Kevin Behrens

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Kevin Behrens (* 3. Februar 1991 in Bremen) ist ein deutscher Fußballspieler. Der Stürmer steht derzeit beim FC Lugano unter Vertrag und ist einmaliger A-Nationalspieler.

Schnelle Fakten Personalia, Junioren ...
Kevin Behrens
Kevin Behrens bei einer Autogrammstunde 2023
Personalia
Geburtstag 3. Februar 1991
Geburtsort Bremen, Deutschland
Größe 184 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
1995–2004 ATS Buntentor
2004–2008 SC Weyhe
2008–2010 Werder Bremen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2010–2011 Werder Bremen III 24 (10)
2011–2012 SV Wilhelmshaven 26 0(9)
2012–2014 Hannover 96 II 41 (18)
2014–2015 Alemannia Aachen 28 0(8)
2015–2016 Rot-Weiss Essen 8 0(3)
2016–2018 1. FC Saarbrücken 78 (35)
2018–2021 SV Sandhausen 94 (31)
2021–2024 1. FC Union Berlin 75 (14)
2024–2025 VfL Wolfsburg 31 0(2)
2025– FC Lugano 19 0(6)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2023 Deutschland 1 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 21. Dezember 2025
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Karriere

Der gebürtige Bremer Behrens absolvierte den Großteil seiner fußballerischen Ausbildung beim Bremer Stadtteilverein ATS Buntentor sowie beim SC Weyhe.[1][2]

Im Sommer 2008 wechselte er in das Nachwuchsleistungszentrum des Bundesligisten Werder Bremen, konnte sich jedoch nicht für eine Berücksichtigung für die Profi- oder die Drittligamannschaft empfehlen.[1][3][2] Seine erste Saison im Herrenfußball verbrachte er in der fünftklassig spielenden dritten Mannschaft des Vereins.

Nach drei Jahren in der Regionalliga Nord mit dem SV Wilhelmshaven sowie Hannover 96 II verließ der Angreifer im Sommer 2014 den Norden Deutschlands und wechselte zum West-Regionalligisten Alemannia Aachen.[1][3][2] Am Ende der Spielzeit 2014/15 wurde Behrens mit der Alemannia mit einem Punkt Rückstand auf Meister Borussia Mönchengladbach II Vizemeister.

Nach nur acht Ligaspielen für den Ligakonkurrenten Rot-Weiss Essen, bei dem er aufgrund seiner Statur und der langen blonden Haare den Spitznamen „Thor“ erhielt[4], verpflichtete der Südwest-Vertreter 1. FC Saarbrücken Behrens in der Winterpause 2015/16.[1][3] In 85 Pflichtspielen konnte der Mittelstürmer 41 Treffer sowie 31 Vorlagen beisteuern und holte mit dem Verein im Frühjahr 2017 den Saarlandpokal. In der Aufstiegsrunde zur 3. Liga 2018 scheiterten Behrens und Saarbrücken mit 2:3 und 2:2 am bayerischen Meister TSV 1860 München.

Aufgrund seiner Leistungen für die Saarländer erhielt der Offensivspieler im Sommer 2018 einen Dreijahresvertrag beim Zweitligisten SV Sandhausen.[1]

Im Juli 2021 wechselte er ablösefrei zum 1. FC Union Berlin.[5] Im letzten Pflichtspiel der Saison 2022/23 gegen den SV Werder Bremen erreichte Behrens mit seiner Mannschaft durch einen 1:0-Sieg einen Platz in der Champions League.[6]

Zum Auftakt der Saison 2023/24 gelang es Behrens im Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05, alle drei seiner geschossenen Tore per Kopf ins Netz zu befördern. Damit avancierte er zum ersten Spieler seit Einführung der Datenerfassung (Saison 2004/05), der in einem Bundesliga-Spiel drei Kopfballtore erzielt hat.[7]

Am 31. Januar 2024 verpflichtete der VfL Wolfsburg Behrens.[8] Im Sommer 2025 verließ er den Verein und wechselte zum FC Lugano.[9][10]

Nationalmannschaft

Anfang Oktober 2023 wurde Kevin Behrens vom damals neuen Bundestrainer Julian Nagelsmann erstmals für zwei Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA (14. Oktober) und Mexiko (18. Oktober) nominiert.[11] In Letzterem kam er zu seinem Länderspieldebüt, als er in der 87. Spielminute für Jamal Musiala eingewechselt wurde.

Titel

Privates

Die Beachvolleyballspielerin Kim Behrens ist seine Schwester,[12] der Beachvolleyballspieler Steven van de Velde sein Schwager.

Kontroversen

Ende September 2024 weigerte sich Behrens mit einem homophoben Kommentar bei einer Signierstunde, ein Trikot mit regenbogenfarbenem Logo des VfL Wolfsburg zu unterschreiben.[13]

„So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht.“

Homophobe Äußerung von Kevin Behrens bei einer Signierstunde des VfL Wolfsburg: Sport 1, 10. Oktober 2024[14]

Nach Rücksprache mit dem Verein bat er um Entschuldigung und gab an, sich nicht weiter äußern zu wollen.[15]

Für erneutes Aufsehen sorgte Behrens im Rahmen eines Testspiels des FC Lugano gegen Viktoria Pilsen am 9. Januar 2026. In der 72. Spielminute attackierte Behrens seinen Sturmkollegen Georgios Koutsias im laufenden Spiel körperlich und verbal, ohne erkennbaren Grund. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie und Behrens verließ eine Auswechslung andeutend den Platz.[16]

Behrens entschuldigte sich später für den Vorfall, bezeichnete sein Verhalten als inakzeptabel und falsch und hielt fest: «Dafür übernehme ich die volle Verantwortung. Ich entschuldige mich auch bei meinen Mannschaftskollegen sowie beim Klub. Unabhängig von der Spannung des Moments hätte ich mir ein derartiges Verhalten niemals erlauben dürfen.»[17]

Commons: Kevin Behrens – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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