Klaus Ebner

österreichischer Schriftsteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Klaus Ebner (* 8. August 1964 in Wien) ist ein österreichischer Schriftsteller und Übersetzer. Er ist Autor von Prosa, Essays und deutscher sowie katalanischer Lyrik und Essays.

Klaus Ebner (2013)

Leben

Nach der Matura 1982 nahm Ebner ein Studium der Romanischen und Deutschen Philologie sowie der Übersetzungswissenschaft[1] an der Universität Wien auf. Gleichzeitig war er in einem Literaturverein tätig und arbeitete von 1983 bis 1986 an der Wiener LiteraturzeitschriftTEXTE[2] mit. Nach dem Studium bot er Übersetzungsdienstleistungen an, leitete Sprachkurse und arbeitete in IT-Ausbildungsprojekten.[3] Von 1998 bis 2002 absolvierte Ebner das berufsbegleitende Studium „Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung“ an der Fachhochschule des bfi Wien.

Ebner lebt und arbeitet in Schwechat. Er ist Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung[4], des Österreichischen Schriftstellerverbandes[5] und der IG Autorinnen Autoren, außerdem bei den katalanischen Schriftstellerverbänden Associació d’Escriptors en Llengua Catalana und P.E.N. Català.

Werk

Seit dem Ende der Schulzeit entstanden kleinere Prosatexte, Lyrik und Hörspiele[6]. Mit katalanischer Sprachwissenschaft und Literatur befasste sich Ebner später in mehreren einschlägigen Fachartikeln[7] und Rezensionen. Lyrik und Essays schreibt er auf Deutsch und Katalanisch. Katalanische Essays erscheinen in der Zeitschrift Doll de Tinta[8].

Während der 1990er-Jahre veröffentlichte er nur wenige literarische Texte, verfasste aber Fachartikel, hauptsächlich für die Zeitschriften Output/Eurocom in Österreich, Inside OS/2 in Deutschland und NT Update sowie AIX Update in Großbritannien. Darüber hinaus schrieb er Sachbücher zu Software- und Netzwerkthemen für die Verlage Data Becker, Markt & Technik, IWT, TEWI und Microsoft Press.

Im selben Jahrzehnt begann er den Roman Feuers Geraun; zwei Kapitel daraus wurden in frühen Fassungen von der oberösterreichischen Literaturzeitschrift die Rampe veröffentlicht: Der Schreiber von Aram 1994 und Das Gesetz 1997.[9] Jüdische und biblische Traditionen stehen im Mittelpunkt dieser beiden Kapitel. Im Jahr 2007 entstand ein kulturhistorischer Reise-Essay über den Pyrenäenstaat Andorra.[10] Seit 2009 tritt Ebner vermehrt auch als Rezensent in Erscheinung. Er veröffentlichte Rezensionen in den Zeitschriften Podium, Etcetera, Driesch und Schreibkraft sowie im Online-Magazin Kultur-Online und auf der Plattform Poesiegalerie.

Publikationen

Werke in deutscher Sprache

Werke in katalanischer Sprache

Sonstiges

  • Die Freiheit ist eine Funzel; Essay. In: Lichtungen Nr. 109, Graz 2007
  • Das Reizvolle der Prophezeiung; Essay. In: Sterz Nr. 99, Graz 2006
  • Das Gfrett mit der Reform; Essay zur deutschen Rechtschreibreform. In: Literarisches Österreich Nr. 2/04, Wien 2004

Auszeichnungen

ein Zettler krank
vergessen ganz im Suff
die Wagenräder sperren
zäh
sein Mahl besteht aus Einsamkeit
garniert
mit Sehnsucht nach Vergangenem
betört von lauten Rufen
Hoffnung
wie vor langem sie
verlosch

  • 2008 Zwei Arbeitsstipendien der Österreichischen Bundesregierung[24]
  • 2009 Reisestipendium für Literatur der Österreichischen Bundesregierung[25]
  • 2010 Zweiter Preis des Kurzprosa-Wettbewerbes »Sprachräume – Schreibwelten« des Österreichischen Schriftstellerverbandes[26]
  • 2014 Katalanischer Lyrikpreis Parc Taulí[27]
Commons: Klaus Ebner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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