Kottes-Purk

Marktgemeinde im Bezirk Zwettl, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Kottes-Purk ist eine Marktgemeinde mit 1436 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Zwettl in Niederösterreich. Die Gemeinde liegt auf einer Seehöhe zwischen 650 m und 890 m, umgeben von waldbedeckten Hügeln.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Kottes-Purk
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Kottes-Purk
Kottes-Purk (Österreich)
Kottes-Purk (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Zwettl
Kfz-Kennzeichen: ZT
Hauptort: Kottes
Fläche: 58,61 km²
Koordinaten: 48° 25′ N, 15° 18′ O
Höhe: 706 m ü. A.
Einwohner: 1.436 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 25 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3622, 3623
Vorwahl: 02873
Gemeindekennziffer: 3 25 15
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Marktplatz 1/1
3623 Kottes-Purk
Website: www.kottes-purk.at
Politik
Bürgermeister: Josef Zottl (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(19 Mitglieder)
16
3
16 3 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Kottes-Purk im Bezirk Zwettl
Lage der Gemeinde Kottes-Purk im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)KirchschlagLangschlagSchwarzenauWaldhausen
Lage der Gemeinde Kottes-Purk im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)
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Kottes, Hauptort der Gemeinde Kottes-Purk
Kottes, Hauptort der Gemeinde Kottes-Purk
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Luftaufnahme von der Ortschaft Purk
Luftaufnahme von der Ortschaft Kottes im Jahr 2022
Naturdenkmal Sommerlinde in Günzles
Naturdenkmal Feldahorn in Purk

Kottes-Purk liegt im Tal der Kleinen Krems im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 58,6 Quadratkilometer. 38,68 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 32 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Bernhards, Dankholz, Doppl, Elsenreith, Ensberg, Ernst, Felles, Fohra, Gotthardschlag, Gschwendt, Günzles, Heitzles, Hörans, Kalkgrub, Kottes, Leopolds, Münichreith, Pfaffenschlag, Pötzles, Purk, Reichpolds, Richterhof, Runds, Schoberhof, Singenreith, Teichmanns, Trittings, Voirans, Voitsau, Weikartsschlag und Wernhies.

Nachbargemeinden

Sallingberg Lichtenau im Waldviertel
Ottenschlag Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Albrechtsberg an der Großen Krems
Kirchschlag, Raxendorf Mühldorf Weinzierl am Walde

Geschichte

Diese Region des südlichen Waldviertels stand gegen Ende des 11. Jahrhunderts unter dem Einfluss des edel-freien Waldo von Grie und wurde von Höfen aus adeligem Gefolge geprägt. So war es auch bei Kottes, dessen Hof im letzten Drittel des 11. Jh. gewissermaßen ein Aufschließungszentrum für die Rodung darstellte und sich im 12. Jahrhundert durch die Pfarrentwicklung zu einem Verwaltungsmittelpunkt entfaltete.

Das Rodungsgebiet um Purk lag im Grenzbereich Waldos, wo er ein Festes Haus (="Wallburg"?) eingerichtet hatte. Vertraglich kam das Gebiet an den Markgrafen von Babenberg, der es um 1100 als Heiratsgut an seine Schwester Gerberga, Gattin des böhmischen Herzogs Bořivoj II., übergab. Spätestens um 1120 ließ sie im Bereich der Burganlage in sumpfigem Grund eine Kirche erbauen, die 1124 geweiht wurde. Die spätere Angerform des Ortes täuscht. Im frühen 12. Jh. Göttweiger Besitz geworden, bestand die Siedlungsanlage aus einer Zeile von sieben Bauern westlich des Purker Paches mit Hofäckern von ca. 11 Joch. Eine Hufe halber Größe weist auf die Dienstleistungsfunktion bei Burg/Kirche hin. Dort benachbart entstand aus einer weiteren Hufe der Göttweiger Amtssitz. Erst im 14. Jahrhundert hat das Kloster östlich der Kirche allmählich Bauern aufgesiedelt, wodurch sich die Angerform des Ortskernes entfaltete. (Univ. Doz. Dr. Hans Krawarik)

Im Zuge der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung wurde die Gemeinde Kottes-Purk Anfang 1967 durch Zusammenschluss der Gemeinden Elsenreith, Kalkgrub, Kottes, Purk, Reichpolds und Voitsau gebildet. Anfang 1971 wurde die Gemeinde Gschwendt aus dem Bezirk Krems eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung

Kottes-Purk: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
2.513
1880
 
2.602
1890
 
2.666
1900
 
2.466
1910
 
2.446
1923
 
2.392
1934
 
2.330
1939
 
2.459
1951
 
2.093
1961
 
2.016
1971
 
1.890
1981
 
1.788
1991
 
1.672
2001
 
1.628
2011
 
1.536
2021
 
1.452
2025
 
1.436
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Kottes
Pfarrkirche Purk
Ortskapelle Elsenreith
Ortskapelle Voitsau
Kornmetzen in Kottes
  • Katholische Pfarrkirche Kottes Mariä Himmelfahrt
  • Katholische Pfarrkirche Purk hl. Martin
  • Ortskapelle Elsenreith
  • Ortskapelle Voitsau
  • Teichmannser Wand (Felsformation bei Teichmanns)

Wirtschaft

Im Jahr 2011 gab es in der Marktgemeinde 158 Erwerbstätige in der Landwirtschaft, 173 im Produktionssektor und 132 im Dienstleistungssektor. Im Produktionssektor arbeiteten rund 45 Prozent in der Bauwirtschaft, dreißig Prozent beschäftigte die Herstellung von Waren und ein Viertel der Bergbau. Im Dienstleistungssektor war der Handel der größte Arbeitgeber.[3]

Durch die Gemeinde verläuft der Nord-Süd-Weitwanderweg, welcher das Waldviertel mit der Weststeiermark verbindet. Die Ortschaft Elsenreith ist das Ziel der dritten Etappe des Weitwanderwegs.

In den zahlreichen Steinbrüchen wurde Wachauer Marmor abgebaut.

Politik

Gemeinderat

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1971–1990 Josef Vogl
  • 1990–1992 Friedrich Lagler
  • 1992–2005 Franz Hörhan (ÖVP)
  • 2005–2017 Wolfgang Vogl (ÖVP)
  • seit 2017 Josef Zottl (ÖVP)[11]

Wappen

Das Wappen ist mehr als 350 Jahre alt.[12]

Literatur

  • Heimat Kottes-Purk, herausgegeben von der Marktgemeinde Kottes-Purk, 1976
Commons: Kottes-Purk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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