Klaus Vierneisel
deutscher Klassischer Archäologe und Museumsdirektor
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Klaus Vierneisel (* 23. Juli 1929 in Heidelberg; † 18. September 2015 in München[1]) war ein deutscher Klassischer Archäologe und Museumsdirektor.
Leben
Klaus Vierneisel studierte in München Klassische Archäologie und wurde am 8. März 1956 an der Universität München bei Ernst Buschor mit der Arbeit Hellenistische Votivreliefs. Untersuchungen zum Münchner Opferrelief zum Doktor der Philosophie promoviert. 1956/1957 erhielt er das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Danach war er bis 1963 an der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts tätig, danach von 1963 bis 1971 an den Staatlichen Antikensammlungen und der Glyptothek in München, zuletzt als Oberkonservator. Vom 1. Januar 1971 bis 31. März 1978 war er in Nachfolge Adolf Greifenhagens Direktor vom Antikenmuseum Berlin Stiftung Preußischer Kulturbesitz, vom 1. April 1978 bis zu seiner Pensionierung 1994 in Nachfolge Dieter Ohlys Direktor der Glyptothek und der Staatlichen Antikensammlungen in München. Er war an verschiedenen Ausgrabungen beteiligt, so in Samos und Athen-Kerameikos.

Er war verheiratet mit der Klassischen Archäologin Barbara Vierneisel-Schlörb (1931–2009).
Im Jahr 1986 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 1996 den Bayerischen Verdienstorden. Vierneisel war ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.
Literatur
- Guido Magnaguagno, Juri Steiner (Hrsg.): Arnold Böcklin, Giorgio de Chirico, Max Ernst. Eine Reise ins Ungewisse. Benteli, Bern 1997, ISBN 3-7165-1072-6, S. 462 (Kurzlebenslauf).
- Vierneisel, Klaus. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1280.