Kleesalz

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Kleesalz, manchmal auch Bitterkleesalz genannt, ist ein im Waldsauerklee (Oxalis acetosella) enthaltenes, gesundheitsschädliches Kaliumsalz der Oxalsäure (Kleesäure), die korrekte Bezeichnung ist Kaliumhydrogenoxalat mit der Formel KHC2O4.[4]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur des Kleesalzes
Allgemeines
Name Kleesalz
Andere Namen
  • Kaliumhydrogenoxalat
  • Monokaliumoxalat
  • Oxalsäure Monokalium-Salz
  • Sauerkleesalz
Summenformel C2HKO4
Kurzbeschreibung

weiße geruchlose Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 127-95-7
EG-Nummer 204-873-0
ECHA-InfoCard 100.004.431
PubChem 23662386
Wikidata Q906025
Eigenschaften
Molare Masse 128,12 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,04 g·cm−3 (Hydrat)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[3]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 312302
P: 264270280301+312302+352312321330362+364501[3]
Toxikologische Daten

7500 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
Schließen

Eigenschaften

Kleesalz besitzt ein monoklines Kristallsystem.[5] Das Monohydrat von Kleesalz verliert ab etwa 100 °C sein Kristallwasser.[1]

Verwendung

Kleesalz wird zur Reinigung von Mineralien eingesetzt, da sich damit limonitische Überzüge und Krusten entfernen lassen. Wässrige Lösungen von Kleesalz werden auch zur Entfernung von Rostflecken aller Art empfohlen, auch für das Entfärben der bläulichen Eisenflecken auf Eichenholz.
Kleesalz ist das Standardpoliermittel für Marmor.

Entdeckung

1668 beschrieb Samuel Duclos[6] in den Abhandlungen der Pariser Académie Royale des Sciences die Gewinnung eines „essentiellen Salzes“ (sel essentiel) aus Sauerampfer (Rumex). Duclos charakterisierte die Substanz als sauer und identifizierte ihre Ähnlichkeit zum Weinstein (Tartarus). Erst die späteren Arbeiten von Wiegleb und Carl Wilhelm Scheele (1776) klärten auf, dass dieses bereits im Apothekerwesen etablierte Salz das Kaliumsalz einer eigenständigen Säure, der Oxalsäure, darstellt.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI