Klein Gerstedt

Ortsteil von Salzwedel From Wikipedia, the free encyclopedia

Klein Gerstedt gehört zur Ortschaft Osterwohle und ist ein Ortsteil der Hansestadt Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Schnelle Fakten Stadt Salzwedel ...
Klein Gerstedt
Stadt Salzwedel
Koordinaten: 52° 50′ N, 11° 5′ O
Höhe: 30 m ü. NHN
Fläche: 3,41 km²[1]
Einwohner: 56 (31. Dez. 2023)[2]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner/km²
Eingemeindung: 30. September 1939
Eingemeindet nach: Gerstedt
Postleitzahl: 29410
Vorwahl: 03901
Klein Gerstedt (Sachsen-Anhalt)
Klein Gerstedt (Sachsen-Anhalt)
Lage von Klein Gerstedt in Sachsen-Anhalt
Feldsteinkirche mit gotischem Backsteinportal und neugotischem Westgiebel
Feldsteinkirche mit gotischem Backsteinportal und neugotischem Westgiebel
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Geographie

Das altmärkische Dorf Klein Gerstedt, ein nach Norden und Westen erweitertes Rundplatzdorf mit Kirche auf dem Platz,[1] liegt etwa sechs Kilometer westlich von Salzwedel. Im Süden des Dorfen fließt die Salzwedeler Dumme.[3] Nachbarorte sind Groß Gerstedt, Klein Wieblitz und Bombeck.

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird der Ort als Lutken Gherstede mit 10 Höfen aufgeführt.[4] Weitere Nennungen sind 1608 Luetken gerstedt, 1687 Lütken Gerstede[1] und 1804 Klein Gerstedt.[5]

Eingemeindungen

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Stadtkanton Salzwedel auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.[1]

Am 1. Oktober 1939 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Klein Gerstedt und Groß Gerstedt zur Gemeinde Gerstedt.[6] Mit der Auflösung der Gemeinde Gerstedt durch die Eingemeindung in Osterwohle am 1. Oktober 1972 kam der Ortsteil Klein Gerstedt zu Osterwohle.[7] Bis Ende 2009 gehörte Klein Gerstedt zur eigenständigen Gemeinde Osterwohle und war Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Salzwedel-Land. Durch die Eingemeindung von Osterwohle nach Salzwedel am 1. Januar 2010 kam der Ortsteil Klein Gerstedt zur Stadt Salzwedel und zur neuen Ortschaft Osterwohle.

Einwohnerentwicklung

Gemeinde

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1734044
1774044
1789052
1798057
1801057
1818048
1840107
1864118
1871105
Jahr Einwohner
1885099
1892[0]103[8]
1895084
1900[0]068[8]
1905085
1910[0]083[8]
1925085
1939092
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1939:[1]

Ortsteil

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
2010[0]61[9]
2014[00]56[10]
2015[00]69[10]
2020[00]59[11]
2021[00]56[12]
2022[00]59[12]
2023[0]56[2]
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Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Klein Gerstedt, die früher zur Pfarrei Bombeck gehörte,[13] wird heute betreut vom Pfarrbereich Osterwohle-Dähre im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[14]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die evangelische Dorfkirche Klein Gerstedt ist ein spätromanischer Feldsteinbau. Sie ist eine Filialkirche der Kirchengemeinde in Bombeck.[13]
  • Der Ortsfriedhof ist auf dem Kirchhof.
  • Das vom Bildhauer Carl Mettel erbaute Kriegerdenkmal wurde aus Feldsteinen erbaut und 1921 eingeweiht. Der Monolith ist ein Findling, der in „Kohede’s Plan“ in Laus (Gebiet ca. 2 km nördlich der Ortschaft) gefunden wurde. Im Fundament des Denkmals wurde eine Urkunde, welche die Wirtschaftsleistung des Dorfes beschreibt, in eine Flasche eingemauert.[15][16]

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 763–765, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 128 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
  • J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 332, 57. Klein-Gersted (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise

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