Klaus Perwas

deutscher Basketball-Spieler und -Trainer From Wikipedia, the free encyclopedia

Klaus Peter Perwas[1] (* 8. März 1971 in Osnabrück) ist ein deutscher Basketballtrainer und ehemaliger Basketballspieler. Er bestritt als Aufbauspieler zwölf Spiele für die deutsche Basketballnationalmannschaft. Nachdem er seine sportliche Karriere infolge einer Knieverletzung beendet hatte,[2] wurde er als Trainer tätig.

Schnelle Fakten Spielerinformationen, Vereine als Aktiver ...
Basketballspieler
Basketballspieler
Klaus Perwas
Spielerinformationen
Geburtstag 8. März 1971 (55 Jahre)
Geburtsort Osnabrück, Deutschland
Größe 194 cm
Position Point Guard /
Shooting Guard
Vereine als Aktiver
1992–1994 DeutschlandDeutschland SG Bramsche-Osnabrück
1994–1995 DeutschlandDeutschland SSV Ulm 1846
1995–1998 DeutschlandDeutschland Telekom Baskets Bonn
Nationalmannschaft1
1994–1998 Deutschland 12 Spiele
Vereine als Trainer
2000–2002 DeutschlandDeutschland Telekom Baskets Bonn (Co)
2002–2005 DeutschlandDeutschland Dragons Rhöndorf (Co)
2005–2006 DeutschlandDeutschland Dragons Rhöndorf
2008–2025 DeutschlandDeutschland Skyliners Frankfurt (Co)
2021–2025 DeutschlandDeutschland Deutschland (Co)
seit 2025 0 DeutschlandDeutschland Skyliners Frankfurt
1Stand: 20.10.2016
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Spieler

Klaus Perwas begann bereits in seiner Kindheit beim TV Bissendorf-Holte und später beim BC Giants Osnabrück, Basketball zu spielen. Er betrieb als Jugendlicher ebenfalls Tennis und Fußball.[1] Gefördert wurde er vor allem durch seinen basketballbegeisterten Vater Peter Perwas, ein Osnabrücker Kaufmann und ehemaliger Fußballspieler, der die Osnabrücker Giants als Mäzen und Manager aus der Bezirksklasse im Jahr 1983 in die 1. Basketball-Bundesliga geführt hatte.

Klaus Perwas gehörte zu Kadern der Jugend-Nationalmannschaften des DBB.[3] Seine Stationen als Bundesligaspieler waren die BG Bramsche-Osnabrück und der SSV Ratiopharm Ulm, bevor er bei den Telekom Baskets Bonn seine erfolgreichste Zeit hatte. Als Nationalspieler wechselte Perwas zu den Bonnern in die 2. Basketball-Bundesliga. Unter Trainer Bruno Socé führte der Aufbauspieler als Mannschaftskapitän in der Saison 1995/96 bei nur einer Niederlage in der Aufstiegsrunde in die höchste deutsche Spielklasse. Als Aufsteiger gelang den Rheinländern auf Anhieb die Vizemeisterschaft 1997. In der nächsten Saison schloss er mit Bonn die Hauptrunde als Tabellenzweiter ab, allerdings verletzte sich Perwas im März 1998 in der Meisterrunde während eines Viertelfinalspiels[4] schwer am Knie (Riss des Außenmeniskus).[5] Diese Verletzung sorgte letztlich für das Ende seiner Spielerlaufbahn.[6] Perwas musste mehrere Eingriffe am Knie vornehmen lassen und bemühte sich vergeblich um eine Rückkehr aufs Spielfeld.[4] Die Folgen der Verletzung hatten Perwas’ Aussage zufolge noch Jahre später Auswirkungen auf seinen Alltag.[1] Seine Tätigkeit in Bonn ging daraufhin in den Trainerbereich über, obwohl er diesen Beruf nicht angestrebt hatte.[1]

In der Nationalmannschaft debütierte Perwas am 5. November 1994 in einem Länderspiel gegen Litauen. Obwohl er kurz darauf gegen Griechenland mit 17 Punkten seine beste Leistung ablieferte, gelang ihm nur der Sprung in den erweiterten Kreis der Nationalspieler. Insgesamt erzielte er in zwölf Länderspielen 37 Punkte. Sein letztes Länderspiel war am 28. Februar 1998 gegen die Slowakei.[7]

Trainer

Zur Saison 2000/01 übernahm Perwas das Amt des Co-Trainers bei den Telekom Baskets Bonn.[8] Zur Saison 2002/03 wechselte er – ebenfalls als Co-Trainer – zum Lokalrivalen Dragons Rhöndorf in die zweite Liga. Dort wurde er nach drei Jahren als Assistent von Berthold Bisselik 2005 dessen Nachfolger.[9] Dieses Engagement wurde nach einem Jahr beendet.[10] Anschließend arbeitete Perwas in einem Golfgeschäft.[1]

2008 kehrte er in den Basketballsport zurück. Perwas wurde Co-Trainer beim Bundesligisten Deutsche Bank Skyliners, zunächst als Assistent von Cheftrainer Murat Didin.[11] Dort wurde er als Co-Trainer unter anderem für das Individualtraining und die perspektivische Entwicklung der Nachwuchsspieler zuständig. Auch unter Didins Nachfolger Gordon Herbert und unter Muli Katzurin blieb Perwas Co-Trainer der Frankfurter. Anfang März 2012 verlängerte er seinen Vertrag frühzeitig bis zum Ende der Saison 2013/14. 2016 gewann er mit Frankfurt den europäischen Wettbewerb FIBA Europe Cup. Zwischen August[12] und November 2016 war Perwas hauptverantwortlich für die Frankfurter Mannschaft zuständig, da Gordon Herbert aufgrund eines Eingriffs am Rücken fehlte.[13] Im November 2021 wurde Perwas zusätzlich Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft unter Bundestrainer Gordon Herbert.[14] Mitte März 2022 übernahm Perwas in Frankfurt nach der Entlassung von Cheftrainer Diego Ocampo zunächst dessen Amt.[15] Hiernach war er wieder als Assistenztrainer beschäftigt, als Geert Hammink neuer Frankfurter Trainer wurde. Perwas war als Assistenztrainer der deutschen Nationalmannschaft am Gewinn der Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 2022 beteiligt.[16]

Von Hammink trennte sich Frankfurt Mitte März 2023, Perwas rückte wieder in die Hauptverantwortung und erhielt das Cheftraineramt.[17] Perwas gelang es nicht, den Bundesliga-Abstieg abzuwenden. Im Sommer 2023 kehrte er ins Amt des Assistenztrainers zurück und gab die Aufgabe als Frankfurter Cheftrainer an Denis Wucherer ab.[18] Bei der WM 2023 trug Perwas als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft zum Gewinn des Weltmeistertitels bei.[19] 2024 erreichte er als Assistenztrainer mit der Frankfurter Mannschaft den Bundesliga-Wiederaufstieg.[20] Perwas nahm als Co-Trainer von Herbert an den Olympischen Sommerspielen 2024 teil, bei denen er mit der deutschen Mannschaft Vierter wurde.[21] Im März 2025 wurde er in Frankfurt abermals Übergangscheftrainer, nachdem Wucherer die abstiegsbedrohte Mannschaft hatte verlassen müssen.[22] Ende April 2025 erhielt Perwas einen unbefristeten Vertrag als Frankfurter Cheftrainer. Sein Amt als Assistenztrainer der deutschen Nationalmannschaft gab er gleichzeitig ab.[23]

Commons: Klaus Perwas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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