Kochanowice
Siedlung in Polen
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Kochanowice (deutsch Kochanowitz) ist ein Ort in der im Powiat Lubliniecki der Woiwodschaft Schlesien in Polen. Es ist zugleich Sitz der Landgemeinde Kochanowice mit 6929 Einwohnern (Stand 1. Januar 2024).
| Kochanowice | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Schlesien | |
| Powiat: | Lubliniecki | |
| Gmina: | Kochanowice | |
| Geographische Lage: | 50° 43′ N, 18° 45′ O | |
| Einwohner: | 2208 (2022) | |
| Postleitzahl: | 42-713 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 34 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SLU | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Eisenbahn: | Tschenstochau–Lublinitz | |
Geschichte
Kochanowitz wurde 1742 mit dem größten Teil Schlesiens preußisch und war ab 1816 Teil des Kreises Lublinitz im Regierungsbezirk Oppeln. Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 wurden in Kochanowitz 185 Stimmen für einen Verbleib bei Deutschland und 203 für einen Anschluss an Polen abgegeben. Im Gutsbezirk Kochanowitz waren 81 Stimmen für Deutschland und 17 für Polen.[1] Der Stimmkreis Lublinitz, dem Kochanowitz angehörte, wurde in der Folge zwischen Deutschland und Polen aufgeteilt. Kochanowitz fiel wie die Kreisstadt Lublinitz an Polen und lag direkt an der neuen Staatsgrenze. Einige Teile des heutigen Gemeindegebiets – die Dörfer Lubotzken, Ostrow, Pawelken – blieben in der Weimarer Republik. Im Polen der Zwischenkriegszeit war Kochanowice Teil der Autonomen Woiwodschaft Schlesien.
Nach der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg wurde Kochanowice 1945 wieder Teil Polens.
Das Dorf
Zum Dorf selbst gehören die Ortsteile Ameryka (deutsch: Neu Amerika), Bizja (deutsch Dionisen) sowie der Weiler Swaciok.
Die Landgemeinde
Zur Landgemeinde (gmina wiejska) Kochanowice gehören das Dorf selbst und sieben weitere Dörfer mit insgesamt neun Schulzenämtern (sołectwa).
Sehenswürdigkeiten


- Das Schloss (ul. Szkolna 1) wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut und 1932 zur Schule umgewidmet, es dient auch heute als Grundschule und Gymnasium. An der Ostfassade gibt es eine Wappenkartusche der Familie von Aulock.[2]
- Die St.-Laurentuis-Kirche (Kościół świętego Wawrzyńca) wurde in den 1820er Jahren auf Initiative und als Stiftung des damaligen Erben von Kochanowice Sylvius von Aulock im spätklassizistischen Stil erbaut. Die Weihe erfolgte am 5. Oktober 1823. Sie liegt in der ul. Wiejska.
Sport
Der örtliche Fußballklub heißt Ludowy Klub Sportowy Ruch Kochanowice und hat seinen Vereinssitz in der Ulica Słoneczna 11.
Sohn des Ortes
- Guido Brause (1847–1922), Offizier und Botaniker.
