Kiliansroda

Ort in Thüringen From Wikipedia, the free encyclopedia

Kiliansroda ist ein Ortsteil der Gemeinde Mellingen im Landkreis Weimarer Land.

Schnelle Fakten Gemeinde Mellingen ...
Kiliansroda
Gemeinde Mellingen
Koordinaten: 50° 55′ N, 11° 22′ O
Höhe: 335 m ü. NHN
Fläche: 4 km²
Einwohner: 189 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2026
Postleitzahl: 99441
Vorwahl: 036453
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Lage

Der Ort liegt südlich der Bundesautobahn 4 und am Nordrand der Wälder um Buchfart. Die Böden sind aus Muschelkalkverwitterungsgestein gebildet worden.

Geschichte

Dorfkirche Kiliansroda

Der Rodungsort wird erstmals 1441 als Kiligesrode genannt. 1719 wurde das Gut von der Gräfin Anna Elisabeth von Gleichen und Hatzfeld und dem Grafen Franziskus Lotharius an Hans Georg Becker und dessen Bruder Hans Heinrich Becker verkauft. 1923 war Elise Becker Besitzerin des 145,5 ha umfassenden Rittergutes.[2] Dieses wurde 1945 entschädigungslos enteignet.

Ab Anfang des 19. Jahrhunderts war der Ort Teil des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach, ab 1920 des Freistaats Thüringen. Er wurde im April 1945 von US-Truppen und ab Juli 1945 von der Roten Armee besetzt und so Teil der sowjetischen Besatzungszone und des neuen Landes Thüringen, ab 1949 der Deutschen Demokratischen Republik, ab 1952 im Bezirk Erfurt und seit 1990 gehört der Ort zum neu gegründeten Bundesland, dem Freistaat Thüringen. Zum 1. Januar 2026 wurde Kiliansroda nach Mellingen eingemeindet.[3]

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Im Direktvermarkter-Hofladen der Familie Hoffmann werden Fleischprodukte von auf dem Hof aufgezogenen Schweinen und Bullen sowie Wildfleisch angeboten.[5] Futtermittel zur Aufzucht der Tiere werden auf dem hofeigenen 400 Hektar großen Ackerflächen unterhalb des Kaitsch angebaut.[6] Die Kunden kommen überwiegend aus Weimar und Erfurt.[7]

Wasser und Abwasser

Die Ort hat die Aufgabe der Trinkwasserversorgung auf den Wasserversorgungszweckverband Weimar übertragen.

Durch Auflösung des Abwasserzweckverbandes Mellingen trat Kiliansroda zum 1. Januar 2024 dem Abwasserzweckverband Apolda bei. Bis zum Jahr 2020 wurde ein Kanalisationsnetz im Ort errichtet, um die bisherige Abwasserentsorgung über private Kleinkläranlagen auf eine zentrale Abwasserbehandlung in der Kläranlage Oettern umstellen zu können.[8]

Literatur

  • Hartmut Stabe: Türme im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Entdecken – Besuchen – Erwandern. Weimardruck, Weimar 2005, ISBN 3-930687-47-X, S. 133–157: Über den Carolinenturm.

Einzelnachweise

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