Klaus Hallen

deutscher Tänzer, Tanzsporttrainer und Choreograph im Bereich der Formationenssportes, Musiker und Bandleader From Wikipedia, the free encyclopedia

Klaus Hallen (* 31. Dezember 1942 in Düsseldorf[1]; † 25. Juni 2007 auf Gran Canaria[2]) war ein deutscher Tänzer, Tanzsporttrainer, Choreograph im Bereich des Formationstanzsportes sowie Musiker und Bandleader.

Leben

Hallen war 26 Jahre lang als Vermessungsingenieur im öffentlichen Dienst in seiner Heimatstadt Düsseldorf tätig.[1][2] Zudem war er viele Jahre erfolgreich als Formationstänzer, Formationstanz-Trainer und Choreograph, sowie als Musiker und Bandleader tätig.

1998 verlegte er seinen Wohnsitz nach Gran Canaria. Dort verstarb er im Alter von 64 Jahren am 25. Juni 2007.[2] Ein Nachruf wurde u. a. vom Deutschen Tanzsportverband (DTV)[2] und dem 1. TC Ludwigsburg[3] publiziert. Beim Verbandstag 2008 des DTV wurde zudem eine Gedenkminute für (u. a.) den verstorbenen Hallen eingelegt.[4]

Musik

Seine musikalische Karriere startete er mit 14 Jahren als zweiter Bass in einem Kirchenchor.[1] Im Laufe seiner Karriere wurde er Studiomusiker, Orchesterleiter und Musikproduzent im Allgemeinen sowie speziell für Formationsmusik (die von Tanzsportformationen für ihre Aufführungen verwendet wurde).[1][2]

So produzierte Hallen z. B. die Formationsmusik „Starlight Express“ für die Lateinformation des TSG Blau-Gold Gießen (1987),[5] die Formationsmusik „Der Widerspenstigen Zähmung“ (1998),[6] „Freud und Leid“ (2000)[7] sowie „Colours of Music“ (2001)[8] der Standardformation des 1. TC Ludwigsburg, sowie die Formationsmusik „Classics Forever“ der Standardformation des TC Allround Berlin (2001).[8]

Sein nach ihm benanntes Orchester Tanzorchester Klaus Hallen ist bekannt für moderne Tanzmusik[1][9][10] und veröffentlichte CDs bis 1998 im Eigenlabel Hallen Records.[10] Seit 1998 übernimmt diese Funktion das von Marcus Döring gegründete Label Pro Media Musik, das den Großteil der Musikrechte sowie den Markennamen Tanzorchester Klaus Hallen übernahm.[9]

Die Musik des Tanzorchester Klaus Hallen wird auch heute noch regelmäßig auf nationalen und internationalen Tanzturnieren u. a. der World DanceSport Federation (WDSF) gespielt, z. B. auf der Europameisterschaft Standard 2022[11] oder der Weltmeisterschaft Latein 2024.[12]

Tanz und Choreographie

Seine tänzerische Karriere begann in der Düsseldorfer Tanzschule Günter Dresen wo Hallen später zum Turniertanz kam.[13] Ab 1960 tanzte er in der Formation Gesellschaftskreis und Junioren-Club Düsseldorf (Trainer: Heidegard Dresen).[1][14] Ab 1967 startete diese Formation unter dem neuen Vereinsnamen TD TSC Düsseldorf Rot-Weiss (Trainer: Heidegard Dresen, ab 1969 Günter Dresen).[14][15][16][17]

1981 wurde Hallen als Trainer der Lateinformation des 1. TC Ludwigsburg verpflichtet, er konnte jedoch keine nennenswerten Erfolge mit der Lateinformation erringen.[18] 1983 gründete der 1. TC Ludwigsburg seine Standardformation, mit Klaus Hallen als erstem Trainer.[19][20] Er wurde mit der Standardformation mehrmaliger Weltmeister, Europameister sowie deutscher Meister.[21] 1989 übergab er das Traineramt an seine Nachfolger Norman und Dagmar Beck.[19]

Von 1989 bis 1991 war Hallen Co-Trainer des A-Teams Standard- sowie Lateinformation des TD TSC Düsseldorf Rot-Weiss.[14]

Hallen erstellte die Choreographie der Formation des TTC Gelb-Weiss Hannover für ihren Auftritt in der 11. Folge der ZDF-Fernsehsendung Melodien für Millionen mit Dieter Thomas Heck (Erst-Ausstrahlung: 19. März 1988).[22][23]

Erfolge als Formationstänzer

Mit dem Gesellschaftskreis und Junioren-Club Düsseldorf (ab 1967 Umbenennung in TD TSC Düsseldorf Rot-Weiss):

Erfolge als Formationstanz-Trainer

Als Trainer vom A-Team der Standardformation des 1. TC Ludwigsburg:

  • 4× Weltmeister (1985–1988)[24][21]
  • 1× Vizeweltmeister (1984)[24][21]
  • 2× Europameister (1987–1988)[25][21]
  • 1× Vizeeuropameister (1986)[21]
  • 4× Deutscher Meister (1985–1988)[26][21]
  • 1× Deutscher Vizemeister (1984)[26][21]

Als Co-Trainer vom A-Team der Standard- sowie Lateinformation des TD TSC Düsseldorf Rot-Weiss:

  • 1× Vierter Platz Deutsche Meisterschaft Formationstanz Standard (1991)[26]
  • 1× Dritter Platz Deutsche Meisterschaft Formationstanz Latein und Standard (1990)[26]
  • 1× Dritter Platz Deutsche Meisterschaft Formationstanz Latein (1989)[26]

Als Trainer der Standardformation des TSC Kongress Gelsenkirchen:

  • 1× Deutscher Vizemeister (1981)[26]

Einzelnachweise

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