Klein Engersen

Ortsteil von Kalbe (Milde) From Wikipedia, the free encyclopedia

Klein Engersen ist ein Ortsteil der Ortschaft Engersen und der Stadt Kalbe (Milde) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Schnelle Fakten Stadt Kalbe (Milde) ...
Klein Engersen
Koordinaten: 52° 37′ N, 11° 22′ O
Höhe: 32 m ü. NHN
Fläche: 5,42 km²[1]
Einwohner: 54 (31. Dez. 2023)[2]
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Engersen
Postleitzahl: 39624
Vorwahl: 039080
Klein Engersen (Sachsen-Anhalt)
Klein Engersen (Sachsen-Anhalt)
Lage von Klein Engersen in Sachsen-Anhalt
Kirche in Klein Engersen
Kirche in Klein Engersen
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Geographie

Klein Engersen, ein Dreieckplatzdorf mit Kirche, liegt vier Kilometer südwestlich von Kalbe (Milde) und 1½ Kilometer östlich von Engersen in der Altmark. Im Westen fließt der Neugraben und im Süden der Neue Neugraben. Der Heitberg südlich des Dorfes ist etwa 46 Meter hoch, der Pickelsberg im Norden hat eine Höhe von etwa 56 Metern.[3][1]

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Im Jahre 1238 wurde Klein Engersen erstmals als Engerbu parvum iuxta Calve erwähnt.[4] Graf Siegfried von Osterburg und Altenhausen gab in diesem Jahr beide Dörfer an Abt Gerhard von Werden und Helmstedt zurück. Weitere Nennungen sind 1473 Lutken engersbw, 1506 lutken engerßbo, 1541 Lütken Engersheim und Lütken Engersbu, 1687 Lütken Engersen[1] und 1804 Klein Engersen.[5]

Eingemeindungen

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Kanton Zichtau auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen gehörte die Gemeinde ab 1816 zum Kreis Gardelegen, dem späteren Landkreis Gardelegen.[1]

Am 20. Juli 1950 wurden die Gemeinden Klein Engersen und Groß Engersen zur Gemeinde Engersen im Landkreis Gardelegen zusammengeschlossen.[6] Mit der Eingemeindung von Engersen nach Kalbe (Milde) am 1. Januar 2010 kam der Ortsteil Klein Engersen zur Stadt Kalbe (Milde) und zur neu gegründeten Ortschaft Engersen.[7]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1734142
1774106
1789096
1798108
1801103
1818093
1840172
1864177
Jahr Einwohner
1871176
1885182
1892[0]187[8]
1895189
1900[0]160[8]
1905164
1910[0]159[8]
1925172
Jahr Einwohner
1939137
1946247
2015061
2016063
2017059
2018060
2020[0]057[9]
2021[0]055[9]
Jahr Einwohner
2022[0]56[2]
2023[0]54[2]
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946,[1] 2015 bis 2018[10]

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Klein Engersen, die früher zur Pfarrei Groß Engersen gehörte,[11] wird heute betreut vom Pfarrbereich Estedt im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[12]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die evangelische Dorfkirche Klein Engersen ist ein flach gedeckter spätromanischer Feldsteinbau, bestehend aus rechteckigem Schiff mit eingezogenen quadratischem Chor.[13] Die Bauernfahne aus dem Jahre 1675 gehört zu ältesten erhaltenen preußischen Fahnen. Sie konnte 2014 durch die Unterstützung vieler privater Spender, Sponsoren, Vereine und Stiftungen rekonstruiert werden.[14]
  • Auf dem Kirchhof im Osten des Dorfes befindet sich der Ortsfriedhof.
  • In Klein Engersen steht ein Denkmal für die Gefallenen und Vermissten des Ersten Weltkrieges.[15]

Literatur

  • Adolf Parisius, Adolf Brinkmann: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Kreis Gardelegen. XX. Heft. Hendel, Halle an der Saale 1897, S. 30.
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 207 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
  • J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 404, 19. Klein Engersen (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Commons: Klein Engersen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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