Kloster Disentis

Benediktinerkloster in Disentis/Mustér im Kanton Graubünden, Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Kloster Disentis ist eine Benediktinerabtei in Disentis im Kanton Graubünden in der Schweiz. Die Abtei wurde um das Jahr 700 gegründet, trägt den Namen des Heiligen Martin und präsentiert sich heute im baulichen Zustand des späten 17. Jahrhunderts. Die zweitürmige Kirche wurde zwischen 1696 und 1712 im Vorarlberger Barock erbaut und entspricht dem Vorarlberger Münsterschema. Kloster Disentis gehört der Schweizerischen Benediktinerkongregation an.

Benediktinerabtei und Bahnhof Disentis (Oktober 2020)
Klosterpforte, vor dem Umbau

Wie das Kloster sind auch seine Bibliothek und das Museum Kulturgüter von nationaler Bedeutung.[1] Das Museum im Nordflügel des Konventsgebäudes zeigt eine kunst- und kulturhistorische Sammlung aus dem Mittelalter. Dank seines Gymnasiums ist das Kloster noch heute eine wichtige Bildungsstätte der Region. Im Zuge einer umfassenden Modernisierung in den Jahren 2016 bis 2017 wurde neben dem bestehenden Gästehaus ein Teil des Klosters für den Betrieb als Seminarhotel geöffnet.[2]

Geschichte

Der Klosterbrand von 1799

Es lässt sich nicht mehr eindeutig datieren, wann sich der fränkische Mönch Sigisbert in der «Desertina» niederliess. Man geht davon aus, dass um das Jahr 700 ein erster kirchlicher Raum, vielleicht eine Klause, bestand, die dem Heiligen Martin gewidmet war. Der Rätier Placidus, ein mächtiger Grundbesitzer der Region, unterstützte Sigisbert.[3.1][4.1][5]

Da der Landesherr, Präses Victor in Chur, die bisher bewahrte Sonderstellung Churrätiens gefährdet sah, liess er Placidus ermorden. Die Überlieferung stilisierte den Mord zu einer Enthauptung und nannte in der Folge Placidus einen Märtyrer und Sigisbert einen Bekenner (Cephalophoren-Legende).[5]

Nach dem Jahr 750 entstand unter der Leitung des Abts Ursicin um die Gräber von Placidus und Sigisbert ein eigentliches Kloster. Die Mönche übernahmen die Regel des heiligen Benedikt.[3.1][5] Eine neue Marienkirche, die in der Mitte des 8. Jahrhunderts erbaut wurde, verfügte auch über ein Baptisterium – das Kloster war also Pfarrkirche. Die etwa gleichzeitig erbaute Martinskirche verfügte über eine Krypta, unterirdische Grabräume.[4.1] 765 wird das Kloster im Testament des Churer Bischofs Tello zum ersten Mal urkundlich erwähnt: Das Kloster erhält reiche Schenkungen.[3.1][5]

940 zerstörten Sarazenen das Kloster. Als Hüterin des Lukmanierpasses wurde Disentis für die kaiserlichen Interessen in Italien bedeutsam. Otto I. und Friedrich I. Barbarossa begingen den Pass auf ihrem Weg in den Süden.[5] In dieser Zeit entstand der Klosterstaat, der eine Grösse von 720 km² erreichte.

1020 übertrug Kaiser Heinrich II. die Abtei der bischöflichen Kirche Brixen.[6] Die Brixner Oberherrschaft blieb jedoch umstritten und endete mit der Wiederherstellung der klösterlichen Immunität im Jahr 1074.[7]

1395 war der Fürstabt von Disentis Mitbegründer des Grauen Bundes. In der Reformationszeit geriet das Kloster an den Rand seiner Existenz. Allmählich gelang die religiöse und geistige Erneuerung, die ihren markanten Ausdruck im barocken Klostergebäude fand.

Während des Zweiten Koalitionskrieges im Frühjahr 1799 plünderten französische Truppen das Kloster. Am 1. Mai 1799 kam es zu einem Aufstand der Einheimischen gegen die französische Armee. Als Reaktion wurden am 6. Mai Abtei und Dorf in Brand gesteckt. Nachdem die Abtei bereits ihre Besitzungen im Veltlin verloren hatte, blieben ihr nur «Schutt und Schulden». Der Wiederaufbau ging nur langsam voran und wurde durch einen erneuten Brand 1846 behindert. Der Kanton Graubünden stellte das verarmte Kloster zudem unter Staatskontrolle: Das kantonale Klostergesetz von 1861 verhinderte weitgehend die Novizenaufnahme und das schon vorher stark verarmte Kloster Disentis drohte dadurch vollends unterzugehen.

Zu einem Umdenken kam es 1880 nach einem Stimmungsumschwung im Volk und in der Regierung. Treibende Kräfte dahinter waren der Disentiser Redaktor Placi Condrau, der junge Trunser Politiker Caspar Decurtins und der Maienfelder Theophil von Sprecher. Mit Hilfe der Schweizer Benediktinerkongregation, vor allem durch die Abtei Muri-Gries, wurde das Kloster vor dem Aussterben bewahrt und erfuhr im 20. Jahrhundert eine neue Blüte. Wie 1814 und 1914 beging das Kloster Disentis auch 2014 ein Jubiläumsfest unter dem Titel Stabilitas in progressu («Stabilität im Fortschritt»).

Das Fest der Disentiser Gründungsheiligen Placidus und Sigisbert ist der 11. Juli. Es wird jährlich am vorausgehenden Sonntag als St. Placi (Hochfest Sogn Placi) gefeiert. Dazu findet ein Pontifikalamt mit anschliessender Prozession unter Beteiligung vieler Traditionsgruppen und Vereinen statt.

Klostergebäude

Die «Weisse Arche» über dem Dorf Disentis

Der barocke Klosterbau thront auf einem Hang oberhalb des Dorfkerns (auf 1160 m ü. M.). Er wird gerne als «Weisse Arche» bezeichnet.[8]

Das rund 120 Meter lange und mindestens 50 Meter tiefe Konventgebäude besteht aus zwei Längsbauten, die durch drei Querbauten verbunden sind. So entstehen zwei Innenhöfe. Unter dem Dach des Klostergebäudes finden sich die Klosterkirche am östlichen Ende, die Marienkirche, die Andachtskapelle, die Placidus-Krypta, die Klausur, das Museum, die Klosterbibliothek, die Klosterpforte, die Pilgerstube, Schul- und Seminarräume, Gäste- und Mönchszellen sowie viele andere Räume.

Zum Klosterkomplex gehören zudem zahlreiche Nebengebäude aus verschiedenen Epochen, die unter anderem dem Internat, der Schule, dem Hotel und als Wirtschaftsgebäude dienen.[9] Der Klosterhof als landwirtschaftlicher Betrieb liegt etwas ausserhalb des Dorfes.[10]

Baugeschichte

Das Kloster wandelte sich im Verlauf der Zeit stark. Neben Ausbauten, die von Wachstum zeugen, gab es auch Veränderungen am Bau, die Folge der wiederholten Zerstörungen und Brände waren.[3][4] Bis zum grossen Neubau des 17. Jahrhunderts bestand das Kloster aus einer Ansammlung mittelalterlicher Gebäude.[11]

Die Marienkirche um 1895 vor dem Abriss

Kern des frühen Klosters waren drei Kirchen: die Marienkirche, die Martinskirche und dazwischen eingeklemmt eine kleine Petruskapelle. Diese nebeneinander stehenden Gotteshäuser befanden sich im Bereich des östlichen Innenhofs und waren – im Gegensatz zu den heutigen Kirchen – nach Osten gerichtet. Ausgegraben wurden die Grundmauern der ersten kleinen, vorkarolingischen Marienkirche (um 700 datiert). Ihr Nachfolgebau und die erste Martinskirche wurde in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts erbaut. Gegen Ende des 8. Jahrhunderts wurden die Bauten als Dreiapsidenkirchen neu errichtet. In den folgenden Jahrhunderten gab es immer wieder Umbauten und Wiederaufbauten nach Bränden.[3][12] Bedeutsam sind die Fragmente der bemalten Stuck-Ausstattung. In der heutigen Marienkirche sind die Apsiden aus dem Ende des 10. Jahrhunderts in die Krypta integriert.[12]

Idealplan für das Kloster von Heinrich Ludwig Muoss, 1698

Die barocke Klosteranlage wurde zwischen 1683 und 1704 errichtet. Als Architekt gilt Bruder Caspar Moosbrugger (1656–1721) aus Einsiedeln. 1712 wurde die Kirche geweiht. Nach den verheerenden Bränden von 1799 und 1846 wurde das Konventgebäude verändert und um ein Stockwerk erhöht. In den Jahren 1895 bis 1899 wurde nach Plänen von August Hardegger die Marienkirche erbaut, die in der ersten Hälfte der 1980er Jahre wieder verkleinert wurde. Mit dem 1937 bis 1940 errichteten Internatsbau von Walther Sulser («Sulserbau») im Nordwesten wurde das schon im barocken Bauplan vorgesehene Rechteck vollendet.

Flugaufnahme aus dem Jahr 1990 mit den Schulgebäuden hinter dem Klosterbau

Die Bautätigkeiten der folgenden Jahrzehnte betraf vor allem Aussengebäude: Von 1969 bis 1973 erbauten Hermann und Hans Peter Baur das nahe Schulgebäude. Werner Schmidt machte im Bereich der Studiensäle des Gymnasiums 1994 wesentliche Eingriffe und gestaltete 1999 das sogenannte «Oberhaus» (Knabeninternat). 2005 wurde das sogenannte «Unterhaus» (Mädcheninternat) von Gion A. Caminada in Betrieb genommen. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) zeichnete den Neubau des abgebrannten Klosterhofs Salaplauna von Caminada mit dem Preis umsicht regards sguardi 11 aus: «Das umsichtige Besinnen und das Beharren des Klosters auf dem eigenen Profil sowie die Achtung der Besonderheiten des Örtlichen und Regionalen in der Umsetzung beeindrucken als mutiger, zukunftsoffener Prozess. Da der lebenswichtige Tourismus untrennbar mit Tradition und Kultur der Bewirtschaftung des Landschaftsraums verknüpft ist, bietet die Arbeit Denkanstösse, die über den Ort und die Region hinausstrahlen.» (Jurybericht)[13] Die zum Kloster gehörende Caplutta Sogn Benedetg in Sumvitg wurde 1989 von Peter Zumthor nach einer Lawinenkatastrophe errichtet. Sie ist ein Ersatzbau für die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kapelle St. Benedikt. Ihre Fresken aus dem 15. Jahrhundert sind heute im Klostermuseum ausgestellt.[14.1]

In der Folge stand wieder der Klosterbau im Fokus. Nach Vorstudien zu einer Sanierung im Jahr 2007 wurden von 2016 bis 2020 die Klosterkirche und Innenräume des Klosters umfassend saniert, dazu gehörte die Restaurierung von Fassade, Fresken und der Orgel.[15] Die Sanierungskosten beliefen sich auf rund 16,1 Millionen Schweizer Franken, die zum Teil aus Spenden und mit Unterstützung der Denkmalpflege Graubünden aufgebracht wurden. Zuletzt hatte eine Renovierung der Südfassade der Kirche 1954 stattgefunden.[16]

Klosterkirche

Innenansicht der Klosterkirche

Die im Osten des Klostergrundstücks liegende barocke Klosterkirche St. Martin entstand in ihrer heutigen Form nach 1695/1696. Baumeister war ebenfalls Caspar Moosbrugger.[14.2]

Die Ausrichtung nach Norden verleiht dem Raum eine «Theaterbeleuchtung» von Sonnenaufgang bis zum Abend. Dabei bleiben die Fenster für den in die Kirche tretenden und nach vorn blickenden Besucher durch die Pfeiler verdeckt, die sich wie Kulissen seitlich hereinschieben. Die Seitenkapellen sind durch Gänge verbunden, was wie bei der 90 km entfernten Kirche Madonna der geschlossenen Brücke und anderen Bauten der Region als ein Beispiel des sogenannten Wandpfeilerschemas gilt – eine bauliche Besonderheit, die in dieser Gegend von Vorarlberger Baumeistern zusammen mit Misoxern entwickelt wurde.[17]

Die Gemälde am Kirchengewölbe sind ein Werk von Fritz Kunz (1868–1947). Er gehörte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den geachteten Vertretern einer neueren religiösen Malerei.

Der Hochaltar stammt aus Deggendorf und wurde von Melchior Stadler geschaffen. Der Altar gelangte 1885 nach Disentis als Ersatz für den 1799 zerstörten alten Hauptaltar von Johann Ritz von Selingen (1666–1729). Von ihm erhalten geblieben ist der Placidusaltar, rechts vom Choreingang, und der Benediktsaltar, links des Choreingangs. In der Kirche stehen weitere sechs Altäre. Das Chorgitter ist ein Werk von Bruder Joseph Bäz († 1737). Die Kanzel wurde von Bruder Petrus Soler von Schluein 1717 geschaffen.

Im Refektorium 6 Kabinettscheiben und zahlreiche Profanscheiben (1946–1952) von Giuseppe Scartezzini.

Orgel

Blick auf die Orgel

Die Orgel wurde 1933/1934 von der Orgelbaufirma Gattringer (Rorschach) erbaut. 1955 wurde die Disposition um 9 Register der Firma Goll ergänzt, 1960 baute Orgelbau Mathis (Näfels) das Rückpositiv. 2020 wurde die Orgel durch Orgelbau Kuhn restauriert; sie hat nun 65 klingende Register mit 4173 Pfeifen.[18]

I Hauptwerk C–g3
01.Prinzipal16′(K)
02.Prinzipal 008′
03.Flauto dolce08′
04.Gedeckt08′
05.Spitzgambe08′
06.Oktave04′
07.Gemshorn04′
08.Hohlnasat0223
09.Superoktave 002′
10.Mixtur VI02′
11.Dulzian16′
12.Trompete08′
II Schwellwerk 1 C–g3
13.Italienisch Prinzipal 008′
14.Spitzflöte08′
15.Salizional08′
16.Principal04′
17.Rohrflöte04′
18.Quintflöte0223
19.Principal02′(G)
20.Waldflöte02′
21.Larigot0113(G)
22.Siffflöte01′(G)
23.Scharf IV01′(G)
24.Krummhorn08′
25.Schalmei04′
Tremolo
III Schwellwerk 2 C–g3
26.Bourdon16′
27.Prinzipal08′
28.Flötengedeckt08′
29.Zartgeige08′
30.Vox coelestis08′
31.Harfenprinzipal04′
32.Traversflöte04′
33.Rohrnasat0223
34.Blockflöte02′
35.Terzflöte0135
36.Mixtur IV0113(G)
37.Quintzimbel IV023
38.Rankett16′
39.Trompette harmonique08′
40.Oboe08′
41.Clairon04′(G)
Tremolo
IV Rückpositiv C–g3
42.Bleigedackt08′(M)
43.Quintatön08′(M)
44.Praestant04′(M)
45.Spitzflöte04′(M)
46.Schwiegel02′(M)
47.Octävlein01′(M)
48.Zimbel III 0000120(M)
49.Holzregal08′(M)
Tremolo(M)
Pedalwerk C–f1
50.Untersatz32′(K)
51.Prinzipalbass 016′
52.Subbass16′
53.Echobass16′
54.Quintbass1023
(Fortsetzung Pedal)
55.Oktave08′
56.Violon08′(K)
57.Zartgedeckt08′
58.Gedacktpommer08′
59.Choralbass04′(G)
60.Bassflöte04′
61.Octav02′(G)
62.Mixtur V04′(G)
(Fortsetzung Pedal)
63.Posaune 016′
64.Regal16′
65.Fagott08′
66.Clairon04′
  • Anmerkungen:
(K) = neues Register von Kuhn (2020)
(G) = Register von Goll (1955)
(M) = Register von Mathis (1960)
Nicht gekennzeichnete Register sind Originalregister von Gattringer (1934)

Marienkirche

Apsiden der Marienkapelle, Skizze von 1894

Die mittelalterliche Marienkirche überstand bis in die 1890er Jahre, war aber sehr baufällig geworden. Abt Benedikt Prevost liess 1888 zuerst von Dominikus Trenkwalder ein Gnadenbild der Mutter Maria zu schnitzen. Danach plante er, die alte Kirche durch einen prächtigen Neubau zu ersetzen, der Pilger anziehen sollte. So wurde von 1895 bis 1899 von August Hardegger eine neubarocke Kirche realisiert, die in den Ergänzungsbau des Nordtrakts integriert ist. Reste der alten Kirchen, insbesondere die Apsiden, blieben erhalten und wurden in die Krypta der Kirche integriert. Die Kirche hatte ein hohes Gewölbe, eine Kuppel im Chor, vier Seitenaltäre und eine Orgel mit 23 Registern. Eine prachtvolle Rosenkranztreppe, inspiriert von der Scala Regia im Vatikan, führt zur Kirche hoch. Bruder Columban Buholzer zeichnete für die Deckenbemalung und die Fenster zum Hof verantwortlich.[4][12]

Dem Bau des Sulserbaus in den 1930er Jahren an der Westseite der Kirche war geschuldet, dass ihre rückwärtige Empore entfernt werden musste. Für Festgottestdienste war die Kirche jetzt zu klein. Die Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts immer weniger genutzt; selten fanden noch Gottesdienste statt. Als Wallfahrtsort hatte die Kirche lediglich eine regionale Bedeutung.[3][12]

In den 1970er Jahren zeichnete sich ab, dass der 1899 erstellte Nordtrakt renoviert werden musste. Dabei wurde von 1982 bis 1984 die Marienkirche komplett durch Felix Schmid umgestaltet. Dabei wurden Ideen des Architekten Walther Sulser teilweise umgesetzt, die Marienkirche umzunutzen, Die Rosenkranztreppe wurde deutlich verkürzt und endete im umgestalteten Kirchenraum. Die Krypta wurde aufgelöst, die Apsiden von ca. 980 bilden seither den Chor. Die Kirche mit tiefer Decke im Schiff ist deutlich weniger aufwändig gestaltet als der Vorgängerbau. Steinerne Säulen trennen den Chor vom Schiff. Der neu entstandene Raum oberhalb der Kirche wurde für die Kirche und die Bibliothek genutzt.[3][4][12]

1985 wurde noch eine Orgel mit zehn Registern eingebaut.[12]

Anbetungskapelle

Die frühere Immaculata-Kapelle, eine rechts vor die Klosterkirche gelagerte kleine Seitenkapelle, wurde nach umfangreicher Sanierung am 24. Mai 2025 mit einem Festakt eingeweiht. Sie diente als Totenkapelle und soll zukünftig auch als Aufbahrungsort für verstorbene Mitbrüder des Klosters dienen. Daneben steht sie externen Gruppen als eucharistische Anbetungskapelle zur Verfügung.[19] Der Raum ist mit einem fünfteiligen textilen Wandbild des brasilianischen Künstlers und Ordensbruders Fra Sidival geschmückt, in das historische Stoffe eingearbeitet sind, und beherbergt eine Haarreliquie des seligen Carlo Acutis, auch bekannt als Influencer Gottes.[20]

Placiduskrypta

Die Placikrypta oder Placiduskrypta ist ein halbkreisförmige Andachtsraum, der unterhalb des Osthofs liegt. Der Raum ist modern mit rotem Stein und Holz gestaltet. In den Altarblock sind die Reliquien von Placidus und Sigisbert integriert. Eine grosse Glasfront hinter dem Altar öffnet zu den Ausgrabungen der romanischen Martinskirche mit Mauerresten der Krypta, eine der ältesten Krypten der Schweiz. In der historischen Mauer befindet sich ein kleines Fenster, durch das am 11. Juli, am Fest des heiligen Placidus, am längsten Licht in die Krypta fiel. Der Andachtsraum wurde auf Wunsch der Klostergemeinschaft angelegt, nachdem bei archäologischen Ausgrabungen von 1980 bis 1983 die Krypta freigelegt worden war.[5][3][21]

Glocken

Die Klosterglocken von Disentis schlagen 3 Uhr
Glocken der Klosterkirche Disentis rufen zur Vesper

Die Glocken des Klosters Disentis hängen in zwei Türmen: Der Westturm besitzt sechs Glocken, im Ostturm läutet seit dem Jahr 2000 eine Glocke, die tiefe As-Glocke.[22] Nach Walters Glockenkunde sollen bereits im 10. Jahrhundert die Disentiser Möche 12 Glocken vor den heranstürmenden Sarazenen nach Zürich ans Grossmünster in Sicherheit gebracht haben. Aufgrund der Brände im Kloster Disentis, denen jedes Mal auch die Archive zum Opfer fielen, ist ansonsten nichts überliefert. 1852 wurden vier Glocken von der Firma Josef Anton Grassmayr in Feldkirch gegossen. Über ihre Disponierung ist praktisch nichts überliefert. 1918 bekam die grosse Glocke während des Begrüssungsgeläuts für die neue grosse Glocke b" der Dorfkirche einen Riss. 1922 goss man als Ersatz in Staad SG eine neue Martinsglocke. Aus jener Zeit ist auch eine Läuteordnung überliefert. Demnach ist ein einfaches Reihenläuten für Disentis belegt. 1963 entschied sich die Klostergemeinschaft für eine Neuanschaffung. Im Hinblick auf die Millenniumsfeier entschloss sich die Klostergemeinschaft im Jahr 1999 zur Beschaffung der Friedensglocke, die in den sanierten Ostturm gehängt wurde. Erstmals läutete sie zum Übertritt ins dritte Jahrtausend. Je nach Tagesordnung und Läutordnung bestehen die Läutesequenzen aus Teilmotiven von mindestens drei Glocken bis zum Plenum aller sieben Glocken.[23] Alle aktuellen Glocken wurden von der Firma Rüetschi AG in Aarau gegossen.

Weitere Informationen Nummer, Bezeichnung ...
Die Glocken der Klosterkirche St. Martin in Disentis
Nummer[24]BezeichnungTonGewicht
(gerundet)
Inschrift
Übersetzung
Stifter und/oder PateBaujahrTondokument
1Friedens­glockeAs°5000 kg
(Klöppel
200 kg)
PONTIFICIS MAXIMI VOTUM UT OMNES UNUM SINT PANCRATIUS ABBAS ET CONVENTUS VERE SPERANT ATQUE POSTULANT
Dass nach dem Wunsche des Heiligen Vaters alle eins seien, das hoffen wahrlich und fordern Abt Pankraz und die Klostergemeinschaft[25]
Stifter
Anton Winiker und Geschwister, Luzern
1999(Tondok)
2Dreifaltigkeits­glockeC2450 kgLaus tibi et perennis gloria, o beata Trinitatis
Lob und ewiger Preis sei dir, o allmächtigste Dreifaltigkeit
Paten
Herr und Frau
Züger-Giger
Andwil
1963(Tondok)
3Muttergottes­glockees1450 kgMater Misericordiae, monachorum deliciae
Die Mutter der Barmherzigkeit, das Kleinod der Mönche
Paten
Herr und Frau
Maissen-Caminada
Disentis
1963(Tondoc)
4Martins­glockef1000 kgSacerdos Dei, Martine, ora pro nobis Deum
Priester Gottes, hl. Martin, bitte Gott für uns
Stifter und Paten
Herr Direktor
Plazidus Flury
und Kinder
Disentis/Novara
1963(Tondoc)
5Plazi- und Sigisbert­glockeg730 kgLaetabitur Deserta, laetabunda et gaudent
Es freut sich Disentis, es frohlockt und jubelt
Stifter und Paten
Herr und Frau
Fischer-Spreuer
Zürich
1963(Tondoc)
6Benedikts­glockeb420 kgPater noster Benedictus intercedat pro nobis
Der heilige Vater Benediktus möge für uns Fürbitte einlegen
Patin: Frau
Anna Meier-Gschwind, Arlesheim
Pate: Herr
Maurus Berther, Sedrun
1963(Tondoc)
7DreifaltigkeitsglockeC2450 kgLaus tibi et perennis gloria, o beata Trinitatis
Lob und ewiger Preis sei dir, o allmächtigste Dreifaltigkeit
Herr und Frau Züger-Giger, Andwil1963(Tondoc)
Quellen:
  • [Bericht zum Besuch in der Glockengiesserei Rüetschi in Aarau anlässlich des Giessens der sechs neuen Glocken im Jahr 1963] in: Disentis. Blätter für Schüler und Freunde 1063, Heft 4, S. 2–8
  • Gruss der Friedensglocke für das Kloster Disentis. In: Disentis. Blätter für Schüler und Freunde 1999, Heft ?, S. 9–12
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Äbte

Benedikt Prevost, Abt 1888–1916
Vigeli Monn, Abt seit 2012

Dem Kloster Disentis haben seit seiner Gründung etwa 90 Äbte vorgestanden (Amtszeiten), darunter:

Äbte und Superiore ab 1860:

  • Placidus Tenner (1860–1861 Superior)
  • Paulus Birker (1861–1877)
  • Placidus Tenner (1877–1880 Superior)
  • Benedikt Prevost (1888–1916, 1880–1888 Prior)
  • Bonifaz Duwe (1916–1925)
  • Beda Hophan (1925–1963), † 1964
  • Viktor Schönbächler (1963–1988), † 1996
  • Pankraz Winiker (1988–2000), Abtpräses der schweizerischen Benediktinerkongregation 1991–1997, † 2013
  • Daniel Schönbächler (2000–2012), † 2023
  • Vigeli Monn (seit 19. April 2012), Abtpräses der schweizerischen Benediktinerkongregation seit 2021

Gymnasium und Internat Kloster Disentis

Die Klosterschule von Disentis wurde erstmals 1285 mit dem Hinweis auf den Unterricht der Sieben Freien Künste dokumentarisch erwähnt. Der Historiker und damalige Rektor, Pater Urban, schrieb 1996, die ganze Klostergeschichte überblickend: «Das Kloster Disentis ist ohne Schule kaum vorstellbar.»[26] Sehr viele Mönche sind, wie in Klosterschulen üblich, aus den Reihen der Schüler hervorgegangen. Das Schultheater war ab 1657 über Jahrhunderte hinweg eine bedeutende Kulturinstitution; Schüler führten Stücke in lateinischer, rätoromanischer, deutscher und italienischer Sprache auf.[27]

Im 19. Jahrhundert wurde die Schule ein Gymnasium, seit 1936 können Maturitätsprüfungen abgelegt werden. 1972 wurden erstmals Mädchen aufgenommen. Im Schuljahr 2024/2025 hatte das Gymnasium 136 Schülerinnen und Schüler, davon waren 34 im Internat.[28] Geneviève Appenzeller-Combe wurde 2009 die erste weltliche Leitung des Gymnasiums und zugleich erste Mittelschulrektorin in Graubünden. Ihr folgte ab 2011 Bruno Hensler. 2017 übernahm Roman Walker das Rektorat, 2019 Tom Etter.

Liste bekannter Absolventinnen und Absolventen

(In Klammern stehen die Jahre, die an der Schule verbracht wurden.)

  • Thabo Beeler (1998), Informatiker und Künstler
  • Larissa Bieler (1998), Journalistin und Medienmanagerin
  • Iso Camartin (1958–1965), Publizist und Moderator
  • Placi Condrau, Graubündner Politiker und Publizist
  • Patrik Degiacomi (1993), Stadtrat Chur
  • Josef Lorenz Demont, späterer französischer General und Comte de l'Empire
  • Stefan Engler (1975–1981), Schweizer Politiker
  • Daniel Foppa (1990), Journalist
  • Ludwig Hasler (1961–1964), Philosoph
  • Vitus Huonder (1957–1963), Geistlicher
  • Simon Jacomet (ab 1976), Gründer der Zai AG[29]
  • Joseph Jung (1968–1975), Historiker
  • Franz-Xaver Kaufmann (1944–1948), Soziologe
  • Thomas Kessler (1950–1957), Komponist
  • Jürg Kienberger (1971–1977), Musiker und Theater-Schauspieler
  • Peter Anton de Latour (1783–1791), späterer Schriftsteller und Landrichter
  • Filippo Leutenegger, Journalist, Politiker und Ökonom
  • Albert Lutz (1967–1974), Kunsthistoriker
  • Carmelia Maissen, Architektin und Regierungsrätin
  • Niklaus Meienberg (1960), Historiker, Journalist und Schriftsteller
  • Johann Peter Mirer (1793–1794), späterer erster Bischof von Sankt Gallen
  • Giusep Nay (1955–1962), Schweizer Jurist und Bundesrichter
  • Paul Oberholzer (1983–1988), Dekan der Fakultät für Kirchengeschichte und Kulturgüter der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom[30]
  • Gerhard Pfister (1975–1982), Germanist, Philosoph und Parteipolitiker
  • Peter Rieder (1954–1960), Agronom und Professor
  • Johann Baptist Rusch (1905–1907), Schweizer Redakteur und Publizist
  • Hermann Schlapp (1953–1957), Journalist und Chefredakteur
  • Clemens Sialm (1991), Ökonom und Professor
  • Walter Stoffel (1962–1969), Jurist und Professor für Wirtschaftsrecht
  • Christoph von Toggenburg, Photograph und Filmemacher
  • Mariano Tschuor (1973–1978), Journalist und Medienmanager
  • Hansjörg Utz (1965–1970), Journalist und Mediencoach
  • Laurenz Matthias Vincenz (1888–1892), späterer Bischof von Chur[31][31.1]
  • Hannes Vogel (1951–1953), Maler, Objekt- und Videokünstler
  • Walter Wittmann (1949–1956), Ökonom und Publizist

Wissenschaftliche Tradition

Das Kloster Disentis entwickelte sich neben seiner religiösen und schulischen Funktion seit der frühen Neuzeit auch zu einem Ort wissenschaftlicher Tätigkeit. Die Forschungsschwerpunkte lagen vor allem in der Naturforschung, Historiographie sowie der theologischen Wissenschaft. Die wissenschaftliche Arbeit stand dabei stets in engem Zusammenhang mit der klösterlichen Bildungs- und Schultradition.[5]

Naturwissenschaft und Alpenforschung

Placidus a Spescha in einer Illustration

Die bedeutendste wissenschaftliche Persönlichkeit des Klosters war der Benediktinerpater Placidus a Spescha (1752–1833). Er gilt als Pionier der Alpenforschung und verband geographische, naturkundliche, sprachwissenschaftliche und ethnographische Studien. Spescha erforschte systematisch die Bündner Alpen und unternahm zahlreiche Erstbesteigungen, darunter das Rheinwaldhorn und den Piz Terri.[32] Seine wissenschaftlichen Handschriften wurden teilweise beim Klosterbrand von 1799 zerstört, dennoch gilt er als eine zentrale Gestalt der frühneuzeitlichen Naturforschung im Alpenraum.[33]

Ebenfalls als Naturwissenschafter wurde der Benediktinerpater Karl Hager (1862–1918) bekannt. Er erforschte die Flora und speziell die Wälder der Surselva und dokumentierte dabei auch das Leben der Bevölkerung. Karl Hager hinterliess ein grosses Archiv mit Fotografien. Neben zeitgenössischen Aufnahmen des Klosters um 1900 dokumentierte er die landwirtschaftliche Arbeit eingehend. Rund 2000 Fotografien, viele davon auf Glasplatten, wurden im Rahmen eines Projektes von Memoriav digitalisiert und durch die Fotostiftung Graubünden erschlossen.[34]

Pater Flurin Maissen (1906–1999) schrieb 1944 eine Dissertation über «Mineralklüfte und Strahler der Surselva» und befasste sich mit alternativen Energien.

Geschichtswissenschaft

Im 17. Jahrhundert begründete der Benediktiner und Abt Augustin Stöcklin († 1641) die historiographische Forschungstradition des Klosters. Der Humanist und Historiker verfasste bedeutende Arbeiten zur Geschichte der Abteien Disentis, Muri und Pfäfers. Seine Schriften stellen grundlegende Quellen für die Klostergeschichtsschreibung der Schweiz dar.[35]

Pater Iso Müller (1901–1987) war Geschichtslehrer und Klosterarchivar. Er widmete sich der Geschichte der Klöster Disentis und Müstair, der Christianisierung in der Schweiz und Graubündens sowie der Zentralalpen.

Karl Hager

Theologie und Ordensgeschichte

Im 20. und 21. Jahrhundert wurde die wissenschaftliche Tätigkeit vor allem im Bereich der historischen Theologie und Ordensgeschichte weitergeführt. Zu den Vertretern dieser Forschung zählt unter anderem Urban Affentranger, der sich mit Kloster- und Regionalgeschichte befasste und Beiträge zur historischen Forschung des Benediktinerordens veröffentlichte.[35][36] Daniel Schönbächler war Benediktiner und Abt von Disentis 2000 bis 2012; er publizierte wissenschaftlich zur Geschichte des Klosters und zur karolingischen Zeit in der Schweiz.[37] Notker Füglister OSB trat in jungen Jahren ins Kloster ein und studierte nach seiner Priesterweihe an verschiedenen Orten Theologie. Von 1971 bis zu seinem Tod 1996 war er Ordinarius für alttestamentliche Bibelwissenschaft an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Salzburg. Pater Ursicin G. G. Derungs lehrte in den 1970er Jahren Fundamentaltheologie am Anselmianum in Rom.

Die wissenschaftliche Arbeit blieb dabei eng mit Gymnasium, Bibliothek und kulturellen Sammlungen des Klosters verbunden, wodurch Disentis bis in die Gegenwart ein regional bedeutendes geistiges Zentrum darstellt.[5]

Kloster Disentis in der Literatur

Das Kloster Disentis und das angeschlossene Gymnasium werden in mehreren literarischen Werken thematisiert. In der rätoromanischen Literatur des 19. Jahrhunderts erscheinen Autoren wie Giacun Hasper Muoth und Gion Antoni Huonder. In seinen Schriften beschreibt Huonder die Schule als Ort der moralischen und religiösen Erziehung. Muoth bezeichnet das Kloster in seinen Gedichten als «mumma protectura», eine schützende Instanz für Sprache und Tradition. Er vertrat eine sprachlich-volkskundlich orientierte Geschichtswissenschaft und galt als Autorität auf dem Gebiet der Bündner Geschichte des Mitttelalters.[38]

Im 20. Jahrhundert wurde das Gymnasium Disentis in mehreren Erinnerungsberichten ehemaliger Schüler literarisch verarbeitet. Besonders bekannt ist Niklaus Meienberg mit seiner autobiografischen Reportage O du weisse Arche am Rande des Gebirges (1985), in der er seine Erfahrungen als Schüler beschreibt. Meienberg schildert den Schulalltag, die Hierarchie und die Regeln der Schule aus der Ich-Perspektive, wobei er das Kloster metaphorisch als «Arche» bezeichnet.

«Aufstehen um viertel nach fünf. Dieser Summton! In den Schlafsälen dünstet der Jungmännerschweiss. Aufstehen, in die Pantoffeln fahren, hinausschlurfen im Pyjama in den Waschsaal, das Zahnbürstchen aus dem Schränklein nehmen, jeder hat sein eigenes mit einer Nummer, Wasserstrahl, es gibt nur kaltes Wasser, faulig schlägt’s den Halberwachten aus dem Waschtrog entgegen, der Präfekt geht auf und ab in den Gängen, Brevier lesend, ab und auf, das Zurückfluten der Zöglinge in den Schlafsaal beobachtend, hat Heilandsandalen an den Füssen, und jetzt in die Kleider gefahren, wo sind die Socken, oben im Kasten, nein, da ist die Schokolade vom letzten Liebesgabenpaket der Mutter, der lange Summton setzt aus, jetzt dreimal kurz, das bedeutet Pressieren, hinunter in den Studiensaal, dort wartet schon die Muttergottes spätgotisch und dominiert den Studiensaal, und jetzt Händefalten. Jetzt wird aber sofort gebetet.»

Niklaus Meienberg[39]

Niklaus Meienberg zitierte in seinem Titel das Gedicht Das Kloster des Autors Walter Hauser (1902–1963). Hauser stammte aus Altdorf, studierte in Chur Theologie und war mit dem Kloter Disentis verbunden.[40]

«Du schimmernde Arche
am Rand des Gebirges,
gezimmert aus unverweslichem Holze
der rohen Geduld:
Du birgst den verlorenen Ölzweig
des Friedens.»

Walter Hauser: Das ewige Siegel.

Auch moderne Bündner Autoren wie Leo Tuor beziehen sich in ihren Texten auf Disentis. In Tuors Werken wird das Kloster und die Schule als historischer Hintergrund erwähnt, zum Beispiel in Settembrini (2005), wobei er literarisch auf die kulturelle Umgebung der Surselva Bezug nimmt.

Zu den Schülern der Schule zählt auch der Komponist Gion Antoni Derungs (1935–2012), dessen Werk wesentlich zur zeitgenössischen rätoromanischen Musik beitrug.[41]

Das Kloster und seine Schule übten damit einen nachhaltigen Einfluss auf Bildung, Kirche und Kultur im rätischen Alpenraum aus.[5]

Literatur

  • Urban Affentranger: Bau- und kunstgeschichtliche Studien zur Disentiser Klosterkirche. In: Bündner Monatsblatt, 4/2011, S. 273–293.
  • Urban Affentranger: Stöcklin, Augustin. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).
  • Benediktinerkloster Disentis (Hrsg.): Die «Weisse Arche». Somedia-Verlag, Glarus 2020, ISBN 978-3-7298-1204-8.
  • Adolf Collenberg: Disentis/Mustér. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 8. Juni 2009.
  • Gion Condrau (Hrsg.): Disentis/Mustér. Geschichte und Gegenwart. Disentis 1996, ISBN 3-9521081-0-3.
  • Gion Deplazes: Historia da la litteratura rumantscha. Chur 1984.
  • Karl Hager/Friedrich Pieth: Pater Placidus a Spescha. Sein Leben und seine Schriften; Bümpliz-Bern: Benteli 1913. Digitalisat der DNB (read only, no download)
  • Daniel Schönbächler: Disentis. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 17. März 2010.
  • Erwin Koch (Text), Giorgio von Alb (Fotos): Ein Buch über die Welt. Das Kloster Disentis. Benteli-Verlag, Sulgen 2010, ISBN 978-3-7165-1596-9.
  • Meienberg, Niklaus: O du weisse Arche am Rande des Gebirges, Reportage, 1985. Limmat Verlag
  • Paul Meinherz: Pater Placidus a Spescha – «il curios pader». In: Die Alpen, 1996.
  • Muoth, Giachen Caspar: Ovras da Giacun Hasper Muoth, Ediziun da Breil en 6 toms. Herausgegeben von Iso Camartin und Leo Tuor
  • Iso Müller: Das Disentiser Studententheater 1657–1879. In: Studien und Mitteilungen des Benediktinerordens, 83 (1972), S. 246–273.
  • Iso Müller: Geschichte der Abtei Disentis von den Anfängen bis zur Gegenwart. Disentis 1971.
  • Markus Riek; Jörg Goll; Georges Dasecoeudres (Hrsg.): Die Zeit Karls des Grossen in der Schweiz. Benteli, Sulgen 2013.
  • Daniel Schönbächler: Die Benediktinerabtei Disentis (= Schweizerische Kunstführer, Nr. 524). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1992, ISBN 978-3-85782-524-8.
  • Ernst Alfred Stückelberg: Die Ausgrabung zu Disentis. In: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde, Teil 1, Teil 2.
  • Tuor, Leo: Settembrini, Limmat Verlag, 2005.
Commons: Kloster Disentis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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