Klaus Goldschmidt
deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
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Klaus Goldschmidt (* 11. März 1932 in Wanne-Eickel, heute Herne; † Februar 1998) war ein Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.
Leben
Goldschmidt absolvierte 1952 das Abitur und studierte bis 1958 Chemie.[1] Er trat am 1. Oktober 1958 als Offizieranwärter beim Fernmeldebataillon 1 in Hannover in die Bundeswehr ein, wechselte in die ABC-Abwehrtruppe, war ab April 1962 Zugführer in der ABC-Abwehrkompanie 4 in Bogen und anschließend deren Kompaniechef. Vom April bis September 1964 durchlief er den Vorbereitungslehrgang zum Generalstabslehrgang.[2]
Von Oktober 1964 bis September 1966 absolvierte Goldschmidt den 7. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.[3] Danach war er Generalstabsoffizier Organisation Studiengruppe an der ABC- und Selbstschutzschule in Sonthofen, ab Oktober 1968 Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) der Panzergrenadierbrigade 1 in Hildesheim, von Oktober 1970 bis September 1972 Bataillonskommandeur des ABC-Abwehrbataillons 210 in Bruchsal, von Oktober 1972 bis September 1974 Referent im Führungsstab der Streitkräfte, Stabsabteilung III, Referat 2 (Militärstrategie) im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn[2] und vom Oktober 1974 bis Dezember 1978 Chef des Stabes der 2. Jägerdivision in Kassel.[4.1] Von Januar bis Dezember 1979 besuchte er das Royal College of Defence Studies in London.
Am 19. Dezember 1979 wurde Goldschmidt Brigadekommandeur der Panzergrenadierbrigade 2 in Braunschweig.[4.2] Ab April 1982 war er Stellvertreter und Chef des Stabes beim Deutschen Militärischen Vertreter beim NATO-Militärausschuss in Brüssel,[4.3] ab März 1984 Deputy Assistant Director Plans and Policy im Internationalen Militärstab der NATO in Brüsel und ab April 1987 stellvertretender Divisionskommandeur und Kommandeur Divisionstruppen der 12. Panzerdivision in Veitshöchheim.[4.4] Mit Ablauf des September 1990 wurde er in den Ruhestand versetzt.[5]
1989 wurde Goldschmidt das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.[2][6]
Goldschmidt war verheiratet, evangelisch und hatte zwei Kinder.[1] Er starb im Februar 1998 im Alter von 65 Jahren.[5]
Siehe auch
Literatur
- Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 1, Gaedcke – Hoff. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 86–87.
- Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 51.