Kimbal Musk

südafrikanisch-kanadisch-US-amerikanischer Unternehmer und Gastronom From Wikipedia, the free encyclopedia

Kimbal Musk (* 20. September 1972 in Pretoria) ist ein aus Südafrika stammender kanadisch-US-amerikanischer Unternehmer. Er ist der Bruder von Elon Musk und unter anderem als Gastronom tätig. Er besitzt mehrere Unternehmen, betreibt Non-Profit-Organisationen, ist Agenda-Förderer des Weltwirtschaftsforums (WEF) sowie Verwaltungsratsmitglied von SpaceX und Tesla.

Kimbal Musk (2013)

Biografie

Kimbal Musk wurde 1972 in Pretoria geboren und wuchs mit seinem älteren Bruder Elon und seiner jüngeren Schwester Tosca in Südafrika auf. Seine Mutter Maye Musk war als Model und Ernährungsberaterin tätig, sein Vater Errol Musk war Maschinenbauingenieur. Nachdem er die Highschool abgeschlossen hatte, wanderte er zu seinem Bruder nach Kingston in Kanada aus. Dort schrieb er sich an der Queen’s University ein und machte 1995 einen Abschluss in Betriebswirtschaft. Während dieser Zeit arbeitete er zunächst bei der Scotiabank.

Musk eröffnete 1995 die College Pro Painters, ein Entwicklungsprogramm für Führungskräfte, bei Studenten lernen, ihre eigenen Malerei-Teams zu managen. Im selben Jahr gründete er mit seinem Bruder Elon das Unternehmen Global Link, welches Websites erstellte. Später vermarktete das in Zip2 umbenannte Unternehmen einen Online-Stadtführer, der auch Inhalte für die Online-Versionen von Zeitungen wie der New York Times und der Chicago Tribune lieferte. Zip2 wurde 1999 an Compaq verkauft. Ihren Anteil am Verkaufserlös – 307 Millionen Dollar – investierten die Brüder in verschiedene Technologieunternehmen.

Kimbal Musk zog danach nach New York City und absolvierte eine Ausbildung zum Koch. Er gründete 2004 sein erstes Restaurant in Boulder in Colorado, wo er die The Kitchen Restaurant Group aufbaute. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Restaurants mit alternativen Konzepten in mehreren US-amerikanischen Städten.

Er ist zudem Mitbegründer und Vorsitzender von Big Green, einer Non-Profit-Organisation, die auf Schulhöfen in den Vereinigten Staaten Klassenzimmer im Freien, Learning Gardens, baute.[1] Daneben ist Musk Mitbegründer und Vorsitzender von Square Roots, einem städtischen Landwirtschaftsunternehmen in Brooklyn, das Lebensmittel in überdachten und klimatisierten Transportcontainern anbaut.[2] Er ist auch Mitbegründer der Suchmaschine OneRiot, die 2011 von Walmart übernommen wurde. Musk sitzt im Vorstand von Tesla und SpaceX. 2020 war er der fünftgrößte Aktionär von Tesla.[3] Er ist „Agenda Contributor“ (Agenda-Förderer) des World Economic Forum (WEF)[4]

Privatleben

2001 heiratete er Jen Lewin, mit der er das Unternehmen The Kitchen gründete. Das Paar hat zwei Kinder und wurde 2010 geschieden.[5] Im April 2018 heiratete er Christiana Wyly, eine Umweltaktivistin und Tochter des Unternehmers Sam Wyly.[6]

Vorwurf des Insiderhandels

Im November 2021 ließ Elon Musk auf Twitter darüber abstimmen, ob er zehn Prozent seiner Tesla-Aktien verkaufen solle. 58 Prozent der Nutzer waren für einen Verkauf. Der Wert der Aktie brach daraufhin ein. Kimbal Musk verkaufte einen Tag vor der Umfrage seines Bruders Tesla-Anteilsscheine im Wert von 108,8 Millionen Dollar. Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC leitete daraufhin eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Insiderhandel ein.[7] tagesschau.de schrieb dazu: „Er hätte sich kaum einen günstigeren Zeitpunkt zum Verkauf aussuchen können.“[8]

Verbindung zu Jeffrey Epstein

Musk soll eine Beziehung zu einer Frau aus dem engsten Kreis von Jeffrey Epstein gehabt haben. Musk wurde angeblich von Epstein mit der Frau verkuppelt, um eine Verbindung zur Familie Musk aufzubauen. Musk begann 2012, Jahre nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008, mit Epstein zu verkehren. 2013 wurde er auf Epsteins Privatinsel eingeladen, obwohl es keine Aufzeichnungen darüber gibt, dass Musk die Insel besucht hat. Durch die Epstein-Akten wurde aufgedeckt, dass Musk mit Epstein Emails ausgetauscht hat.[9][10]

Nach Kritik von Künstlern und Teilnehmern des Burning Man Festivals wegen Musks Verbindungen zu Epstein trat Musk von seinem Vorstandsposten beim Burning Man Project zurück, den er ab 2021 innehatte.[11]

Auszeichnungen

Kimbal Musk wurde vom World Economic Forum zum Global Social Entrepreneur des Jahres 2018 ernannt.[12]

Commons: Kimbal Musk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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