Klaus Moegling
deutscher Lehrer, Politikdidaktiker sowie Sportwissenschaftler und Autor
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Leben
Studium
Klaus Moegling studierte von 1971 bis 1976 in den Fächern Leibeserziehung und Politikwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen und schloss sein Lehramtsstudium mit dem 1. Staatsexamen und das Magisterstudium in Soziologie ab. Von 1980 bis 2001 war er als Lehrer, an der Albert-Schweitzer-Schule und Jacob-Grimm-Schule in Kassel tätig. 1984 promovierte Klaus Moegling an der Gesamthochschule Kassel zum Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Klaus Moegling machte 1998 eine Habilitation an der Universität Hamburg zum Thema Gesundheit und Bewegung am Fachbereich Sportwissenschaft und 2006 eine weitere Habilitation in Politikwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt.
Wissenschaft und Lehre
Im Jahr 1999 wurde Moegling Privatdozent an der Universität Hamburg. Seit 2003 lehrte er im Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Universität Marburg und im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel mit den Schwerpunkten Politikdidaktik, Friedenssicherung und Kriegsprävention. 2005 erhielt er eine außerplanmäßige Professur an der Universität Marburg, im Jahr 2009 dann an der Universität Kassel. Sein Publikationsschwerpunkt lag im Bereich von Schulpädagogik und Politikdidaktik sowie Entwicklungspolitik und Friedenspolitik. Zuletzt war Klaus Moegling als Hochschullehrer in der Politiklehrerbildung an der Kasseler Universität und im Studienseminar als Studiendirektor tätig. Nach Beendigung der Tätigkeit im Studienseminar arbeitete er bis 2021 weiter auf der außerplanmäßigen Professur sowie im Lektorat des Prolog-Verlags. Seitdem ist er als Publizist für zeitdiagnostische Themen in den Bereichen Friedensforschung und Nachhaltigkeit tätig.
Friedenpolitisches Engagement
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 startete Klaus Moegling den Appell für den Frieden.[1] Er forderte hochrangige Friedensverhandlungen durch die UNO, bei denen der Zwei-plus-Vier-Vertrag zur Deutschen Einheit als Vorbild genommen werden soll.[2]
Im Februar 2023 war Moegling unter den Erstunterzeichnern der von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer initiierten Petition Manifest für Frieden an Bundeskanzler Olaf Scholz, die im Ukrainekrieg dazu aufrief,[3] „die Eskalation der Waffenlieferungen zu stoppen“. Allerdings plädiert er für eine Unterstützung der Ukraine mit Augenmaß bei gleichzeitiger Intensivierung der Bemühungen um eine diplomatische Lösung.[4]
Sein politikwissenschaftliches Hauptwerk ist das Buch Neuordnung. Eine friedliche und nachhaltig entwickelte Welt ist (noch) möglich.
Schriften (Auswahl)
- Nachhaltiges Lernen in der politischen Bildung, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2001, ISBN 978-3-8100-3106-8
- Kompetenzaufbau im fächerübergreifenden Unterricht, Verlag Barbara Budrich, Leverkusen, 2010, ISBN 978-3-934575-44-8
- Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung, Verlag Barbara Budrich, Leverkusen, 2011, ISBN 978-3-934575-66-0
- Ökonomische Bildung im Politikunterricht, Verlag Barbara Budrich, Leverkusen, 2012, ISBN 978-3-934575-65-3
- „Ich würde die Hausaufgaben abschaffen ebenso wie das Sitzenbleiben.“ 19 Interviews zu zentralen Fragen der Schulpädagogik, Verlag Barbara Budrich, Leverkusen, 2017, ISBN 978-3-934575-92-9
- Kultureller Transfer und Bildungsinnovation: Wie Schulen die nächste Generation auf die Zukunft der Globalisierung vorbereiten können, ISBN 978-3-934575-93-6, Verlag Barbara Budrich, Leverkusen, 2. erweiterte Auflage 2020
- Neuordnung: Eine friedliche und nachhaltig entwickelte Welt ist (noch) möglich – Analyse, Vision und Entwicklungsschritte aus einer holistischen Sicht, Verlag Barbara Budrich, Leverkusen, 3. erweiterte Auflage 2020, ISBN 978-3-8474-2383-6, im open access in der 6. Auflage (2025) unter https://www.klaus-moegling.de/aktuelle-auflage-neuordnung/