Klein Wanzer

Wohnplatz von Aland From Wikipedia, the free encyclopedia

Klein Wanzer ist ein Wohnplatz im Ortsteil Wanzer der Gemeinde Aland der Verbandsgemeinde Seehausen (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.[2]

Schnelle Fakten Gemeinde Aland ...
Klein Wanzer
Gemeinde Aland
Koordinaten: 53° 0′ N, 11° 36′ O
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 1,32 km²[1]
Eingemeindung: 1. April 1936
Eingemeindet nach: Wanzer
Postleitzahl: 39615
Vorwahl: 039395
Klein Wanzer (Sachsen-Anhalt)
Klein Wanzer (Sachsen-Anhalt)
Lage von Klein Wanzer in Sachsen-Anhalt
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Geografie

Das altmärkische Dorf Klein Wanzer, ein Sackgassendorf,[1] liegt direkt am Aland einen Kilometer nordwestlich von Wanzer, elf Kilometer nordwestlich von Krüden im Biosphärenreservat Mittelelbe. Der Ort ist, abgesehen von einer auf der benachbarten Gemarkung Aulosen liegenden Wüstung des Dorfes Stresow, die nördlichste Siedlung von Sachsen-Anhalt.[2]

Die Nachbarorte sind Mittelhorst und Jagel im Norden, Cumlosen, Wentdorf und Müggendorf im Nordosten, Wahrenberg, Ziegelei, Wanzer und Kahlenberge im Südosten, Deutsch im Süden, Aulosen und Bömenzien im Südwesten, Nienwalde im Westen, sowie Kapern, Stresow, Gummern, Schnackenburg und Lütkenwisch im Nordwesten.[2]

Am linksseitigen Deich des Aland und knapp 600 Meter westnordwestlich der Siedlung befindet sich das Quellgebiet der Seege, die hier noch Schaugraben heißt.[2]

Geschichte

Klein Wanzer ist eine hufeisenförmige wendische Gründung, die 1319 als Wendeschen Wantzewer erwähnt wurde, als Markgraf Woldemar dem Kloster Amelungsborn Besitzungen zu Aulosen und die dazugehörigen Orte vereignet.[3] Weitere Nennungen sind 1541 Lütken Wanzer, 1687 Lütken Wantzer[1] und 1804 Klein Wanzer.[4]

Eingemeindungen

Am 1. April 1936 wurde die Gemeinde Klein Wanzer aus dem Landkreis Osterburg in die Gemeinde Groß Wanzer eingegliedert und Groß Wanzer in „Wanzer“ umbenannt.[5]

Bis Ende 2009 war Klein Wanzer ein Ortsteil der bis dahin selbständigen Gemeinde Wanzer. Am 1. Januar 2010 wurde der Ort ein Teil der zum gleichen Datum neu gebildeten Gemeinde Aland und besteht seitdem als Wohnplatz des Ortsteiles Wanzer fort.[6]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
173449
177559
178964
179867
Jahr Einwohner
180156
181846
184057
186437
Jahr Einwohner
187138
188537
1892[0]40[7]
189547
Jahr Einwohner
1900[0]41[7]
190535
1910[0]31[7]
192535
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Quelle wenn nicht angegeben:[1]

Religion

Die Evangelischen aus Klein Wanzer sind in die evangelische Kirchengemeinde Groß Wanzer (Wanzer) eingepfarrt, die früher zur Pfarrei Groß Wanzer gehörte.[8] Die Kirchengemeinde Wanzer gehört heute zum Kirchengemeindeverband Beuster-Aland im Pfarrbereich Beuster[9] des Kirchenkreises Stendal im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII) – Band 2 – L–Z. In: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. BWV Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, S. 2358 ff.

Einzelnachweise

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