Kleinerlbach
Ortsteil von Neustadt a.d.Aisch
From Wikipedia, the free encyclopedia
Kleinerlbach ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Neustadt an der Aisch im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[2] Kleinerlbach liegt teils in der Gemarkung Neustadt an der Aisch, teils in der Gemarkung Diespeck.[3]
Kleinerlbach Kreisstadt Neustadt an der Aisch | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 35′ N, 10° 38′ O |
| Höhe: | 310 m ü. NHN |
| Einwohner: | 379 (31. Dez. 2019)[1] |
| Postleitzahl: | 91413 |
| Vorwahl: | 09161 |

Geografie
Geschichte
Der Ort wurde 1361/64 im burggräflichen Salbuch als „Klein-Erelbach“ erstmals urkundlich erwähnt[5] und 1421 in einem Lehensbuch. 1491 gehörte Kleinerlbach zur Pfarrei Neustadt. Bis 1568 war Kleinerlbach als markgräfliches Lehensgut im Besitz der bis dahin als Adelsgeschlecht bestehenden Herren von Lauffenholz, die unter anderem auch über Besitz im benachbarten Diespeck, in Ehe, Riedfeld und Rößleinsdorf verfügten. Im Jahr 1628 starb Kleinerlbach durch die Pest beinahe aus. Für 1708 ist ein tragisches Hochwasser in Kleinerlbach belegt.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Kleinerlbach neun Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Neustadt an der Aisch aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Neustadt an der Aisch. Grundherren waren das Kastenamt Neustadt (2 Höfe, 1 Halbhof, 3 Sölden) und die Pfarrei Diespeck (1 Sölde).[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kleinerlbach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Diespeck zugeordnet. Es gehörte auch der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Diespeck an.[8] Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile von Kleinerlbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neustadt an der Aisch umgegliedert.[9]
Baudenkmäler
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes Baptist (Diespeck) gepfarrt.[7] Die Katholiken sind nach St. Johannis Enthauptung (Neustadt an der Aisch) gepfarrt.[21]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Klein Erlbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 155 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 107 (Digitalisat). Ebd. S. 184–185 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Klein-Erlbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 266 (Digitalisat).
Weblinks
- Kleinerlbach. In: neustadt-aisch.de. Abgerufen am 21. Mai 2025.
- Kleinerlbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 13. Februar 2023.
- Kleinerlbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 20. September 2019.
- Kleinerlbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 21. Mai 2025.