Klinikum Freising

Krankenhaus in Freising, Oberbayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Klinikum Freising ist das in der Universitätsstadt Freising bei München gelegene Akademische Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München. Betreiberin ist die Klinikum Freising GmbH, ein gemeinnütziges Tochterunternehmen des Landkreises Freising.

TrägerschaftLandkreis Freising
BundeslandBayern Bayern
StaatDeutschland Deutschland
Schnelle Fakten Trägerschaft, Ort ...
Klinikum Freising
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Trägerschaft Landkreis Freising
Ort Freising
Bundesland Bayern Bayern
Staat Deutschland Deutschland
Koordinaten 48° 24′ 18″ N, 11° 44′ 41″ O
Krankenhausleitung Maren Kreuzer (Geschäftsführung), Dr. Markus Neumaier (Ärztlicher Direktor), Stefan J. Hörömpö (Pflegedirektor)
Versorgungsstufe I. Versorgungsstufe
Betten 335
Fachgebiete Innere Medizin – Lymphangiologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe (mit Notfallambulanz), Neurologie (mit Notfallambulanz), Neurologie – Schwerpunkt Schlaganfallpatienten, Psychosomatik/Psychotherapie, Anästhesie und Intensivmedizin, Radiologie, Palliativmedizin, Akutgeriatrie, Innere Medizin – Kardiologie (mit Notfallambulanz), Innere Medizin – Hämatologie & internistische Onkologie (mit Notfallambulanz), Innere Medizin – Gastroenterologie & Endokrinologie (mit Notfallambulanz), Allgemein-, Thorax- und Gefäßchirurgie (mit Notfallambulanz), Chirurgie – Schwerpunkt Orthopädie, Unfallchirurgie (mit Notfallambulanz)
Gründung 1860
Website www.klinikum-freising.de
Lage
Klinikum Freising (Bayern)
Klinikum Freising (Bayern)
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Das Klinikum Freising (2011)

Es zählt zu den wichtigsten medizinischen Versorgungseinrichtungen der Region und bietet ein breites Spektrum an Fachdisziplinen und spezialisierten Abteilungen. Mit modernster medizinischer Ausstattung und hochqualifizierten Mitarbeitenden ist das Klinikum Freising darauf ausgerichtet, eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung der Region und darüber hinaus zu gewährleisten. Das Klinikum Freising versorgt jährlich rund 15.000 stationäre und 27.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Im Jahr 2021 kamen hier 1000 Kinder auf die Welt.[1]

Das Klinikum bietet ein breites Spektrum an operativer und konservativer Medizin und ist durch die Zentrale Notaufnahme (Versorgungsstufe II), zwei Katheterlabore, eine komplette radiologische Diagnostik, Chest Pain Unit und eine eigene Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) erste Adresse in der regionalen und überregionalen Notfallversorgung.[2]

Darüber hinaus bestehen Therapiemöglichkeiten in den Bereichen Wirbelsäulenchirurgie, Palliativmedizin, Lymphangiologie, Psychosomatik und Akutgeriatrie.

Durch die Kooperation mit dem Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München besteht Zugang zu einem breiten medizinischen Leistungsspektrum. Das Klinikum ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.[3]

Notaufnahme und Akutversorgung

Die Zentrale Notaufnahme des Klinikums Freising steht rund um die Uhr für die Akutversorgung zur Verfügung und wird interdisziplinär betrieben, um eine zügige Diagnostik und Behandlung zu gewährleisten; hierzu zählt auch die Versorgung von Traumapatientinnen und -patienten nach schweren Unfällen.

Seit 2023 ist die Einrichtung der Versorgungsstufe II („erweiterte Notfallversorgung“) zugeordnet; die Anerkennung erfolgte nach Strukturprüfung durch den Medizinischen Dienst gemäß der G-BA-Richtlinie zum gestuften System von Notfallstrukturen.[4]

Kooperationen und Netzwerke

Das Klinikum Freising ist in regionale Versorgungsstrukturen eingebunden und kooperiert eng mit umliegenden Kliniken, Praxen und Einrichtungen. So können Patientinnen und Patienten auch bei komplexen Erkrankungen sektorenübergreifend und zeitnah versorgt werden. Zu den wichtigsten Kooperationen und Netzwerken zählen:

  • Telemedizinisches Schlaganfallnetzwerk (TEMPiS): Teleneurologische Mitbehandlung und strukturierte Schlaganfallversorgung.
  • TraumaNetzwerk DGU® (Region München–Oberbayern Nord): Zusammenarbeit zur standardisierten Versorgung von Schwerverletzten.
  • Akademisches Lehrkrankenhaus der TUM: Kooperation in Lehre und Ausbildung; fachliche Zusammenarbeit mit dem Klinikum rechts der Isar.
  • Zertifizierte Zentren & Verbünde: Zusammenarbeit u. a. im Brustzentrum sowie in weiteren interdisziplinären Zentren (z. B. Darm-, Endoprothetikzentrum).
  • Onkologische Kooperationen: Interdisziplinäre Tumorboards und Kooperation mit regionalen Strahlentherapie- und Fachpartnern.
  • Rettungsdienst & Präklinik: Verzahnung mit regionalem Rettungsdienst/Notarztdienst und strukturierten Notfallwegen.

Geschichte

Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Freising zwei Krankenhäuser. Einerseits das Militärlazarett an der Landshuter Straße und andererseits das städtische Krankenhaus an der Kammergasse. Aufgrund eines Gesetzes war der Distrikt Freising (Vorläufer des Landkreises Freising) 1860 verpflichtet, ein eigenes Krankenhaus zu errichten. Aus Geldmangel konnte vorerst kein eigenes Gebäude für diesen Zweck errichtet werden.

Bis 1884 war das Distriktkrankenhaus deswegen im Gebäude des städtischen Krankenhauses untergebracht. 1884 konnte ein eigenes Gebäude (ein umgebauter Bauernhof) an der Mainburger Straße bezogen werden. Nach mehreren Erweiterungen wurde es 1919 in Bezirkskrankenhaus und 1939 in Kreiskrankenhaus umbenannt.

1955 wurde ein Zweckverband gegründet, um die Krankenhäuser von Stadt und Kreis unter einem Dach zu vereinigen. Dieser wurde allerdings ein Jahr später wieder aufgelöst. Der Kreis errichtete infolgedessen bis 1958 einen Neubau neben dem bestehenden Gebäude von 1884, das danach nicht mehr genutzt, aber erst 1970 abgerissen wurde.

Nach der Gründung eines neuen Zweckverbandes 1963 wurde beschlossen, die drei Häuser doch zu vereinigen. Dazu wurde das Kreiskrankenhaus um zwei neue Bettenbauten erweitert. Da Freising 1972 seine Kreisangehörigkeit verlor, löste sich der Zweckverband 1973 auf. Die Erweiterung wurde 1974 abgeschlossen. Ab 1993 wurden große Teile des Hauses saniert bzw. neu gebaut. Seit 2005 trägt das Krankenhaus den heutigen Namen und seit 2006 ist es ein Akademisches Lehrkrankenhaus der TU-München.[5][6]

Gesundheitswesen in Freising

Berufsfachschulen für Pflege und Krankenpflegehilfe am Klinkum Freising

Das Klinikum Freising betreibt zwei Berufsfachschulen am Standort Alois-Steinecker-Straße 18 in Freising: die Berufsfachschule für Pflege sowie die Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe. Beide Einrichtungen sind als Privatschulen (Ersatzschulen, staatlich anerkannt) im Verzeichnis des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus geführt.

Die Berufsfachschule für Pflege bietet die dreijährige, seit 2020 generalistisch ausgerichtete Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann mit staatlicher Abschlussprüfung an; praktische Einsätze erfolgen in den Kliniksabteilungen des Hauses und kooperierenden Einrichtungen.

Die Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe vermittelt in einem einjährigen Bildungsgang grundlegende pflegerische Qualifikationen. Der Ausbildungsumfang umfasst 700 Stunden Theorie und 850 Stunden Praxis, die im Klinikum Freising sowie in ambulanten Pflegeeinrichtungen der Region abgeleistet werden; die Pflegefachhelfer-Ausbildung ist seit 2020 ebenfalls generalistisch angelegt. Klinikum Freising

Die Krankenpflegehilfe-Schule wurde 2020 als zweite Berufsfachschule am Klinikum angekündigt und erweitert seitdem das Ausbildungsangebot des Trägers.[7]

Commons: Klinikum Freising – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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