sodass sie zügig landen müssen, um nicht abzustürzen. Als Intro präsentiert das Spiel eine Spielszene, in die der Spieler nicht eingreifen kann, aus der er jedoch wichtige Elemente des Spielprinzips erlernen kann.[1]

Spielumgebungen

Es existieren fünf Lufträume im Spiel:

Drei Flugzeugtypen kommen im Spiel vor:

  • Cessna – als „November“-Flüge bezeichnet, mit Bezug auf die Flugzeug-Registrierungsnummern, die in den USA alle mit „N“ beginnen.
  • Boeing 747 – fliegt doppelt so schnell wie eine Cessna.
  • Concorde – fliegt doppelt so schnell wie eine 747.

Vier Fluggesellschaften kommen im Spiel vor:

Technik

Die Konversation zwischen Fluglotse und Flugzeug findet via Sprachausgabe statt. Kennedy Approach war eines der ersten Simulationsspiele, das digitalisierte Sprache einsetzte.[2]

Entwicklungs- und Veröffentlichungsgeschichte

Die ursprünglichen 8-Bit-Versionen des Spiels wurden in Nordamerika von MicroProse und in Europa von U.S. Gold vertrieben. Für die 16-Bit-Heimcomputer Atari ST und Commodore Amiga erschienen 1988 bzw. 1989 Portierungen, die weltweit von MicroProse vertrieben wurden.

Rezeption

Weitere Informationen Wertungsspiegel, Publikation ...
Wertungsspiegel
PublikationWertung
Atari 8-BitCommodore 64
ASM9/10k. A.
Compute!k. A.9/10
Schließen

Die deutsche Happy Computer sah durch die unterschiedlichen Flughäfen und Schwierigkeitsgrade eine hohe Langzeitmotivation. Dadurch und durch die Sprachausgabe stelle das Spiel in Summe eine „exquisite Software-Delikatesse“ dar.[3] ASM sah in Kennedy Approach ein forderndes Simulationsspiel und lobte insbesondere die Sprachausgabe.[1]

Das US-amerikanische Magazin Compute! vergab in Ausgabe Juni 1986 die Wertung 9 von 10.[4] Computer Gaming World urteilte, Kennedy Approach reiche im Detailgrad nicht an Flight Simulator heran, sei aber dennoch „eine sehr gute Simulation eines anstrengenden Berufs“.[2]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI