Klöppelshof
Wüstung im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis und lag südöstlich von Idstein
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Klöppelshof ist eine Wüstung im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis und lag südöstlich von Idstein. Der Hof ist lediglich durch eine direkte Nennung des 17. Jahrhunderts nachgewiesen, sonst indirekt nur über Flurnamen zu erschließen.
Lage und Geschichte
Der Hof lag etwa einen Kilometer südöstlich der heutigen Idsteiner Altstadt in der Gemarkung von Idstein am Wolfsbach. Dieser östliche von den drei Bereichen vor den Stadttoren wurde nach dem Himmelstor als Himmelsfeld bezeichnet.[1] Das Areal der Wüstung liegt heute zwischen der neueren Wohnbebauung der Stadt und einer landwirtschaftlich genutzten Fläche.[2]
Zur Existenz des Hofes liegt lediglich eine einzige Quelle vor: In seinem politischen Testament von 1677 schreibt Graf Johann von Nassau-Idstein, dass der Klöppelshof aufgrund fehlenden Gesindes bey den fuhren liegen geblieben, welche künftig in gang und baw gebracht werden können. In der Literatur wird dies so interpretiert, dass der Hof erst kurz zuvor aufgelassen wurde.[3] Auch andere Interpretationen legen eine Ende des Hofes zumindest auf die Zeit nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges.[4]
Darüber hinaus liegen zum Klöppelshof lediglich Nennungen zu gleichnamigen Flurnamen vor, die jedoch nicht als Beleg für den Hof gelten können. Als rezenter Beleg liegt die Variante auf Klippelshofen ohne Jahresnennung vor, mit Jahreszahl dann die Namensformen zu Kloppelshoffenn aus den Jahren 1570/1573, jenseits Klöppelß und zu Klöppelsßhoffen aus dem Jahr 1693, bey Keippelshofen aus dem Jahr 1775 und bey Klöppelshofen aus dem Jahr 1776.[5][6]
Literatur
- Fritz Geisthardt: Idsteins Geschichte. In: Magistrat der Stadt Idstein (Hrsg.): Idstein. Geschichte und Gegenwart. Idstein 1987 (ohne ISBN), S. 1–162.
Weblinks
- Klöppelshof (Wüstung), Rheingau-Taunus-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Alt Idstein. Historisches Idstein, abgerufen am 14. Dezember 2025