Knock-in

Verfahren zur gezielten Insertion eines Transgens From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Knock-in (auch Gen-Knock-in, engl. für ‚hineinklopfen‘) bezeichnet in der Genetik Verfahren zur gezielten Insertion eines Transgens, d. h. eines zuvor in einem Genom nicht vorhandenen Gens[1] oder von neuen oder veränderten DNA-Sequenzen.

Prinzip

Die Insertion des Transgens erfolgt meistens in einen spezifischen Genlocus des Genoms von Zelllinien oder Modellorganismen wie Mäusen.[2][3] Im Gegensatz zur klassischen Erzeugung gentechnisch veränderter Organismen erfolgt die Insertion sequenzspezifisch,[4] wodurch weniger Störungen der Genexpression durch Insertion in transkriptionsaktiven Bereichen der DNS entstehen. Durch ein Gen-Knockin können Gene gezielt eingefügt oder durch gezielte Insertionen inaktiviert und anschließend durch eine Entfernung der Insertion mittels einer Rekombinase wieder aktiviert werden. Durch das Gen-Knockin können durch ein Einfügen in Promotoren auch Gene inaktiviert werden, was zur Untersuchung der Funktionen unbekannter Gene oder als Modell für Gendefekt-basierte Krankheiten verwendet wird.[5]

Einzelnachweise

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