Komsa

deutsches Telekommunikationsdistributionsunternehmen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Komsa-Gruppe (Eigenschreibweise KOMSA) ist ein IKT-Distributor und -Dienstleister mit Sitz in Hartmannsdorf.

Schnelle Fakten
Komsa AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1992
Sitz Hartmannsdorf, Deutschland
Leitung Vorstand: Toni Burger (Vorsitzender), Ronny Tischer, Steffen Ebner

Aufsichtsratsvorsitzender: Sunil Madhani

Mitarbeiterzahl 900
Umsatz 1,2 Milliarden Euro (2024)
Website www.komsa.com
Stand: 23. Juni 2021
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Geschichte

Komsa AG Hartmannsdorf
Industrie- und Kulturlehrpfad Hartmannsdorf, Geschichte der Komsa AG

Der gebürtige Schwede Gunnar Grosse (1939–2023) gründete Komsa am 1. Dezember 1992 gemeinsam mit Jürgen Unger, Norbert Hanussek und Jürgen Fuchs. Gründungsort war ein alter Bauernhof in Hartmannsdorf bei Chemnitz, den die Vorfahren von Grosse bewirtschaftet hatten.[1] Ende der 90er Jahre entstand mit einer Investitionssumme von über 12 Millionen Mark der Komsa-Hauptsitz in Hartmannsdorf.[1]

20 Jahre später, zum Firmenjubiläum im Jahr 2012, arbeiteten bei Komsa 1.300 Mitarbeiter. Außerdem erzielte das Unternehmen im Jahr 2012 erstmals einen Umsatz von einer Milliarde Euro. Gunnar Grosse und Jürgen Unger wechselten 2017 in den Aufsichtsrat und übergaben die Firmenleitung an ein fünfköpfiges Team, bestehend aus Uwe Bauer als Vorstandsvorsitzender und den Vorständen Steffen Ebner, Sven Mohaupt, Torsten Barth und Katrin Haubold.

Zum 1. Mai 2020 wurde Pierre-Pascal Urbon neuer Vorstandsvorsitzender. Im Geschäftsjahr 2020/2021 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro und beschäftigte 1.200 Mitarbeiter. Am 28. Oktober 2022 gab die Komsa-Gruppe die Absicht bekannt, mit der Westcoast-Gruppe zu fusionieren. Westcoast übernahm dabei bis 2025 schrittweise die Aktienanteile der Firmengründer Gunnar Grosse und Jürgen Unger.[2][3]

Seit dem 1. April 2025 nimmt Toni Burger die Rolle des Vorstandsvorsitzenden (CEO & CFO) ein.[4] Die Vorstandsmitglieder Katrin Haubold und Sven Mohaupt haben das Unternehmen zum 31. Juli 2025 verlassen.

Die Komsa-Gruppe hat nach Angaben des Unternehmens über 30.000 Handelspartner und über 200 gelistete Industriepartner.[5]

Portfolio und Leistungen

Komsa bietet folgende Dienstleistungen entlang des Lebenszyklus digitaler Produkte an:

Standorte und Tochterunternehmen

Aktuell hat die Komsa-Gruppe neben ihrem Hauptsitz in Hartmannsdorf fünf weitere Standorte in Kamen, Osnabrück, Wolfsburg, München und Wrocław.[6] Die Firma betreibt einen zusätzlichen Logistik-Standort in Erfurt.[7] Neben der Muttergesellschaft Komsa AG gehören folgende Unternehmen zur Komsa-Gruppe:

  • Aetka AG
  • Komsa Services GmbH
  • Komsa Management GmbH
  • W-Support.com GmbH
  • Saxonum GmbH
  • Kapps GmbH
  • Komsa Polska sp. z.o.o.
  • Aetka Communication Center sp. z.o.o.

Sonstiges

2003 gründete Komsa den betriebsnahen Kindergarten Weltenbaum. Der Kindergarten hat Kapazität für etwa 70 Kinder, die dort zweisprachig aufwachsen und in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften, Ethik und Umwelt gefördert werden sollen.

2018 gewann Komsa gemeinsam mit LogistikPlan den Deutschen Logistikpreis der Bundesvereinigung Logistik.[8] Im Jahr darauf wurde Komsa mit dem Europäischen Logistikpreis der European Logistic Association ausgezeichnet.[9] In den Jahren 2023 und 2024 wurden unter anderem der Große Preis des Mittelstands,[10] der IT Business Award in Platin und Gold[11] sowie der Eco Partner Status Platinum[12] von Samsung verliehen.

Einzelnachweise

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